Mormyrinae

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Mormyrinae
Gnathonemus petersii (oben) und Campylomormyrus tamandua

Gnathonemus petersii (oben) und Campylomormyrus tamandua

Systematik
Teilklasse: Echte Knochenfische (Teleostei)
Kohorte: Knochenzünglerähnliche (Osteoglossomorpha)
Ordnung: Knochenzünglerartige (Osteoglossiformes)
Unterordnung: Messerfischähnliche (Notopteroidei)
Familie: Nilhechte (Mormyridae)
Unterfamilie: Mormyrinae
Wissenschaftlicher Name
Mormyrinae
Taverne, 1972

Die Mormyrinae sind eine Unterfamilie afrikanischer Süßwasserfische aus der Familie der Nilhechte (Mormyridae). Im Deutschen werden sie, je nach Körper- und Schnauzenform, Elefantenfische oder Nilhechte genannt.

Verbreitung[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet dieser Fische umfasst ganz Afrika südlich der Sahara sowie den Nil, aber ohne die Capensis. Die artenärmeren Gattungen haben kleinere Verbreitungsgebiete. Hyperopisus, Genyomyrus und Myomyrus kommen nur im Stromgebiet des Kongos vor, Paramormyrops nur in Kamerun, Isichthys in Westafrika mit Ausnahme des Kongos und Hyperopisus lebt im Gebiet zwischen Senegal und Nil. Von den artenreicheren Gattungen ist Stomatorhinus auf das Stromgebiet des Kongos und des Ogooué beschränkt. [1]

Merkmale[Bearbeiten]

Die Angehörigen dieser Unterfamilie werden je nach Art 5,2 Zentimeter bis 1,20 Meter lang. Körper-, Kopf- und Schnauzenform sind sehr variabel. Der Schwanzstiel ist schmal, die Schwanzflosse immer gegabelt.

Im Unterschied zur Unterfamilie Petrocephalinae fehlt ihnen das Basisphenoid (Keilbein) und sie besitzen zwei Orbitosphenoide (Schädelknochen). Der erste Strahl der Rückenflosse ist unsegmentiert (bei den Petrocephalinae die ersten beiden), alle weiteren segmentiert. Auch die Afterflosse besitzt einen unsegmentierten Flossenstrahl und weitere segmentierte. Die Nasenöffnungen sind voneinander deutlich getrennt und befinden sich in einem größeren Abstand vor den Augen. Das Maul ist end- oder unterständig und steht deutlich vor dem Vorderrand der Augen. Die unpaaren Flossen sind in Position, Größe und Form variabel. Rückenflosse und Afterflosse sitzen weit hinten am Körper und stehen sich in vielen Fällen symmetrisch gegenüber.

Wie alle Nilhechte besitzen die Mormyrinae die Fähigkeit zur Elektroorientierung und -kommunikation.

Systematik[Bearbeiten]

Die Mormyrinae sind eine Unterfamilie der Nilhechte (Mormyridae). Zu ihr gehören alle Nilhechtgattungen bis auf Petrocephalus, die basal zu den übrigen Gattungen steht und in die Unterfamilie Petrocephalinae eingeordnet wird.

Gattungen und Arten[Bearbeiten]

Es gibt etwa 190 Arten in 19 Gattungen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Melanie Stiassny, Guy Teugels & Carl D. Hopkins: The Fresh and Brackish Water Fishes of Lower Guinea, West-Central Africa, Band 1. ISBN 9789074752206

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Petru Banaescu: Zoogeography of Fresh Waters. Seite 63, AULA, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89104-480-1