Morgen fällt die Schule aus

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Filmdaten
Originaltitel Morgen fällt die Schule aus
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Produktionsland Bundesrepublik Deutschland
Originalsprache Deutsch
Erscheinungsjahr 1971
Länge 90[1] Minuten
Altersfreigabe FSK 6
Stab
Regie Werner Jacobs
Drehbuch Georg Laforet
Produktion Franz Seitz
Terra Filmkunst GmbH
Hans Domnick
Musik Rolf Alexander Wilhelm
Kamera Peter Reimer
Schnitt Gisela Haller
Besetzung

Morgen fällt die Schule aus (Die Lümmel von der ersten Bank 6. Teil) ist eine deutsche Filmkomödie, die 1971 unter der Regie von Werner Jacobs in Baden-Baden, München und Amsterdam gedreht wurde. Die Produktion von Franz Seitz wurde am 27. Mai 1971 uraufgeführt.[2]

Inhalt[Bearbeiten]

Pepes Vater, einem Briefmarkenhändler, wird in Amsterdam eine wertvolle Sammlung aus dem Auto gestohlen. Doch der junge Straßenmusikant Pit van Dongen stellt den Dieb und bringt Kurt Nietnagel die Sammlung zurück. Zum Dank lädt dieser den jungen Niederländer zu sich nach Baden-Baden ein, wo Pit während seines Aufenthaltes die Klasse 8b des Mommsen-Gymnasiums besucht.

Hier trägt er seine schelmenhafte Energie zu den Aktionen bei, die Pepe mit seiner Klasse gegen den Lehrkörper ausheckt. U. a. wird die Wohnung des Direktors unter Wasser gesetzt, Studienrat Knörz' Fernsehapparat explodiert, und das gesamte Lehrerkollegium wird nach einem Ausflug, bei dem auch der Stall eines Flohzirkus zum Einsatz kommt, volltrunken in Haft genommen. Schließlich bringen die Väter von Pepe und Pit van Dongen, letzterer ein landbeurlaubter Seefahrer, der sich als Mitarbeiter der UNESCO ausgibt, das Direktorat in Verlegenheit.

Entstehungsgeschichte[Bearbeiten]

Vorgeschichte[Bearbeiten]

Der Constantin-Filmverleih brachte im Jahr 1971 zwei „Pauker“-Filme in die bundesdeutschen Kinos. Beide wurden von dem bewährten Regisseur Werner Jacobs inszeniert. Neben Zwanzig Mädchen und die Pauker: Heute steht die Penne kopf war dies Morgen fällt die Schule aus, der sechste Teil der Filmreihe Die Lümmel von der ersten Bank. Der Film trug zunächst noch den Arbeitstitel Ab morgen fällt die Schule aus.[3] Konkurrierende Filmverleihe realisierten 1971 keine „Pauker“-Komödien.

Produktion[Bearbeiten]

Gleich nach der Fertigstellung des Films Zwanzig Mädchen und die Pauker… begannen für Werner Jacobs und einen Teil seines Teams die Dreharbeiten zu Morgen fällt die Schule aus. Von Februar bis März 1971 drehte man vor allem in Baden-Baden und am Maximiliansgymnasium in München, das zum vierten Mal als Mommsen-Gymnasium zu sehen war. Eine Besonderheit stellten diesmal auch einige Außenaufnahmen in Amsterdam dar, in denen Produzent Franz Seitz einen Cameo-Auftritt als Briefmarkenhändler hatte.[3]

Von der Stammbesetzung der echten „Lümmel“-Filme standen diesmal unter anderem Hansi Kraus, Theo Lingen, Rudolf Schündler, Balduin Baas und Hans Terofal vor der Kamera. Nach einem Gastauftritt im zweiten und einer Hauptrolle im vierten Teil, war auch wieder der damalige Kinderstar Heintje zu sehen, diesmal jedoch zu deutlich gemeineren Scherzen aufgelegt. Für weitere Gastrollen konnte man unter anderem Fritz Tillmann, Ralf Wolter, Heinz Reincke, Eva Maria Meineke, Evelyn Opela, Franz Muxeneder und Hugo Lindinger verpflichten. Zum dritten Mal sah man Carola Höhn als Frau Nietnagel.

Musik[Bearbeiten]

Rolf Alexander Wilhelm war zum fünften Mail als Filmkomponist für einen Teil der Reihe verantwortlich. Das Titellied Morgen fällt die Schule aus wurde von Heinz Gietz produziert und komponiert. Den Text schrieb Kurt Hertha. Es erschien auf Single auf dem Label Cornet.

Außerdem fanden im Film einige Schlager von Heintje Verwendung:

  • Nicht traurig sein
  • Wenn ich einmal ein Käpt’n bin
  • A Happy Lad Must Sing
  • Die Blümelein, sie schlafen
  • Schneeglöckchen im Februar

Die drei letzten Titel waren seinerzeit auf Schallplatten des Labels Ariola erhältlich.

Rezeption[Bearbeiten]

Die FSK gab den Film am 17. Mai 1971, zehn Tage vor der Uraufführung, ab sechs Jahren frei. Der Film erwies sich abermals als geschäftlicher Erfolg. 1972 wurde die Filmreihe mit dem letzten Teil Betragen ungenügend! (Regie: Franz Josef Gottlieb) fortgesetzt. Es erschienen aber auch noch weiterhin Filmkomödien zum Thema Schule, wie zum Beispiel die von Werner Jacobs inszenierte Komödie Meine Tochter – Deine Tochter (1972).

Kritiken[Bearbeiten]

„Sechster Teil der „Lümmel-und Pauker“-Filme, in denen pubertäre Pennälerstreiche das Handlungsgerüst für schwachsinnigen Serienklamauk abgeben, der gelegentlich für Schlagerdarbietungen unterbrochen wird.“

Film-Dienst[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 90 Minuten bei Kinoprojektion (24 Bilder/Sekunde), 86 Minuten bei Fernsehwiedergabe (25 Bilder/Sekunde), Filmlänge: 2458 Meter
  2. Eintrag zum Film im Lümmel-Blog Reloaded
  3. a b Joachim Kramp: Die Lümmel sind los! im Lümmel-Blog Reloaded
  4. Morgen fällt die Schule aus im Lexikon des Internationalen Films