Mountain Wilderness

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Mountain Wilderness ist eine international tätige Naturschutzorganisation, die ihre Hauptaufgabe im Schutze der ursprünglichen Räume der Erde sieht.

Mountain Wilderness wurde 1987 in Biella von vielen bekannten Alpinistinnen und Alpinisten gegründet. In sechs Thesen forderten sie den aktiven Schutz der Gebirgswelt. Mountain Wilderness ist politisch und finanziell unabhängig und finanziert sich aus privaten Spenden.

Struktur[Bearbeiten]

Internationaler Koordinator: Jordi Quera, Catalonien

Repräsentanten: Bernard Amy (F), Núria Balagué (CAT), Bernard Batschelet (CH), Patrick Berhault (F), Edwin Bernbaum (USA), Sir Chris Bonington (GB), Lionel Daudet (F), Fausto De Stefani (I), Kurt Diemberger (A), Maurizio Giordani (I), Richard Goedeke (D), Alessandro Gogna (I), Jean-Christophe Lafaille (F), Arish Kapadia (Indien), Nicole Niquille (CH), Fosco Maraini (I), François Labande (F), Olivier Paulin (F), Mario Rigoni Stern (I), Carlo Alberto Pinelli (I), Jordi Quera (CAT), Ludovico Sella (I), Josep Sicart (CAT)

Ehrenpräsident war: Sir Edmund Hillary (1919–2008), Neuseeland

Mountain Wilderness besteht zur Zeit aus acht regionalen Gruppen in sieben Ländern:

  • MW Belgien
  • MW Deutschland
  • MW Frankreich
  • MW Italien
  • MW Katalonien
  • MW Schweiz
  • MW Spanien
  • MW Niederlande

Aktionen[Bearbeiten]

Zu den wichtigsten Aktionen von Mountain Wilderness International zählen:

  • 1988: Besetzung der Luftseilbahn zum Vallée Blanche im Montblanc-Massiv. Forderung des Abbau der unrentablen Bahn.
  • 1990: Aufräumaktion am K2 Zum ersten Mal in der Alpingeschichte wurde Expeditionsmüll von einem 8000er entfernt.
  • 1995: Manifest für den Schutz des Olymp und gegen ein Homero Disneyland. Verhinderung einer geplanten Seilbahn.
  • Sezi 1998: Kampagne "Montblanc" für Schaffung eines Schutzgebietes, das diesen Namen auch wirklich verdient.
  • 2003: Aktion "Oxus - Mountains for peace". Internationale Expedition und Initiative zur Ausbildung einheimischer Bergführer in Afghanistan.

Mountain Wilderness Schweiz[Bearbeiten]

Mountain Wilderness Schweiz setzt sich für eine verantwortungsvolle Nutzung und den wirksamen Schutz der Bergwelt ein. Auch kommende Generationen sollen eine intakte und wilde Bergwelt erleben können.

Mountain Wilderness ist unter anderen in folgenden Bereichen aktiv:

  • Aktionen gegen das Heliskiing, das Offroad-Fahren und die Abfallberge sowie gegen die schleichende Verschandelung der Gebirgslandschaften.
  • Entwickeln von Verhaltensregeln für Trendsportler. Für einen naturnahen Bergsport fordert Mountain Wilderness einen Bergsport, der sein eigentliches Kapital - die unversehrte Gebirgslandschaft und die Umwelt - massvoll nutzt statt es zu zerstören.
  • Vermitteln zwischen den verschiedenen Interessen, die in der Bergwelt aufeinandertreffen, für eine nachhaltige Entwicklung der Bergregionen.

Mountain Wilderness Deutschland[Bearbeiten]

Mountain Wilderness Deutschland e. V., der deutsche Zweig von Mountain Wilderness, ist ein gemeinnütziger Verein mit Sitz in München. Schwerpunkte des Landesverbandes sind u.a. ein natur- und sozialverträglicher Bergtourismus (Publikationen zum Thema Bergsport mit öffentlichen Verkehrsmitteln), der Gletscherschutz (hier vor allem das Engagement gegen neue Gletschererschließungen im Pitztal), sowie Demonstrationen und Öffentlichkeitsarbeit gegen neue Schneekanonen und Rodungen für Pisten am deutschen Alpengebiet.

Vorstand (Februar 2007):

  • Michael Pröttel (Vorsitzender)
  • Gotlind Blechschmidt (Kassenführerin)
  • Karin Lankes (Schriftführerin)
  • Richard Goedeke (Garant von Mountain Wilderness International)

seit November 2010:

  • Michael Pröttel (Vorsitzender)
  • Gotlind Blechschmidt
  • Karin Lankes
  • Guido Jablonski

Weblinks[Bearbeiten]