Morgan ap Maredudd

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Morgan ap Maredudd († 1331) war ein Anführer des walisischen Aufstands von 1294 in Glamorgan.

Vermutlich war ein Sohn von Maredudd ap Gruffudd, des letzten walisischen Lords von Gwynllŵg und dessen Frau Maud. Über seinen Vater war er damit ein direkter Nachfahre von Caradog ap Gruffydd, dem letzten walisischen König von Gwent. Sein Vater war 1270 als Unterstützer von Llywelyn ap Gruffydd von Gilbert de Clare aus seiner Herrschaft vertrieben worden.

Während des Aufstands von Madog ap Llywelyn war er 1294 der Anführer der Rebellen in Glamorgan. Die Rebellen konnten zu Beginn des Aufstands den bei der walisischen Bevölkerung verhassten Gilbert de Clare, Lord of Glamorgan, vertreiben. Auch als dieser mit Truppen zurückkehrte, konnten sich Morgan und seine Unterstützer gegen de Clare behaupten. Als der Aufstand jedoch im Frühjahr 1295 in Nord- und Westwales zusammenbrach, unterwarf sich Morgan angesichts der englischen Übermacht im Juni König Eduard I.. Er behauptete, nicht gegen den König, sondern nur gegen die ungerechte Herrschaft de Clares rebelliert zu haben und wurde im Gegensatz zu anderen Anführern der Rebellion begnadigt. Der König gab das wieder befriedete Glamorgan auch nicht sofort an de Clare zurück, sondern unterstellte es bis 1296 königlicher Verwaltung. De Clare starb nur wenig später, und der neue Ehemann seiner Witwe übergab Morgan ap Maredudd die lebenslange Nutzung eines Commotes in Caerleon. Als Gilbert de Clare, der Sohn de Clares volljährig wurde, widerrief er diese Nutzung, doch er fiel bereits 1314 in der Schlacht von Bannockburn. Morgan konnte selbst bis zu seinem Tod Teile der Stadt St Clears sowie weitere Ländereien in Carmarthenshire und in Gwynedd erwerben.

Seine Tochter Angharad heiratete Llywelyn ab Ifor, Lord of St Clears und wurde die Stammmutter der Familie Morgan of Tredegar.

Literatur[Bearbeiten]

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