Morogoro

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-6.820833333333337.667777777778Koordinaten: 6° 49′ S, 37° 40′ O

Karte: Tansania
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Morogoro
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Tansania
Innenstadt von Morogoro
Blick von Morogoro auf das Uluguru-Gebirge

Morogoro ist eine Stadt in Tansania. Sie liegt ungefähr 200 Kilometer westlich von Daressalam und ist die Bezirkshauptstadt der gleichnamigen Verwaltungsregion Morogoro. Morogoro gehört zu den zehn größten Städten des Landes und hatte im Jahr 2002 nach einer Volkszählung 209.058 Einwohner mit inzwischen stark ansteigender Tendenz.[1]

Im Süden der Stadt erhebt sich das Uluguru-Gebirge.

Die Stadt ist ein überregionales Zentrum für die landwirtschaftliche Verarbeitungsindustrie und verfügt über ein relativ gutes Schul- und Bildungswesen. Zudem befindet sich in der Stadt die 1965 zunächst als College gegründete Sokoine University of Agriculture. Ferner gibt es seit 2004 eine religiöse Universität, die Muslim University of Morogoro. Die Stadt besitzt mehrere kleine Hospitäler. Das Aga-Khan-Hospital Dar-es-Salaam hat hier eine recht moderne größere Außenstelle.

Morogoro liegt an der Tanganjikabahn, die Daressalam mit dem Landesinneren und Städten wie Dodoma, Tabora oder Kigoma verbindet.

Ab 1965 verlegte der African National Congress (ANC) in diese Stadt sein Hauptquartier, das von 1966 an voll funktionsfähig arbeitete. Zunächst war hier auch das Zentralkommando seiner militärischen Organisation MK, dessen beide Hauptkommandos für die West- und Ostfront später in Maputo und Lusaka residierten.[2]

In der Umgebung der Stadt existierte von 1978 bis 1992 das Solomon Mahlangu Freedom College des südafrikanischen African National Congress. Das war eine Exil-Bildungseinrichtung während der Periode der Apartheidspolitik in Südafrika, die mit Unterstützung von Julius Nyerere geschaffen wurde. Sein Lehrpersonal bestand aus einer international zusammengesetzten Gruppe.

Die Telefonnummern im Ort sind vierstellig. Somit gibt es für 118.000 Einwohner weniger als 10.000 Telefonanschlüsse.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Morogoro – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Seite nicht mehr abrufbar, Suche im Webarchiv:[1] [2] Vorlage:Toter Link/bevoelkerungsstatistik.deWorld Gazetteer abgerufen am 6. Juni 2010
  2. ANC structures and personnel, 1960-1994. auf www.anc.org.za (englisch)