Moroni Olsen

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Moroni Olsen (* 27. Juni 1889 in Ogden, Utah; † 22. November 1954 in Los Angeles, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Schauspieler.

Leben[Bearbeiten]

Moroni Olsen wurde als Sohn mormonischer Eltern in Ogden geboren. Sein Name leitet sich von dem Propheten Moroni ab, der, dem Kirchengründer Joseph Smith zufolge, die Schriften des Buches Mormon zusammengefasst haben soll. Schon früh begann er als Schauspieler auf Zeltbühnen zu arbeiten. Bis ins Alter von 30 Jahren war er mit dieser Form der Schauspielerei unterwegs. Die „Moroni Players' waren zu der Zeit ein Begriff, so spielte Moroni Olsen auch einige Jahre an Broadway-Bühnen.

1935 kam er zum Film. Sein Debüt als Porthos in Die drei Musketiere war, wie der ganze Film, eher schwach. Dennoch zeigten Hollywood-Produzenten wegen seiner tiefen und sonoren Stimme, die zudem durch seine Bühnenauftritte geschult war, Interesse an ihm. In der Folgezeit wurde er oft für historische Rollen gebucht. So war er in seiner zweiten Filmrolle als Buffalo Bill in dem Western Annie Oakley an der Seite von Barbara Stanwyck zu sehen. Ein Jahr später folgte ein Auftritt an Katharine Hepburns Seite als John Knox in dem Historiendrama Maria von Schottland. Die Rolle hatte er schon erfolgreich am Broadway gespielt. 1940 spielte er in einem Film mit, für den er durch seinen Glauben prädestiniert war. Als einziger Mormone spielte er in Treck nach Utah, der Geschichte des Zuges der Mormonen nach Utah, mit. Kurz darauf war er als Südstaaten-General Robert E. Lee in Land der Gottlosen zu sehen, 1952 als texanischer General Sam Houston in Mann gegen Mann. Im gleichen Jahr spielte er nochmals den Porthos. In Die Söhne der drei Musketiere ist er als alter Porthos in einer kleinen Nebenrolle zu sehen. Dies war sein dritter Filmauftritt in einem Musketierfilm. 1939 spielte er eine kleine Rolle als Bailiff in der Komödienversion von Allan Dwan. Moroni Olsen war mehrmals als Sprecher in Filmen zu hören. So war er die Stimme des Zauberspiegels in der Originalfassung von Schneewittchen und die sieben Zwerge. Ebenfalls sprach er eine der beiden sich unterhaltenden Galaxien in Ist das Leben nicht schön?.

Olsens Rollenspektrum war auf Schurken, verbissene Beamte, humorlose Ärzte und wichtige Männer festgelegt. In seinem letzten Film spielte er wieder eine historische Person: den Papst Leo I. in Attila, der Hunnenkönig von Douglas Sirk. Moroni Olsen, der neben seiner Arbeit als Schauspieler auch die alljährlichen Pilgerväter-Aufführungen von Hollywood als Regisseur überwachte, verstarb am 22. November 1954 an den Folgen eines Herzinfarkts.

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]