Move D

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Moufang bei einem Auftritt auf der Reichsburg Trifels, 2000

Move D, bürgerlich David Andreas Paul Nicola Moufang (* am 7. September 1966 in Heidelberg) ist ein deutscher, international bekannter Komponist, Klangkünstler, Musiker (Schlagzeug, Gitarre, Piano, Synthesizer), Musikproduzent, DJ und Techno-Produzent (Ambient, Downtempo, Leftfield, House, Techno, Minimal).

Leben und Werdegang[Bearbeiten]

David Moufang ist der Sohn von Hans-Karl Moufang und Cornelia Moufang, geb. Haus.[1] David Moufangs Eltern ließen sich scheiden als er vier Jahre alt war. Als zehnjähriger verlor er seinen Stiefvater. Seine Mutter zog ihn alleine groß. Er ist ein Ururenkel von Oskar von Bülow und ein Enkel von Franz Moufang.

1986 legte David Moufang sein Abitur am Kurfürst-Friedrich-Gymnasium Heidelberg ab. Während seiner Schulzeit gründete er zwei Schülerbands. Die erste eigene Band, 1982-1983, eine Triobesetzung spielte ausschließlich eigene Kompositionen, sie hatte ca. 20 Auftritte. Die Band trug den Namen CAT SCHOCK.[2] Danach gründete David Moufang die Band THE TEN, eine 10 Mann-Besetzung mit Brass-Section. Auch sie spielte ausschließlich eigene Kompositionen und hatte ca. 50 Auftritte. Moufang war von 1983 bis 1985 Bandleader von THE TEN. 1983 gewann die Band den Schülerwettbewerb ROCK AUS DER PENNE .[3] Anschließend folgte in einem Mannheimer Studio ein Schallplattenmastering des Life-Mitschnitts als Sieger Preis. Seine musikalische Grundausbildung erhielt Moufang während seiner ersten Gymnasialjahre, von 1982 bis 1983, an der Musik- und Singschule in Heidelberg im Fach Schlagzeug bei Georg Hromadka. Seine Kenntnisse in Harmonielehre erwarb er sich bei seinem Gitarrenlehrer Hanno Giulini von 1982 bis 1984.

Nach dem Abitur machte Moufang nach einigen Semestern Philosophiestudium an der Universität Heidelberg eine Ausbildung an der School of Audio Engineering in Frankfurt am Main. Hier belegte er den Studiengang „Audio Engineer“ und schloss ihn 1990 mit dem Examen „SAE Audio Engineer“ ab. Parallel dazu spielte Moufang seit seinen ersten Auftritten mit seiner Band Cat Schock, Anfang der achtziger Jahre, als Gitarrist in vielen verschiedenen anderen Bands.

1992 gründete Moufang mit dem Grafikdesigner Jonas Grossmann das Label Source Records. Jonas Grossmann war unter anderem für die grafische Gestaltung der Source Records Covers und die Textgestaltung verantwortlich. Source Records erlangte Anerkennung in der internationalen Musikszene. 1995 erschien die erste Veröffentlichung unter dem Pseudonym Move D, einer Abwandlung seines Spitznamens Mufti aus der Schulzeit.

Seit 1996 findet zwischen David Moufang und dem Goethe-Institut eine immer wiederkehrende Zusammenarbeit statt, mit Festivitäten in London, München, Budapest und Ländern, wie Australien, Japan und anderen. Zusammen mit Jonas Grossmann gründete David Moufang im Jahre 1996 ein zweites Label, das KM20.

Seit 1998 komponiert David Moufang im Auftrag des Bayerischen Rundfunks Musik für Hörspiele und Medienkunst im experimentellen Radio.

Von 2002 bis 2007 war David Moufang Lehrbeauftragter an der Bauhaus-Universität Weimar in der Fakultät Medien (Studiengang Mediengestaltung) am Lehrstuhl für Experimentelles Radio.

2008 wurde Moufang mit dem Karl-Sczuka-Preis für Hörspiel als Radiokunst (gemeinsam mit Thomas Meinecke) für Übersetzungen/Translations ausgezeichnet.

Werke[Bearbeiten]

Diskographie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1992: David Moufang / Jonas Grossmann: Earth to Infinity. (Silent Records)
  • 1993: Deep Space Network. – Big Rooms. (Instinct Records)
  • 1993: Deep Space Network & Dr. Atmo: I.F.1 (FAX +49-69/450464)
  • 1994: Deep Space Network & Dr. Atmo: I.F.2 (FAX +49-69/450464)
  • 1994: Reagenz (Jonah Sharp & David Moufang) – Reagenz (Source Records)
  • 1995: Move D – Kunststoff. (Source Records)
  • 1996: Move D – Cymbelin. (Warp Records)
  • 1997: David Moufang / Pete NamlookA Day in the Life (FAX +49-69/450464)
  • 1999: David Moufang / Pete Namlook – The Retro Rocket. (FAX +49-69/450464)
  • 2004: Move D – Pop for Dwoozle. (FAX +49-69/450464)
  • 2006: Move D – Kunststoff. (Re-Issue, City Centre Offices)

Hörspiele[Bearbeiten]

Gemeinschaftsarbeiten mit Thomas Meinecke im Auftrag für den Sender Bayerischer Rundfunk

  • 1998: Tomboy (Intermedium Records)
  • 1999: Freud’s Baby (Intermedium Records)
  • 2004: Flugbegleiter (Intermedium Records)
  • 2007: Translations – Übersetzungen (Intermedium Records)
  • 2009: Work (Intermedium Records)
  • 2011: Lookalikes (Intermedium Records)

Gemeinschaftsarbeit mit Thomas Palzer im Auftrag für den Sender WDR 3

  • 2011: Nur bis jetzt! Spam Poetry

David Moufang im Auftrag für den Sender Bayern 2[4]

  • 2003–2004: BR-Hörspiel Tonspuren 1 - 10 (Intermedium Records)

Podcast[Bearbeiten]

  • 2012: David Moufang[5]

Festivals (Auswahl)[Bearbeiten]

Auftritte als DJ, Electronic Live Acts:

  • 1994: Loveparade Interference im Tresor, Berlin
  • 1995: Loveparade Interference im Planet, Berlin
  • 1996: Sonar, Barcelona
  • 1996: International Design Conference, Aspen
  • 1996: Tripping on Sunshine, Kopenhagen
  • 1999: Intermedium 1, Berlin
  • 2000: Sonar, Barcelona
  • 2002: Intermedium 2, Karlsruhe
  • 2002: Jazzsaalfelden
  • 2002: Musiktage, Donaueschingen
  • 2003: Hörkunsttage, Erlangen
  • 2003: Selfware, Graz
  • 2007: Techno is coming home, Chemnitz
  • 2007: Jazzbühne meets Electronica
  • 2008: Tape presents: Move D – Live, Don Williams, Ray Okpara at Tape, Berlin
  • 2009: Universal Experience Jazz Not Dead Festival 2009 # 5 edition, Venedig
  • 2009: Resonance Ghent Festival, Ghent
  • 2009: Nachtdigital, Olganitz

Literatur[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quellen Nachweis http://familienverband-feuerlein.de/ Stamm Conradi
  2. Stadtarchiv Heidelberg, Biographie David Moufang
  3. Rhein-Neckar-Zeitung, Ausgabe vom 27. August 1983, Heidelberger Nachrichten: "Rock aus der Penne von RNZ und Famila-Center". Dokumentation im Stadtarchiv Heidelberg.
  4. http://www.br-online.de/bayern2/hoerspiel-und-medienkunst/index.xml
  5. http://www.witclub.net/2012/12/podcast-31-move-d-witclubnet.html

Weblinks[Bearbeiten]