Morin (Farbstoff)

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Strukturformel
Struktur von Morin
Allgemeines
Name Morin
Andere Namen
  • 2′,3,4′,5,7-Pentahydroxyflavon
  • Aurantica
  • Calico-Gelb
  • Osage Orange
Summenformel C15H10O7
CAS-Nummer
  • 480-16-0 (Morin)
  • 654055-01-3 (Morin·Hydrat)
PubChem 5281670
Kurzbeschreibung

gelbes Pulver[1]

Eigenschaften
Molare Masse 302,24 g·mol−1
Schmelzpunkt

285−290 °C (Zersetzung)(Morin)[2]

Löslichkeit
  • mäßig in Methanol (50 g·l−1)(Morin)[1],
  • 1 g löst sich in 4 l Wasser bei 20 °C (Morin)[2]
Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
07 – Achtung

Achtung

H- und P-Sätze H: 315​‐​319​‐​335
P: 261​‐​305+351+338 [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3][1]
Reizend
Reizend
(Xi)
R- und S-Sätze R: 36/37/38
S: 26​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Morin oder 2′,3,4′,5,7-Pentahydroxyflavon ist neben Maklurin im Gelbholz des Färbermaulbeerbaums (Morus tinctoria) enthalten, dessen Extrakt für die Wollfärberei und den Baumwolldruck von Bedeutung ist. Die Färbungen sind gelb. Morin kristallisiert mit ein oder zwei Molekülen Wasser als Morin-Hydrat.

Es dient als ein Reagenz auf Aluminium mit grüner und Zinn mit gelbgrüner Fluoreszenz.

Aluminium-Morinfarblack

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d e Datenblatt Morin hydrate bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 11. April 2011 (PDF).
  2. a b The Merck Index: An Encyclopedia of Chemicals, Drugs, and Biologicals, 14. Auflage (Merck & Co., Inc.), Whitehouse Station, NJ, USA, 2006; S. 1082, ISBN 978-0-911910-00-1.
  3. Seit dem 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.

Literatur[Bearbeiten]

  • Paul Karrer: Lehrbuch der organischen Chemie, 10. Auflage 1948, Georg Thieme Verlag Stuttgart, S. 589