Moritz von Sandizell

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Moritz von Sandizell auf einem Gemälde im Fürstengang Freising
Wappentafel von Moritz von Sandizell im Fürstengang Freising

Moritz von Sandizell (* 1514; † 1567) war Fürstbischof von Freising in den Jahren 1559 bis 1566.

Der hochgebildete Domherr stammte aus einem seit 948 nachgewiesenen Adelsgeschlecht mit Stammsitz im Wasserschloss Sandizell bei Schrobenhausen. Er förderte mit Unterstützung des bayerischen Herzogs Albrecht V. die Gegenreformation in seinem Bistum. Die vom bayerischen Herzog angeregte staatliche Bistums-Visitation von 1560 konnte den Einfluss der Reformation in seinem Bistum endgültig zurückdrängen. Nach dem Brand am 15. Juni 1563 im Nordturm des Freisinger Domes stiftete er die Freisinger Domglocken, das heutige Freisinger Geläut, das als weltgrößtes erhaltenes Geläut der Renaissancezeit gilt. Als Bischof von Freising trat er 1566 zugunsten seines Nachfolgers Ernst von Bayern zurück.

Literatur[Bearbeiten]


Vorgänger Amt Nachfolger
Leo Lösch von Hilkertshausen Bischof von Freising
1559–1566
Ernst von Bayern