Morzine

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Morzine
Wappen von Morzine
Morzine (Frankreich)
Morzine
Region Rhône-Alpes
Département Haute-Savoie
Arrondissement Thonon-les-Bains
Kanton Le Biot
Koordinaten 46° 11′ N, 6° 43′ O46.186.7091666666667974Koordinaten: 46° 11′ N, 6° 43′ O
Höhe 890–2.460 m
Fläche 44,10 km²
Einwohner 2.895 (1. Jan. 2011)
Bevölkerungsdichte 66 Einw./km²
Postleitzahl 74110
INSEE-Code
Website http://www.morzine-avoriaz.com/

Morzine ist eine Gemeinde mit 2895 Einwohnern (Stand 1. Januar 2011) im Département Haute-Savoie in Frankreich.

Geographie[Bearbeiten]

Morzine

Die Gemeinde liegt an der Schweizer Grenze zum Kanton Wallis, 32 km nördlich der Mont Blanc-Gemeinde Chamonix. Der nächstgelegene Flughafen liegt im 90 Autominuten entfernten Genf. Im Stadtzentrum fließen die Flüsse Dranse de la Manche und Dranse de sous Saix zusammen und bilden die Dranse de Morzine.

Tourismus[Bearbeiten]

Durch die Alpen ist der Ort zusammen mit Avoriaz zum Touristenzentrum insbesondere für Wanderer, Mountainbiker, Golfer, Skifahrer und Höhlenforscher geworden. Hieraus geht hervor, dass die Natur und Umwelt für Touristen, sowie für die Gemeinde selbst, im Mittelpunkt stehen. Aus diesem Grund ist Morzine-Avoriaz Mitglied des alpenweiten Vereins Alpine Pearls, der sanft-mobilen und nachhaltigen Tourismus unterstützt.

Die Gemeinde selbst war häufig Durchgangsort und Zielort der Tour de France. In der Regel wird dann auch auf einem der umliegenden Bergpässe oder Höhenorten eine Bergwertung vorgenommen.

Die Hysterikerinnen von Morzine[Bearbeiten]

Bekannt geworden ist dieser Ort in früherer Zeit für die Geschichte der Psychologie allerdings durch eine bestimmte Form von Hysterie. In diesem im 19. Jahrhundert noch abgeschiedenen Alpendorf „gab es zahlreiche unverheiratete Frauen, so dass sich eine spezifische weibliche Sozialität entfaltete. Die Kirche, die hier starken Einfluss ausübte, untersagte alles, was nach Fest oder Spiel aussah. Die Einschränkung, verbunden mit der Beunruhigung durch das als bedrohlich empfundene moderne Leben, führte bei den Frauen dieses Dorfes sechzehn Jahre lang, von 1857 bis 1873, zu hysterischen Manifestationen, deren Symptomatik uns Einblicke in weibliches Unglücksbefinden im 19. Jahrhundert erlaubt.“

Literatur[Bearbeiten]

  • Philippe Ariès und Georges Duby (Hrsg.): Geschichte des privaten Lebens [1985]. Augsburg 1999, 4. Band: Von der Revolution zum Großen Krieg [1987]. Hrsg. von Michelle Perrot, S. 501

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Morzine – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien