Mouvement républicain populaire

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Das Mouvement républicain populaire (MRP, im Deutschen oft „Volksrepublikaner“ genannt) war eine politische Partei in Frankreich. Sie wurde 1944 von Georges Bidault gegründet. Die Partei zählte in den 1950er Jahren neben der deutschen CDU/CSU und der italienischen Democrazia Cristiana zu den drei großen christdemokratischen Parteien Europas.

Geschichte[Bearbeiten]

Das MRP war 1945 zusammen mit den Kommunisten Sieger bei den Wahlen zur französischen Nationalversammlung und bildete mit diesen sowie den Sozialisten die provisorische Regierung. In der Vierten Republik war das MRP die bestimmende politische Kraft. Neben Georges Bidault brachte sie bedeutende französische Politiker wie Robert Schuman und Pierre Pflimlin hervor. Inhaltlich vertrat die Partei ein sozialpolitisches Reformprogramm, war eine Verfechterin der deutsch-französischen Versöhnung und strebte ein Vereintes Europa an.

Dennoch sanken ihre Wahlergebnisse bereits sehr rasch. Die Partei war in der Frage des Algerien-Problems schließlich tief gespalten. Große Teile der Partei schlossen sich dem rechtsorientierten Gaullismus an, die verbliebenen Mitglieder gründeten 1965 unter der Führung von Jean Lecanuet das Mitte-orientierte Centre démocrate (das spätere Centre des démocrates sociaux (CDS)). Es schloss sich 1978 der Union pour la Démocratie Française (UDF) an und ging 1998 in dieser auf.

Wahlen zur Nationalversammlung[Bearbeiten]

  • 1945: 23,9 % - 150 Sitze
  • 1946: 28,2 % - 169 Sitze
  • 1946: 25,9 % - 167 Sitze
  • 1951: 12,6 % - 96 Sitze
  • 1956: 11,1 % - 84 Sitze
  • 1958: 11,1 % - 57 Sitze
  • 1962: 9,1 % - 55 Sitze

Hinweis zu den Wahlresultaten: Sie stimmen in der Größenordnung, variieren aber je nach Quelle um bis zu 2-3 %.

Präsidenten des MRP[Bearbeiten]

Generalsekretäre des MRP[Bearbeiten]