Moskwa (Lenkwaffenkreuzer)

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Moskwa
Die Moskwa 2007

Die Moskwa 2007

p1
Schiffsdaten
Flagge SowjetunionSowjetunion (Seekriegsflagge) Sowjetunion
RusslandRussland (Seekriegsflagge) Russland
andere Schiffsnamen

Slawa

Schiffstyp Lenkwaffenkreuzer
Klasse Projekt 1164
Bauwerft Werft 61 Mykolajiw
Baunummer 2008
Kiellegung 5. November 1976
Stapellauf 27. Juli 1979
Indienststellung 7. Februar 1982
Verbleib im Dienst
Schiffsmaße und Besatzung
Länge
187 m (Lüa)
Breite 20,8 m
Tiefgang max. 7,9 m
Verdrängung
  • leer: 9.500 t
  • Einsatz: 11.500 t
 
Besatzung 610 Mann
Maschine
Maschine COGOG

4 × Hauptturbinen
2 × Hilfsturbinen

Maschinen-
leistung
4 × 30.000 PS (22.065 kW)

2 × 12.000 PS (8.826 kW)

Geschwindigkeit max. 32,5 kn (60 km/h)
Propeller 2
Bewaffnung
Ausstattung
Hubschrauber

Die Moskwa (russisch „Москва“) ist ein russischer Lenkwaffenkreuzer des Projekts 1164. Sie wurde von der Sowjetunion in Mykolajiw gebaut und unter dem Namen Slawa (russisch „Слава“) in die sowjetische Marine aufgenommen. Das Schiff ist das Typschiff seiner Klasse, die von der NATO als Slawa-Klasse bezeichnet wird. Der Name der Slawa wurde später in den Traditionsnamen Moskwa geändert, den zuvor ein Flugdeckkreuzer des Projekts 1123 getragen hatte.

Einsatzgeschichte[Bearbeiten]

Amerikanische Offiziere besuchen die Slawa im Zuge des Gipfeltreffens in Malta 1989.
Moskva 2009.

Nach seiner Indienststellung 1982 diente das Schiff in der Schwarzmeerflotte. 1989 war der Kreuzer im Mittelmeer eingesetzt. Um einschneidende Änderungen zwischen den Beziehungen den USA und der Sowjetunion zu besprechen, vereinbarten US-Präsident George Bush und der Generalsekretär der KPdSU Michail Gorbatschow ein Treffen auf Malta, bei dem die Gesprächsrunden wechselseitig auf Schiffen der Nationen abgehalten werden sollten. Die USA entsandten den Kreuzer USS Belknap, die Sowjetunion die Slawa. Die Schiffe legten nicht am Kai an, sondern lagen auf Reede. Als ein Sturm ausbrach, weigerte sich Gorbatschow auf Anraten seiner Berater, in einem kleinen Motorboot zur Slawa zu fahren, so dass das Treffen auf dem Passagierschiff Maxim Gorkiy stattfand, das im Hafen angelegt hatte. Um die Moral der Besatzung dennoch zu heben, verbreiteten die sowjetischen Streitkräfte unter ihren Soldaten das Gerücht, dass der amerikanische Präsident seekrank sei.[1]

1991, im Zuge des Zusammenbruchs der Sowjetunion, waren keine Mittel für eine notwendige Überholung des Schiffes vorhanden, und seine Verschrottung wurde geplant. Der Bürgermeister von Moskau intervenierte und beschaffte die Geldmittel für Modernisierung und Instandhaltung aus dem Stadthaushalt. Der Kreuzer wurde im Jahr 2000 nach Abschluss der Arbeiten und Erprobungen wieder in Dienst gestellt und ist das Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte.

In der Folge führte die Moskwa mehrere Einsätze und Flottenbesuche durch, darunter im Jahr 2000 einen Besuch im französischen Cannes und ein Einsatz im Rahmen des Kaukasuskrieges 2008.

Im September 2009 kam es zu einem Generatorbrand in einem Maschinenraum, der von der Presse zunächst als Bombenanschlag gewertet wurde.[2]

Auf einer Karibikfahrt besuchte der Kreuzer am 4. August 2013 Havanna auf Kuba[3] und am 27. August La Guaira in Venezuela. Der Besuch war bis zum 29. August geplant.[4] Danach nahm der Kreuzer und seine Begleitschiffe Kurs auf die Straße von Gibraltar, um sich der russischen Flotte anzuschließen, die im Mittelmeer patrouillierte.[5] Ein Zusammenhang mit dem Flottenaufmarsch der USA im Zuge der Eskalation des Syrischen Bürgerkrieges besteht nach Angaben von Flottenchef Admiral Tschirkow jedoch nicht.[6] Am 11. November 2013 wurde sie vom Schlachtkreuzer Pjotr Weliki in der Rolle als Flaggschiff der Mittelmeerflotille abgelöst und kehrte nach Sewastopol zurück. [7]

Literatur[Bearbeiten]

  • С.С. Бережной: Советский ВМФ 1945-1995 Крейсера - большие противолодочные корабли, эсминцы (etwa: S.S. Bereschnoi: Sowjetische Marine 1945–1995. Kreuzer, große U-Jagdschiffe, Zerstörer.) Moskau 1995 (russisch)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Moskwa (ex. Slava) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Constantine Pleshakov: There Is No Freedom Without Bread!: 1989 and the Civil War That Brought Down Communism, Farrar, Straus and Giroux, 2009, S. 211
  2. Оксана Бойко: Москва» в дыму (Moskwa in Rauch), Взгляд.ру (vz.ru) vom 9. September 2009, gesichtet am 29. August 2013.
  3. Ria Novosti: Russian Warships Arrive in Cuba on Official Visit - Report, 4. August 2013, gesichtet am 27. August 2013.
  4. Ria Novosti: Russian Warships Dock at Venezuelan Port for Visit, 27. August 2013, gesichtet am 27. August 2013.
  5. AAfP: Russia sending warships to the Mediterranean: report, Yahoo News, 29. August 2013, gesichtet am 29. August 2013.
  6. Ria Novosti: Russian Med Fleet Redeployment ‘Not Linked’ to Syria - Navy, 29. August 2013, gesichtet am 29. August 2013.
  7. Ria Novosti: "Nuclear Cruiser Leads Russian Task Force in Mediterranean" vom 11. November 2013, gesichtet am 11. November 2013