Morton Rhue

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Rhue bei einer Lesung im Gymnasium Langenau am 9. März 2006

Morton Rhue (* 5. Mai 1950 in New York City; eigentlich Todd Strasser) ist ein US-amerikanischer Schriftsteller. Sein Künstlername ist nach eigenen Angaben ein Wortspiel aus den französischen Wörtern Mort (Tod = Todd) und Rue (Straße = Strasser).

Biografie[Bearbeiten]

Seine Kindheit verbrachte er auf Long Island. Nach seiner Schulzeit studierte Morton Rhue zuerst an einem College in New York, welches er jedoch bald wieder verließ. Wenig später lebte er in Europa, wo er seinen Lebensunterhalt als Straßenmusiker verdiente. Als er wieder in die USA zurückkehrte, fing er an Literatur am Beloit College im US-Bundesstaat Wisconsin zu studieren, wo er 1974 seinen Abschluss machte. Danach arbeitete er einige Jahre lang sowohl als Zeitungsreporter für den Middleton Times Herald-Record, als auch für die Firma Compton Advertising als Werbetexter.

Damals schrieb er schon Kurzgeschichten, die in The New York Times, The New Yorker oder im Esquire veröffentlicht wurden. 1978 wurde sein erster Roman mit dem Titel Angel Dust Blues veröffentlicht. Mit diesem verdiente er so viel Geld, dass er sich eine Glückskeksfabrik kaufen konnte und von deren Gewinn 12 Jahre leben konnte.

In den USA hat er sich durch weitere zahlreiche Publikationen sowie durch mehrere Romane für Jugendliche einen Namen gemacht. Im deutschen Sprachraum wurde er vor allem durch das Buch Die Welle bekannt, das zum Lektürekanon in vielen Schulen gehört.

Rhue greift in seinen Büchern kontroverse Themen wie den Nationalsozialismus, Gewalt an Schulen oder Obdachlosigkeit auf und bearbeitet sie für Jugendliche.

Morton Rhue lebt mit seiner Frau und seinen beiden Kindern in New York.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

  • 1995: New York State Library Association Award for Outstanding Children's Literatur
  • 1996: Children's Choice-Auszeichnung der internationalen Reading Association

Werke[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Morton Rhue – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vom Leben in der Zeltstadt in FAZ vom 22.April 2014, Seite 12