Moseleysches Gesetz

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das moseleysche Gesetz (nach Henry Moseley) beschreibt die Lage der sogenannten K_{\alpha}-Linie im Röntgenspektrum (das ist jene Linie, welche dem Übergang eines Elektrons von der L-Schale zur K-Schale entspricht).

In einer allgemeineren Form kann man mit diesem Gesetz auch die Wellenlängen der übrigen Linien des Röntgenspektrums bestimmen; die Wellenlänge \lambda der beim Elektronenübergang emittierten bzw. absorbierten charakteristischen Röntgenstrahlung ist abhängig von der Ordnungszahl Z des jeweiligen Elements und somit charakteristisch für ein bestimmtes Element:

 f = \frac{c}{\lambda} = f_R \cdot Z_\text{eff}^2 \cdot \left( \frac{1}{n_1^2} - \frac{1}{n_2^2} \right).

Dabei ist:

Für den Übergang eines Elektrons von der zweiten Schale (L-Schale) in die erste Schale (K-Schale), den sogenannten K_{\alpha}-Übergang, gilt  S \approx 1, und die entsprechende Wellenzahl \tilde \nu ist dann das moseleysche Gesetz für die K_{\alpha}-Linie:

\begin{align}
f_{K_{\alpha}} = c \cdot \tilde \nu & = f_R \cdot (Z-1)^2 \cdot \left( \frac{1}{1^2} - \frac{1}{2^2} \right)\\
                                    & = f_R \cdot (Z-1)^2 \cdot \left( \frac{3}{4} \right).
\end{align}

Startschale Zielschale Übergang Abschirmkonstante
n_2 ...-Schale n_1 ...-Schale n_2 - n_1 S \approx
2 L 1 K 1 K_{\alpha} 1,0
3 M 2 L 1 L_{\alpha} 7,4
3 M 1 K 2 K_{\beta} 1,8

Weblinks[Bearbeiten]