Mosel

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Fluss Mosel; zu weiteren Bedeutungen dieses Begriffes siehe Mosel (Begriffsklärung).
Mosel
Verlaufskarte der Mosel

Verlaufskarte der Mosel

Daten
Gewässerkennzahl FRA---0060, DE: 26
Lage Frankreich, Luxemburg, Deutschland
Flusssystem Rhein
Abfluss über Rhein → Nordsee
Quelle Am Col de Bussang, Vogesen
47° 53′ 22″ N, 6° 53′ 34″ O47.8894444444446.8927777777778715
Quellhöhe 715 mVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Mündung In Koblenz in den Rhein50.3655555555567.606277777777859Koordinaten: 50° 21′ 56″ N, 7° 36′ 23″ O
50° 21′ 56″ N, 7° 36′ 23″ O50.3655555555567.606277777777859
Mündungshöhe 59 m ü. NHNVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen [1]
Höhenunterschied 656 m
Länge 544 kmVorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Einzugsgebiet 28.286 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss, berechnet für die Mündung[2] MQ
328 m³/s
Linke Nebenflüsse Madon, Esch, Rupt de Mad, Orne, Sauer, Kyll, Salm, Lieser, Alf, Elz.
Rechte Nebenflüsse Moselotte, Vologne, Meurthe, Seille, Saar, Ruwer, Dhron, Kautenbach.
Großstädte Metz, Trier, Koblenz
Schiffbar 394 km von Koblenz bis Neuves-MaisonsVorlage:Infobox Fluss/BILD_fehlt
Einzugsgebiet der Mosel
Moselquelle
Mosel in Metz
Römerbrücke in Trier
Blick auf den Ürziger Würzgarten
Koppelverband zwischen Reil und Burg
Moselschleife bei Bremm
Die Mosel (im Bild oben) mündet am Deutschen Eck in Koblenz in den Rhein

Die Mosel (französisch Moselle, luxemburgisch Musel[3]) ist der größte deutsche Nebenfluss des Rheins. Sie fließt durch Frankreich, Luxemburg und die deutschen Länder Saarland und Rheinland-Pfalz. Als typisch für die Mosel gilt besonders die Tallandschaft entlang ihres stark gewundenen Unterlaufs, die von Weinbau an teils steilen Hängen geprägt ist. Der Fluss wurde von den Moselanliegerstaaten ab 1958 bis Neuves-Maisons kanalisiert und damit zur Großschifffahrtsstraße ausgebaut. Sie ist nach dem Rhein die zweitwichtigste Schifffahrtsstraße Deutschlands und zählt zu den am meisten befahrenen Wasserstraßen in Europa. Die Bewohner an der Mosel nennt man Moselaner.[4]

Geografie[Bearbeiten]

Die Mosel entspringt47.889476.89252 nahe dem Col de Bussang in den südlichen Vogesen auf 715 Meter Höhe und mündet nach 544 Kilometern am Deutschen Eck (59 m ü. NHN) in Koblenz von Westen in den Rhein. Der mittlere Abfluss an der Mündung beträgt 328 m³/s,[2] womit die Mosel nach Aare (560 m³/s) und vor Main und Neckar der zweitgrößte Nebenfluss des Rheins ist.[5]

Flussabschnitte[Bearbeiten]

Der Moselabschnitt vom deutsch-französisch-luxemburgischen Dreiländereck bis zur Einmündung der Saar bei Konz kurz vor Trier wird in Deutschland (geographisch unkorrekt) als Obermosel bezeichnet. Der Bereich von Trier bis Pünderich wird Mittelmosel, der Abschnitt zwischen Pünderich und der Mündung in Koblenz Untermosel oder auch Terrassenmosel genannt. Charakteristisch für Mittel- und Untermosel sind die tief in die Hochflächen des Rheinischen Schiefergebirges eingeschnittenen Talmäander, deren markantester der Cochemer Krampen zwischen Bremm und Cochem ist, sowie die Weinbergterrassen.

Ab dem Dreiländereck markiert die Mosel die gesamte saarländisch-luxemburgische Grenze.

Angrenzende Mittelgebirge[Bearbeiten]

Von Trier an abwärts trennt die Mosel die beiden Mittelgebirge Eifel (nordwestlich) und Hunsrück (südöstlich).

Wichtige Orte[Bearbeiten]

Einzugsgebiet[Bearbeiten]

Das Einzugsgebiet der Mosel beträgt 28.286 km². Der französische Teil macht mit 15.360 km² etwa 54 Prozent des Gesamtgebietes aus. Auf Rheinland-Pfalz entfallen 6.980 km², auf das Saarland 2.569 km², auf Luxemburg 2.521 km², auf Wallonien (Belgien) 767 km² und auf Nordrhein-Westfalen 88 km².

Nebenflüsse[Bearbeiten]

Die drei größten Nebenflüsse der Mosel sind nacheinander Meurthe, Saar und Sauer. Die Meurthe war der alte Oberlauf der Mosel, bis diese den einstigen Oberlauf der Maas angezapft und übernommen hatte, der am Zusammenfluss aber nur wenig mehr Wasser führt als die Meurthe. Die Saar ist von allen Zuflüssen sowohl der wasserreichste (78,2 m³/s) als auch der längste (246 km). Die Sauer ist größter linker Nebenfluss und entwässert das Gebiet beiderseits der deutsch-luxemburgischen Grenze. Der am Mündungspunkt relativ zur Mosel größte Nebenfluss ist die Moselotte, die etwa 40 % wasserreicher ist und damit den Hauptstrang des Mosel-Systems darstellt. An ihrer eigenen Mündung führt die Mosel nach 544 km Lauf 328 m³/s dem Rhein zu.

Elzbach Salm (Mosel) Lieser (Mosel) Orne (Mosel) Madon Seille (Mosel) Kyll Meurthe Sauer (Mosel) Saar

Alf (Fluss) Vologne Kyll Seille (Mosel) Madon Orne (Mosel) Moselotte Meurthe Sauer (Mosel) Saar

Vologne Rupt de Mad Lieser (Mosel) Kyll Madon Orne (Mosel) Seille (Mosel) Meurthe Sauer (Mosel) Saar


Eine umfassendere Aufstellung, die auch kleine Zuflüsse enthält, findet sich in der Liste von Zuflüssen der Mosel.

Name[Bearbeiten]

Der Name Mosel leitet sich von der keltischen Namensform Moseal über das lateinische Mosella ab, eine Verkleinerungsform von Mosa, der lateinischen Bezeichnung der anfangs parallel fließenden Maas.

Erstmals wurde die Mosel von Tacitus in den ann. 13,53 und den hist. 4,71,77 erwähnt.

Der römische Dichter Decimius Magnus Ausonius setzte ihr bereits im 4. Jahrhundert ein literarisches Denkmal. In seinem 371 entstandenen Gedicht Mosella, in 483 Hexametern verfasst, beschreibt der spätantike Dichter und Lehrer am Trierer Kaiserhof eine Reise von Bingen über den Hunsrück an die Mosel und deren Verlauf folgend, nach Trier (Ausoniusstraße). Ausonius schildert blühende und reiche Landschaften am Fluss und im Tal der Mosel, die sich nicht zuletzt der Politik der spätantiken Herrscher verdanken.

Geologie[Bearbeiten]

Vor etwa 50 Millionen Jahren entstanden die Vogesen, das heutige Quellgebiet der Mosel. Im Miozän und im Pliozän war die Urmosel bereits ein Nebenfluss des Ur-Rheins. Als im Quartär das Rheinische Schiefergebirge langsam aufstieg, entstanden die Mäander der Mosel zwischen dem Trierer Tal und dem Neuwieder Becken.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Schifffahrt[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg drängte Frankreich darauf, die Mosel mit größeren Schiffen befahren zu können, um die lothringischen Industriegebiete anbinden zu können. Als sich dann 1955 die Bevölkerung an der Saar für die Bundesrepublik Deutschland entschieden hatte, forderte Frankreich als Entschädigung den Ausbau der Mosel. Es vereinbarte im Moselvertrag vom 27. Oktober 1956 mit der Bundesrepublik Deutschland und Luxemburg die Moselkanalisierung und gestand Deutschland im Gegenzug die sogenannte Schlingenlösung am Oberrhein zu (anstatt eines Weiterbaus des Rheinseitenkanals über Breisach hinaus). 1958 begannen die Bauarbeiten und schon am 26. Mai 1964 konnte die Mosel von Metz bis Koblenz als staugeregelte Großschifffahrtsstraße mit 14 Staustufen offiziell freigegeben werden. Frankreich erweiterte bis 1979 den Ausbau nach Neuves-Maisons. Damit sind bis heute 394 km der Mosel mit insgesamt 28 Staustufen ausgebaut worden. In den Jahren 1992 bis 1999 wurde die Fahrrinne von 2,70 m auf 3,00 m vertieft, was einem 1500-Tonnen-Frachter eine etwa 20 % Erhöhung der Ladung bringt. Die Fahrrinne hat eine Breite von 40 m, in Kurven verbreitert. Für die Schifffahrt ist die 1962 gegründete Internationale Moselkommission (IMK) mit Sitz in Trier zuständig. Die von ihr erarbeitete Moselschifffahrtspolizeiverordnung gilt in allen drei Anliegerstaaten, also von Metz bis Koblenz.

Die Mosel (Mo) war seit 1921 Reichswasserstraße[6], heute wird sie als Bundeswasserstraße[7] von Apach am Dreiländereck bis zu ihrer Mündung in den Rhein bei Rhein-km 592,29[8] in Koblenz auf 242 Kilometer[8] Länge von den Wasser- und Schifffahrtsämtern Trier und Koblenz verwaltet. Sie ist als europäische Wasserstraße Vb eingestuft. Ihre Kilometrierung beginnt an der Mündung mit km 0 und läuft gegen die Fließrichtung aufwärts. Von Apach bildet sie auf 36 Kilometer[8] seit 1816 ein Kondominium, ein gemeinschaftliches deutsch-luxemburgisches Hoheitsgebiet, für das die Aufgabenverteilung seit 1976 in einem Abkommen geregelt ist. Die 1957 zunächst zur Finanzierung des Ausbaus gegründete Internationale Moselgesellschaft verwaltet die Schifffahrtsabgaben und die daraus zu deckenden Kosten für Betrieb und Unterhaltung.

Bereits 1970 wurden mehr als 10 Millionen Tonnen Güter auf der Mosel transportiert, ein großer Teil mit Schubverbänden; zu Berg hauptsächlich Brennstoffe und Erze, zu Tal Stahlerzeugnisse, Kies und Steine. Ein Hafen befindet sich in Trier, ein Umschlagplatz in Zell (Mosel). Neben der Güterschifffahrt verkehren Ausflugsschiffe zwischen den touristisch teilweise sehr intensiv erschlossenen Weindörfern und kleinen Städtchen der Mittel- und Untermosel. Yacht- oder Sporthäfen gibt es in folgenden Orten: Koblenz, Winningen, Brodenbach, Burgen, Löf, Hatzenport, Senheim, Treis, Traben-Trarbach, Kues, Neumagen, Pölich, Schweich, Trier und Konz. Die Mosel ist bei Toul über den Canal de la Marne au Rhin unter anderem mit der Maas, der Saône und der Rhône verbunden. Über weitere Kanäle ist die Nordsee und auch das Mittelmeer zu erreichen.

Staustufen[Bearbeiten]

Staustufe Lehmen

Insgesamt 28 Staustufen befinden sich entlang der Mosel.

Außer in Detzem sind alle Bauwerke einer Staustufe nebeneinander angeordnet, wobei sich die Schiffsschleuse an einem Ufer, das Wehr in Flussmitte und das Wasserkraftwerk am anderen Ufer befindet. Zwischen Schiffsschleuse und Wehr liegen Bootsschleppe/Bootsgasse und Bootsschleuse, zwischen Wehr und Kraftwerk liegt die Fischtreppe. Die Bauwerke sind durch niedrige Aufbauten in die Landschaft eingepasst; dies wurde durch die Wahl von Sektorwehrverschlüssen sowie von Hubsenktoren in den Oberhäuptern und Stemmtoren in den Unterhäuptern der Schiffsschleusen erreicht. Die Stauziele und Wasserkraftwerke werden von der Zentralwarte der RWE Power AG bei Fankel gesteuert.

Siehe auch: Liste der Moselstaustufen

Tourismus[Bearbeiten]

Mosellandschaft, Gemälde von Carl Friedrich Lessing

Im Moseltal verlaufen die Moselweinstraße und der Mosel-Radweg, der von Metz in Frankreich über Trier bis nach Koblenz am Rhein auf 311 Kilometer befahrbar ist. Zwischen Koblenz und Trier sind große Teile abseits von Autolärm und Abgasen auf der Trasse der ehemaligen Moseltalbahn geführt. Jedes Jahr am Sonntag nach Pfingsten ist dies auf den 140 Kilometern zwischen Schweich und Cochem auch autofrei im Rahmen des Happy Mosel-Tages möglich.

Eine Reihe bemerkenswerter Burgen und Ruinen zieren die Höhen über dem Moseltal, auch eine Besichtigungstour per Schiff lohnt sich.

An der Mosel befindet sich seit 1910 der Moselhöhen-Wanderweg. Eine besondere Wanderung führt von Ediger-Eller aus über den Klettersteig Calmont nach Bremm durch den steilsten Weinberg Europas.

Die ADAC Rallye Deutschland findet seit dem Jahre 2000 auch in den Weinbergen an der Mosel statt (Veldenz, Dhron, Minheim, Kesten, Trittenheim, Fell, Ruwertal, Trier).

An der Staustufe Koblenz bietet das Mosellum Ausstellungen über die Fischwanderungen in der Mosel sowie über Gewässerökologie, Schifffahrt und Stromerzeugung. Mit Bau des Besucher- und Informationszentrum wurde der modernste Fischpass entlang der Mosel in Betrieb genommen.

Weinbau[Bearbeiten]

An der Mosel liegt ein Weinbaugebiet mit einer Anbaufläche von etwa 10540 Hektar. Den größten Anteil mit aktuell knapp 9000 ha haben auf dem Gebiet Deutschlands die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Saarland, der luxemburgische Teil hat eine Anbaufläche von etwa 1300 Hektar (siehe Weinbau in Luxemburg). Moselaufwärts erstreckt sich in Frankreich der Anbau bis zur Seille im Gebiet Cotes de Moselle mit einer Anbaufläche von 130 Hektar und bis zum Gebiet um Toul (Cotes de Toul) mit einer Anbaufläche von 110 Hektar.

Die deutsche Moselweinregion führt, mit allen ihren Zuflüssen, die Anbau- bzw. Herkunftsbezeichnung "Mosel". Aus Vermarktungsgründen teilen die Landwirtschaftskammern die Region in sechs Bereiche auf.[9] Die Weinliteratur und Fachpresse benutzt dagegen eine Vierteilung, für die geomorphologische, kleinklimatische und auch historische Gründe sprechen:
1. Die Talhänge der Obermosel (auch "Burgundermosel" genannt) gehört mit überwiegend Muschelkalkböden geologisch zum sogenannten Pariser Becken, was die nur rund 10 % Anteil Riesling (in 2010) und den steigenden Anbau von weißen und roten Burgunderreben erklärt.
2. Um die Stadt Trier und in den Tälern der Saar und Ruwer mit ihren Seitentälern ist der Riesling mit über 80 % die vorherrschende Traube auf Schiefergesteinsböden. Eine klimatische Besonderheit dieses Bereichs ist die häufige Ausrichtung der oft kleinteilig parzellierten Lagen in südwest-südöstlicher Ausrichtung, in denen die Gewächse stärker kühleren Winden ausgesetzt sind und, besonders vor der neueren Klimaerwärmung, oft niedrigere Reifegrade erreichen, als in dem engen, oft tief eingeschnittenen Tal von Mittel- und Terrassenmosel.[10]
3. Mit rund 6000 ha Weinbergen ist der Mittelmoselteil das flächenmäßig größte Anbaugebiet der Mosel. Nach Urteilen der Fachwelt und des Handels wachsen hier, in flurbereinigten Großlagen und in gerühmten Steillagen, sowohl in Quantität, wie auch in Qualität, die "großen" Weine der Mosel.[11]
4. Im Untermoseltal zeigt sich der Weinbau von seiner malerischsten Seite: Mittelalterliche Burgen in großer Zahl über fachwerkgeschmückten, kleinen Dörfern, umgeben von kleinterrassierten Steillagen in dem engen, windungsreichen Tal. Hier ist der Arbeitsaufwand besonders hoch und die Erträge schwierig zu erwirtschaften. Daher häufig ist hier der Anblick verfallener Weinberge.

Der Weinanbau an der deutschen Mosel ist seit Jahrzehnten rückläufig. 2005 verzeichneten Statistiken 10375 Hektar, 2012 noch 8491.[12] Brachgefallen sind dabei zumeist Flächen in extremen Steillagen. Besonders rückläufig ist die Zahl der sogenannten Nebenerwerbswinzer, bzw. der Klein- und bäuerlichen Familienbetriebe, die noch bis Ende der 1960er Jahre die Mehrzahl der Weinbaubetrieb stellte. Vergleichszahlen der Landwirtschaftskammer Rheinland-Pfalz für einige Weinorte an der Terrassenmosel z.B. nennen Anfang der 1960er Jahre noch 797, Anfang der 2000er Jahre nur noch knapp 100 Betriebe.

Eine gegenläufige Tendenz zeigt sich im Kreis der etablierten Traditionsweingüter und jüngeren Winzer mit einer fundierten Ausbildung in Önologie und Betriebswirtschaft, die mit Rekultivierung renommierter, lange vergessener Lagen, ihre Betriebe vergrößern. Der Ende des 20. Jahrhunderts "wiederentdeckte" Nutzen des besonderen Terroir[13] für eine Qualitäts- und Wertsteigerung, hat zu einem differenzierteren Urteil über "den" Moselwein geführt, der bis vor wenigen Jahren noch in der Öffentlichkeit für Überproduktion, Etikettenschwindel und Billigangebot stand.

Dachmarke Mosel[Bearbeiten]

Am 10. November 2006 wurde in Burg (Mosel) die Regionalinitiative Mosel gegründet. Die Einführung der Dachmarke Mosel ist nach dem Vorbild der Dachmarke Eifel geplant, die Güter und Dienstleistungen aus den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Tourismus, Handwerk und Natur umfasst.

Moselschiefer[Bearbeiten]

Moselschiefer ist eine Herkunfts- und Handelsbezeichnung für Schiefer aus den Gemarkungen Mayen, Polch, Müllenbach, Trier und Umgebung. Heute führen nur noch die Produkte aus den Dachschieferbergwerken Katzenberg und Margareta in Mayen die Bezeichnung Moselschiefer. Der Name stammt vom historischen Transportweg dieses Schiefers über die Mosel an den Niederrhein. Siehe auch: Moselschiefer-Straße

Brücken über die Mosel[Bearbeiten]

Die letzten Moselbrücken in Koblenz
Historische Karte der Mosel

Eine (unvollständige) Liste findet sich unter Liste der Moselbrücken. Zu folgenden Brücken existieren eigene Artikel:

Wasserstände[Bearbeiten]

Hochwassermarken in der Altstadt von Cochem

Höchster Schifffahrtswasserstand (HSW) bei 695 cm und Normalstau (NSt) bei 200 cm am Pegel Trier.

Hochwasser:

  • 11,28 m, Pegel Trier am 21. Dezember 1993
  • 10,56 m, Pegel Trier am 28. Mai 1983
  • 10,33 m, Pegel Trier am 23. Januar 1995
  • 10,26 m, Pegel Trier am 12. April 1983
  • 09,92 m, Pegel Trier am 27. Februar 1997

Niedrigwasser:

  • 00,47 m in Bernkastel am 28. Juli 1921

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Decimius Magnus Ausonius: Mosella [Beschreibung einer Schiffsreise auf der Mosel um 371 n. Chr.]
  • Jakob Hölscher (Hrsg.): Das Moselthal von Trier bis Coblenz. In malerischen Ansichten, nach der Natur gezeichnet von C. Bodmer, in acqua tinta geätzt von R. Bodmer. 30 Blätter. Koblenz 1831–1833
  • Johann August Klein: Moselthal zwischen Koblenz und Konz, gedruckt bei Heriot, Coblenz 1831
  • Johann August Klein: Das Moselthal zwischen Koblenz und Zell mit Städten, Ortschaften, Ritterburgen, historisch, topographisch, malerisch. Heriot, Koblenz 1831
  • Wilhelm Haag: Ausonius und seine Mosella. Gaertner, Berlin 1900
  • Michael Gerhard: Die Mosel, dargestellt in ihrem Lauf, ihrer Entstehung und ihrer Bedeutung für den Menschen. Prüm, 1910. Online-Ausgabe dilibri Rheinland-Pfalz
  • Carl Hauptmann: Die Mosel von Cochem bis Bernkastel. Bonn 1910. Online-Ausgabe dilibri Rheinland-Pfalz
  • Carl Hauptmann: Die Mosel von Coblenz bis Cochem in Wanderbildern. Bonn 1911. Online-Ausgabe dilibri Rheinland-Pfalz
  • Ludwig Mathar: Die Mosel (Die Rheinlande, Bilder von Land, Volk und Kunst, Zweiter Band: Die Mosel) Köln o. J. (um 1925), 607 S. (mit 117 Abbildungen und einer Karte des Moseltals von Trier bis Coblenz)
  • Rudolf G. Binding: Moselfahrt aus Liebeskummer – Novelle einer Landschaft, Frankfurt am Main 1933 (51.–75. Tausend)
  • Josef Adolf Schmoll gen. Eisenwerth: Die Mosel von der Quelle bis zum Rhein (Deutsche Lande – Deutsche Kunst). 2. Auflage, München/Berlin 1972
  • Willy Leson (Hrsg.): Romantische Reise durch das Moseltal-Von Koblenz nach Trier (mit Graphiken von Carl Bodmer und Texten vom Johann August Klein und Christian von Stramberg), Köln 1978
  • Heinz Cüppers, Gérard Collot, Alfons Kolling, Gérard Thill (Red.): Die Römer an Mosel und Saar (Zeugnisse der Römerzeit in Lothringen, in Luxemburg, im Raum Trier und im Saarland), Mainz 1983, Zabern: 2., korrig. Auflage (mit 46 Farb- und 346 Schwarzweiß-Abbildungen)
  • Heinz Held: Die Mosel von der Mündung bei Koblenz bis zur Quelle in den Vogesen: Landschaft, Kultur, Geschichte (DuMont-Kunst-Reiseführer). 3. Auflage, Köln 1989
  • M. Eckoldt (Hrsg.), Flüsse und Kanäle, Die Geschichte der deutschen Wasserstraßen, DSV-Verlag 1998
  • Reinhold Schommers: Die Mosel (DuMont-Reise-Taschenbücher). DuMont, Ostfildern 2001, ISBN 3-7701-3741-8
  • Ludwin Vogel: Deutschland, Frankreich und die Mosel. Europäische Integrationspolitik in den Montan-Regionen Ruhr, Lothringen, Luxemburg und der Saar. Klartext, Essen 2001, ISBN 3-89861-003-9
  • Decimius Magnus Ausonius: Mosella. Lateinisch-deutsch. Herausgegeben, übersetzt und kommentiert von Paul Dräger. Tusculum Studienausgaben. Artemis und Winkler, Düsseldorf 2004, ISBN 3-7608-1380-1
  • Uwe Anhäuser: Die Ausoniusstraße. Ein archäologischer Reise- und Wanderführer. Rhein-Mosel, Alf/Mosel 2006, ISBN 3-89801-032-5
  • Karl-Josef Gilles: Das Moseltal zwischen Koblenz und Trier 1920 bis 1950 (Reihe Archivbilder), Sutton 2006, ISBN 978-3-89702-943-9
  • Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest: Kompendium der Wasser- und Schifffahrtsdirektion Südwest. Organisatorische und technische Daten, Binnenschifffahrt, Aufgaben, Wasserstraßen. Eigenverlag, Mainz Juni 2007
  • Alexander Thon / Stefan Ulrich: Von den Schauern der Vorwelt umweht... Burgen und Schlösser an der Mosel. Schnell + Steiner, Regensburg 2007, 1. Aufl., 180 S. zahlr. Abb., 2 Moselübersichtskarten
  • Wolfgang Lambrecht: Malerische Mosel – Gemälde und Druckgraphik aus 100 Jahren, [Farbbroschüre mit Werken u. a. von Carl Bodmer, Clarkson Stanfield, Rowbotham, Compton, Wolfsberger, Benekkenstein, Burger, Thoma, Nonn, Möhren, Zysing und Bayer, hrsgg. von der Sparkasse Mittelmosel und dem Lions-Förderverein Cochem], Cochem 2007
  • Karl-Josef Schäfer und Wolfgang Welter: Ein Jakobsweg von Koblenz-Stolzenfels nach Trier. Der Pilgerwanderführer für den Mosel-Camino. 2009 (2. aktual. Auflage) ISBN 978-3-8334-9888-6
  • Xavier Deru: Die Römer an Maas und Mosel, Zabern-Verlag, Mainz 2010
  • Groben, Josef: Mosella. Historisch-kulturelle Monographie, Trier 2011, 311 S., 237 Abb.
  • Stefan Barme: Nacktarsch, Viez und Ledertanga – Ausflüge in die Kulturgeschichte des Mosellandes. Stephan Moll Verlag, 2012 (1. Auflage) ISBN 978-3-940760-37-1

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Topografische Karte 1:25.000
  2. a b Übersicht der Einzugsgebiete an Nordsee und Ostatlantik (PDF-Datei; 2,20 MB)
  3. moselfränkisches Wort für Mosel. Wird im Dialekt entlang auch der deutschen Mosel bis nach Koblenz so ausgesprochen
  4. Deutschland und die Moselaner: heitere Betrachtung mit hintergründigem Ernst / Alfons Krisam
  5. Die Maas mit 350 m³/s nicht betrachtet, die seit 1970 zwar hydrologisch, nicht aber offiziell ein Nebenfluss des Rheins ist
  6. Verzeichnis A, Lfd. Nr. 39 der Chronik, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  7. Verzeichnis E, Lfd. Nr. 34 der Chronik, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  8. a b c Längen (in km) der Hauptschifffahrtswege (Hauptstrecken und bestimmte Nebenstrecken) der Binnenwasserstraßen des Bundes, Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
  9. Von der Mehrzahl der Winzer nicht genutzte Herkunftsbezeichnung
  10. detaillierte Angaben bei Stuart Pigott u. Manfred Lüer, Mosel, S. 103 ff.
  11. Daniel Deckers (Hg.), Zur Lage des deutschen Weins, Stuttgart 2003, S. 137–187
  12. Veröffentlichungen des Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz
  13. Reinhard Löwenstein, Vom Öchsle zum Terroir, Frankfurter Allgemeine Zeitung Nr. 232, 7. Oktober 2003 und Die Zukunft liegt im Terroir, in der gleichen Zeitung vom 17. Dezember 2005

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mosel – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikisource: Mosel – Quellen und Volltexte
 Wiktionary: Mosel – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen