Morobe Province

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Morobe
Flagge von Morobe
Geographie
Staat: Papua-Neuguinea
Gewässer: Pazifischer Ozean
Inseln: Umboi und Tami-Inseln ca. 20 küstennahe Inseln
Geographische Lage: 7° S, 147° O-6.8333333333333146.66666666667Koordinaten: 7° S, 147° O
Basisdaten
Fläche: 34.500 km²
Einwohner: 540.000
Bevölkerungsdichte: 16 Einw./km²
Hauptstadt: Lae
Lagekarte
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Über dieses Bild

Morobe (deutsch veraltet: Adolfhafen[1]) ist eine der 19 Provinzen von Papua-Neuguinea. Es ist etwa 34.500 km² groß und zählt rund 540.000 Einwohner. Hauptstadt ist Lae, mit knapp 80.000 Einwohnern im Jahr 2000 die zweitgrößte Stadt des Landes.

Geographie[Bearbeiten]

Morobe liegt im Nordostteil von Neuguinea. An der Nordküste der Provinz gibt es Tiefland, die Ostküste um den Huon Golf und das Binnenland bestehen aus teils hohem Gebirge. Zu Morobe gehören mehrere Inseln, unter anderem Umboi mit 777 km² und die Tami-Inseln. Größter Strom der Provinz ist der Markham-Fluss.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Morobe ist mit die am meisten industrialisierte und mit dicht besiedeltste Provinz Papua-Neuguineas. Neben metallverarbeitenden Betrieben befindet sich hier die größte Sperrholzfabrik der Welt. Auch im Bereich der Viehzucht von Rindern und Hühnern ist Morobe führend. Ferner spielt der Tourismus eine Rolle.

Die Straßensituation ist besser als in den meisten Provinzen. In der Hauptstadt beginnt der bekannte Highlands Highway, der in die Hochlandprovinzen führt, und auch die Küstenstraßen sind im Allgemeinen gut befahrbar.

Nachbarprovinzen sind im Norden Madang, im Westen Eastern Highlands, im Süden Gulf, Central und Oro.

Geschichte und Goldrausch[Bearbeiten]

Hauptartikel: Geschichte der Morobe-Provinz

Morobe war Teil der deutschen Kolonie Deutsch-Neuguinea. Finschhafen ist eine Gründung der deutschen Verwaltung und war kurzzeitig Hauptstadt der Kolonie. In den 1920er Jahren wurde in Morobe Gold gefunden und es kam zu einem wirtschaftlichen Boom. Morobe und die Guinea Airways hielten damals den Weltrekord an Luftfracht, da es noch keine Straßen gab und der Transport über Bergpfade sehr mühsam für die Goldsucher war. Das letzte Goldbergwerk schloss 1965.

Distrikte und LLGs[Bearbeiten]

Die Provinz Morobe ist in neun Distrikte unterteilt. Jeder Distrikt besteht aus einem oder mehreren „Gebieten auf lokaler Verwaltungsebene“, Local Level Government (LLG) Areas, die in Rural (ländliche) oder Urban (städtische) LLGs unterschieden werden.[2]

Distrikt Verwaltungszentrum Bezeichnung der LLG-Gebiete
Bulolo Distrikt Bulolo Mumeng Rural
Waria Rural
Watut Rural
Wau-Bulolo Urban
Wau Rural
Buang Rural
Finschhafen Distrikt Gagidu Hube Rural
Kotte Rural
Finschhafen Urban
Yabim-Mape Rural
Burum-Kuat Rural
Huon Distrikt Salamaua Morobe Rural
Salamaua Rural
Wampar Rural
Kabwum Distrikt Kabwum Deyamos Rural
Komba (Seko) Rural
Yus Rural
Selepet Rural
Lae Distrikt Lae Ahi Rural
Lae Urban
Markham Distrikt Kaiapit Onga-Waffa Rural
Umi-Atzero Rural
Wantoat-Leron Rural
Menyamya Distrikt Menyamya Kapao Rural
Nanima Kariba
Kome Rural
Wapi Rural
Nawae Distrikt Boana Labuta Rural
Nabak Rural
Wain-Erap Rural
Tewae-Siassi Distrikt Wasu Sialum Rural
Siassi Rural
Wasu Rural

Sprachen[Bearbeiten]

In der Morobe-Provinz werden 41 austronesische Sprachen und 57 nicht-austronesische „Festlandssprachen“ (Papua-Sprachen) gesprochen. Tok Pisin ist die wichtigste Verkehrssprache. 1995 konnten 52,2 Prozent der Bevölkerung mindestens eine Sprache schreiben. Meist war das eine der lokalen Sprachen (46,1 %), Tok Pisin (42,9 %), Englisch (27,2 %) oder Hiri Motu (2,2 %). Über ihren eigenen Sprecherkreis hinaus haben die lutherischen Kirchensprachen Kate und Yabem Bedeutung. Diese geht jedoch zugunsten der Verkehrssprache Tok Pisin zurück.

Siehe auch: Sprachen Papua-Neuguineas

Religion[Bearbeiten]

1995 gehörten 77,6 Prozent der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Papua-Neuguinea (siehe auch lutherischen Kirche), 5,8 Prozent der Katholischen Kirche an. 34 Prozent der eingeschriebenen Schüler besuchten kirchliche Schulen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Deutsches Koloniallexikon. Hrsg. von Heinrich Schnee. - Leipzig: Quelle & Meyer 1920. - 3 Bde
  2. National Statistical Office of Papua New Guinea