Mort Sahl

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Mort Sahl (* 11. Mai 1927 in Montreal) ist ein ursprünglich aus Kanada stammender US-amerikanischer Stand-up-Comedian und politischer Satiriker.

Mort Sahl (links) mit Ed Sullivan 1960

Sahl zog mit seinen Eltern früh nach Kalifornien und besuchte die Belmont High School in Los Angeles. Er studierte an der University of Southern California Stadt- und Verkehrsplanung mit dem Abschluss 1950 und war dann in der US-Airforce in Alaska stationiert. Nach der Rückkehr begann er als Stand-up Comedian in einem Nachtclub in San Francisco aufzutreten. Er war bis in die 1960er-Jahre sehr erfolgreich (1960 erschien er sogar auf dem Cover von Time Magazine) und mit Persönlichkeiten wie Ronald Reagan (noch in den 1980er Jahren wurde er von den Reagans ins Weiße Haus eingeladen), John F. Kennedy und Hugh Hefner befreundet. Die Freundschaft bedeutete aber nicht, das er Kennedy oder später Reagan nicht zum Gegenstand seiner Satire machte, die meist an aktuelle Tagesereignisse anknüpfte und politische Themen aufgriff. Eines seiner Markenzeichen war, dass er mit einer Zeitung auf der Bühne erschien, ein anderes, dass er keinen Anzug trug sondern einen Pulli.

Seine Karriere nahm einen Abschwung, als er nach der Ermordung von John F. Kennedy 1963 zunehmend von Verschwörungstheorien eingenommen war (zeitweise arbeitete er im Team von Jim Garrison), die er auch in seine Comedy Auftritte einfließen ließ. Er brachte sich danach mit College Touren durch und erlebte Ende der 1960er und Anfang der 1970er-Jahre ein Comeback, ohne allerdings seine alte Popularität wiederzuerlangen. 1988 hatte er eine Ein-Mann-Broadway-Show. Sahl trat bis in die 2000er-Jahre auf.

Seine erste LP At Sunset kam 1959 ohne sein Einverständnis heraus (entstanden 1955 mit Dave Brubeck). 1976 erschien seine Autobiographie Heartland.

Er war von 1967 bis zu ihrer Scheidung 1991 mit dem ehemaligen Playboy Playmate China Lee verheiratet.

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