Morgan Spurlock

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Morgan Spurlock (2012)

Morgan Spurlock (* 7. November 1970 in Parkersburg, West Virginia) ist ein US-amerikanischer Regisseur, Dokumentarfilmer und Drehbuchautor. International bekannt wurde Spurlock durch seinen Dokumentarfilm Super Size Me aus dem Jahr 2004.

Karriere[Bearbeiten]

Vor seinem Durchbruch mit Super Size Me erfand Spurlock die Serie I Bet You Will, die vom Fernsehsender MTV gekauft wurde. Spurlock wurde von der bekannten USC Film School fünfmal abgelehnt.

Erfolgsfilm Super Size Me[Bearbeiten]

Spurlock war 2003 in einem für sein Alter überdurchschnittlich guten Gesundheitszustand, als er mit dem in seinem Kinofilm Super Size Me dokumentierten Projekt begann. Für 30 Tage aß er drei Mahlzeiten täglich bei der US-Fast-Food-Kette McDonald's, wobei er deren Super-Size-Option nur dann nutzen sollte, wenn sie ihm angeboten wurde. Sein Gesundheitszustand und seine Blutwerte litten drastisch, er nahm 25 Pfund (12,5 Kilogramm) zu, und es zeigten sich Leberschäden sowie Depressionen. Kritiker wie der Lebensmittelchemiker Udo Pollmer behaupteten in Interviews, Spurlock habe vor den Filmaufnahmen Medikamente eingenommen, die die Werte vor den Messungen und der Endmessung verfälschten.[1] Nach Abschluss des Projektes benötigte er fünf Monate, um neun Kilogramm abzunehmen, und neun weitere Monate für die restlichen zwei Kilogramm.

Weitere Filmprojekte (Auswahl)[Bearbeiten]

2005 entstand in Zusammenarbeit mit dem amerikanischen Fernsehsender FX eine mehrteilige Fernsehserie namens Morgan Spurlock’s 30 Days, in welcher er Personen begleitete oder selbst spielte, die je 30 Tage lang eine fremde Rolle spielten, z.B. als Muslim, Indianer oder Mindestlohnempfänger. In Deutschland ist seit Juli 2006 eine synchronisierte Fassung auf dem Sender DMAX (früher XXP) zu sehen.

Am 21. Januar 2008 hatte Spurlocks Dokumentation Where in the World Is Osama Bin Laden? seine Premiere auf dem Sundance Film Festival.

Spurlocks Dokumentarfilm The Greatest Movie Ever Sold erschien 2011. Darin geht er der Frage nach, wie es die Hollywood-Filmindustrie immer wieder schafft, ihre Milliardenbudgets für technisch aufwändigste und weltweit erfolgreiche Blockbuster-Produktionen zusammenzukratzen. Spurlock findet in einem realsatirischen Selbstversuch als Hollywood-Produzent heraus, dass dies vor allem durch werbe- und marketingstrategische Product Placements gelingt, also durch Schleichwerbung, die raffiniert in Hollywoodfilme integriert wird.

2012 erschien Spurlocks Dokumentation Comic-Con Episode IV: A Fan's Hope, in welcher er hinter die Kulissen des Comic und Film Festivals schaut.[2]

Filmografie[Bearbeiten]

Privatleben[Bearbeiten]

Spurlock wurde in Parkersburg, West Virginia, geboren, wuchs aber in Beckley, West Virginia, auf. Er lebt derzeit in Manhattan, New York. Spurlock heiratete seine langjährige Freundin Alexandra Jamieson am 3. Mai 2006. Die Ehe wurde wieder geschieden.[3] Sie ist als vegane Köchin tätig.[4] Sie haben einen gemeinsamen Sohn, der am 9. Dezember 2006 geboren wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Beitrag des Deutschlandradio Kultur, Sendung ‚Mahlzeit‘, von Udo Pollmer vom 17. Februar 2007 Quelle: New Scientist 27. Januar 2007
  2. Morgan Spurlock Goes to “COMIC-CON”
  3. Blogeintrag auf Alex Jamieson's Delicous Vitality vom 21. Dezember 2011.
  4. Alexandra Jamieson's Website.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Morgan Spurlock – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien