Morschen
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Kassel | |
| Landkreis: | Schwalm-Eder-Kreis | |
| Höhe: | 201 m ü. NN | |
| Fläche: | 47,94 km² | |
| Einwohner: |
3.641 (31. Dez. 2010)[1] |
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| Bevölkerungsdichte: | 76 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 34326 | |
| Vorwahl: | 05664 | |
| Kfz-Kennzeichen: | HR | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 34 015 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Paul-Frankfurth-Str. 11 34326 Morschen |
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| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Herbert Wohlgemuth (parteilos) | |
| Lage der Gemeinde Morschen im Schwalm-Eder-Kreis | ||
Morschen ist eine Gemeinde im Schwalm-Eder-Kreis in Hessen.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Morschen liegt im Fuldatal südlich von Kassel und nördlich von Rotenburg an der Fulda und Bebra.
[Bearbeiten] Nachbargemeinden
Morschen grenzt im Norden an die Städte Melsungen und Spangenberg (beide im Schwalm-Eder-Kreis), im Südosten an die Gemeinde Alheim (Landkreis Hersfeld-Rotenburg), im Südwesten an die Gemeinde Knüllwald, sowie im Westen an die Gemeinde Malsfeld (beide im Schwalm-Eder-Kreis).
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde besteht aus den Ortsteilen Altmorschen (Sitz der Gemeindeverwaltung), Binsförth, Eubach, Heina, Neumorschen, Konnefeld und Wichte.
[Bearbeiten] Geschichte
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Der Beginn der Geschichte Morschens ist ungewiss. Es wird mit Bestimmthelt angenommen, dass Morschen um 500 n. Chr. bereits bestand – die Erstnennungen vor 800 bis 1000 als Mursna, Mornaha, Mursine, Morsne und Mursenaha weisen durch die Endung „aha“ darauf hin: Sie bedeuten den Hinweis auf „Wasser“, und Orte mit diesen und ähnlichen Endungen werden zur ältesten Siedlungsgruppe gerechnet. Die wichtige mittelalterliche Handelsstraße durch die langen Hessen, von Frankfurt nach Eisenach, überquerte bei Morschen die Fulda.
Bekanntheit erlangte Morschen 1997 durch den sogenannten Elternmord von Morschen, bei dem das Inhaberehepaar der HEIMAG AG einem Mordkomplott ihrer Adoptivtöchter zum Opfer fiel.[2]
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Bürgermeister
Bürgermeister ist Herbert Wohlgemuth (parteilos), der 2010 mit 58,9% der Stimmen wiedergewählt wurde.[3]
[Bearbeiten] Gemeindevertretung
| Parteien und Wählergemeinschaften | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
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|---|---|---|---|---|---|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 60,1 | 14 | 62,1 | 14 |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 20,9 | 5 | 21,0 | 5 |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 19,0 | 4 | 16,9 | 4 |
| Gesamt | 100,0 | 23 | 100,0 | 23 | |
| Wahlbeteiligung in % | 57,2 | 56,0 | |||
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Bauwerke
Kloster Haydau, ein ehemaliges Zisterzienser Nonnenkloster, Mitte des 13. bis Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut und Mitte des 16. und im 17. Jahrhundert umgebaut zum landgräflichen Schloss. Von 1985 bis 2001 wurde das Kloster in einem Modellprojekt gesichert und saniert.
Unter dem Motto Leben • Begegnungen • Perspektiven wird Kloster Haydau heute für Tagungen, Kongresse, Kunst, Kultur, Hochzeiten und Familienfeiern genutzt. Jährlich besuchen viele Gäste Konzerte, Ausstellungen, Seminare, Theater, Lesungen, Symposien, ebenso wie viele Familien und junge Paare ihre persönlichen Feiern in den Räumen des Klosters begehen.
[Bearbeiten] Jüdischer Friedhof
Im Ortsteil Binsförth befindet sich der älteste jüdische Friedhof in Nordhessen. 256 Grabsteine aus der Zeit von 1694 bis 1937 sind auf dem 5540 m² großen Friedhof vorhanden. [4]
[Bearbeiten] Wirtschaft und Infrastruktur
[Bearbeiten] Verkehr
Morschen liegt an der Bundesstraße 83 (Kassel–Bebra). Zur Autobahn A 7 (Kassel–Würzburg), Anschlussstelle Malsfeld (83) sind es ca. 11 km. Die Gemeinde gehört dem Nordhessischen Verkehrsverbund an. Mit der Regionalbahn erreicht man das Oberzentrum Kassel tagsüber im Stundentakt in rund 40 Minuten.
Die Fuldatalbrücke der ICE-Schnellfahrstrecke Hannover-Würzburg überspannt zwischen Binsförth und Alt-/Neumorschen in einer Höhe von maximal 75 m über Grund das Fuldatal.
Durch die Gemeinde führt der hessische Radfernweg R1 (Fulda-Radweg: Wasserkuppe in der Rhön bis Hann. Münden).
[Bearbeiten] Gewerbe
Größter Arbeitgeber in der Gemeinde ist ein Tief- und Straßenbauunternehmen. Eine bunte Palette von Handwerksbetrieben und Fachgeschäften bereichert das Arbeitsangebot vor Ort.
Ein Drei-Sterne-Hotel und verschiedene Gaststätten und Pensionen bieten Übernachtungsmöglichkeiten an.
[Bearbeiten] Infrastruktur
Die Grundversorgung mit Dingen des täglichen Bedarfs (Lebensmittel, Getränke, Back- und Drogeriewaren) ist ebenso gewährleistet wie die ärztliche Versorgung mit den in der Gemeinde ansässigen Praxen für Allgemein- und Zahnmedizin und der Apotheke.
Im größten Ortsteil Altmorschen sind Gemeindeverwaltung, Mittelpunktsgrundschule (mit Turnhalle), ein Kindergarten (ein weiterer Kindergarten befindet sich im Ortsteil Neumorschen), Postagentur, Bank und Sparkasse.
Ein Heimatmuseum (im Aufbau) im Ortsteil Wichte und ein Feuerwehrmuseum (in Altmorschen) mit seltenen Exponaten stehen Interessierten offen. Auf der Fulda fahren (nach Absprache) Flöße von Morschen bis Melsungen.
Sportanlagen in Alt- und Neumorschen, Binsförth und Konnefeld ergänzen das Freizeitangebot in der waldreichen Gemeinde.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- August Heinzerling (1899 - 1989), Erfinder des RÜHRFIX
[Bearbeiten] Ehrenbürger
- 1981: Waltari Bergmann, Rektor
- 1998: Gottfried Kiesow, deutscher Denkmalschützer
- 2001: Ludwig Georg Braun
[Bearbeiten] Literatur
- Waltari Bergmann: Tausendjähriges Morschen, Hrg. Gemeinde Morschen, 1985
- Otto Wohlgemuth: Morschen im 20. Jahrhundert, ISBN 3-8311-0642-8, erh. bei Gemeindeverwaltung Morschen oder Förderverein Kloster Haydau e.V.
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Bevölkerung der hessischen Gemeinden am 31. Dezember 2010 (Hilfe dazu)
- ↑ http://archiv.rhein-zeitung.de/on/98/11/12/topnews/adoptiv.html
- ↑ Ergebnis der Bürgermeisterwahl 2010
- ↑ Binsförth (Gemeinde Morschen, Schwalm-Eder-Kreis) Jüdischer Friedhof bei alemannia-judaica.de
[Bearbeiten] Weblinks
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