Moxa

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Moxa in Thüringen. Zur gleichnamigen alternativmedizinischen Behandlungsform siehe Moxibustion, das Unternehmen gleichen Namens findet sich unter Moxa (Unternehmen).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Moxa
Moxa
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Moxa hervorgehoben
50.64111111111111.629722222222430Koordinaten: 50° 38′ N, 11° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Thüringen
Landkreis: Saale-Orla-Kreis
Verwaltungs-
gemeinschaft:
Ranis-Ziegenrück
Höhe: 430 m ü. NHN
Fläche: 4,67 km²
Einwohner: 88 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 19 Einwohner je km²
Postleitzahl: 07381
Vorwahl: 036483
Kfz-Kennzeichen: SOK, LBS, PN, SCZ
Gemeindeschlüssel: 16 0 75 069
Adresse der Verbandsverwaltung: Pößnecker Str. 2
07389 Ranis
Webpräsenz: www.vg-ranis-ziegenrueck.de
Bürgermeisterin: Karin Knoll
Lage der Gemeinde Moxa im Saale-Orla-Kreis
Bad Lobenstein Birkenhügel Blankenberg Blankenstein Bodelwitz Bucha Burgk Dittersdorf Crispendorf Dittersdorf Dittersdorf Döbritz Dreba Dreitzsch Eßbach Gefell Geroda Keila Görkwitz Göschitz Gössitz Grobengereuth Harra Hirschberg (Saale) Gertewitz Kirschkau Knau Kospoda Krölpa Langenorla Lausnitz Lemnitz Linda bei Neustadt an der Orla Löhma Miesitz Mittelpöllnitz Moßbach Moxa Neundorf (bei Lobenstein) Neundorf (bei Schleiz) Neustadt an der Orla Neustadt an der Orla Nimritz Oberoppurg Oettersdorf Oppurg Paska Peuschen Plothen Pörmitz Pößneck Pottiga Quaschwitz Ranis Remptendorf Rosendorf Saalburg-Ebersdorf Schlegel Schleiz Schmieritz Schmorda Schöndorf Seisla Solkwitz Stanau Tanna Tegau Tömmelsdorf Triptis Volkmannsdorf Weira Wernburg Wilhelmsdorf (Saale) Wurzbach Ziegenrück ThüringenKarte
Über dieses Bild

Moxa ist eine Gemeinde in der Verwaltungsgemeinschaft Ranis-Ziegenrück im thüringischen Saale-Orla-Kreis.

Lage[Bearbeiten]

Moxa liegt im Südostthüringer Schiefergebirge. Die nach Westen vorgelagerten Hügel und Anhöhen zur Saaletalsperre sind bewaldet. Südlich liegt die Stadt Ziegenrück und nördlich Pößneck. Moxa ist verkehrsmäßig gut angebunden. Die Landesstraßen 1102, 1104 und 1100 erfassen das Dorf.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich belegt ist Moxa im Jahre 1295.[2] Während des Dreißigjährigen Krieges wurde das Dorf durch einen Brand vollkommen zerstört. Auch die mittelalterliche Sornitzburg, rechts des Weges nach Ziegenrück liegend, wurde 1640 verwüstet (Sornitz). Das Dorf wurde anschließend oberhalb des ehemaligen Siedlungsplatzes in der Form eines Anger-Platzdorfes neu aufgebaut. Die Stelle der Wasserburg wurde 1884 in einen Teich umgewandelt.[3] Der Name Moxa ist sorbischen Ursprungs und änderte sich im Laufe der Jahre von Mugczow oder Moxzow zur heutigen Schreibweise Moxa.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Entwicklung der Einwohnerzahl (ab 1994: Stand jeweils 31. Dezember):

  • 1933: 132[4]
  • 1939: 134[4]
  • 1994: 94
  • 1995: 101
  • 1996: 95
  • 1997: 90
  • 1998: 89
  • 1999: 89
  • 2000: 87
  • 2001: 89
  • 2002: 88
  • 2003: 93
  • 2004: 94
  • 2005: 92
  • 2006: 92
  • 2007: 87
  • 2008: 88
  • 2009: 86
  • 2010: 86
  • 2011: 86
  • 2012: 89
  • 2013: 88
Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Die Gemeinde Moxa führt ein eigenes Wappen mit folgender Blasonierung:[5] „Auf dem Wappen ist eine kräftig gewachsene Fichte in grün abgebildet. Der Hintergrund des Wappens ist oberhalb der Wellenlinie, die den Waldboden darstellt, geviertelt. Die gegenüberliegenden Flächen sind von gleicher Farbgebung. Die rechte obere und die linke untere Fläche ist schwarz, die linke obere und die rechte untere Fläche ist silbern. Der Hintergrund im Wurzelbereich ist weiß.“

Flagge[Bearbeiten]

Die Gemeinde führt keine eigene Flagge, sondern bedient sich der Flagge des Landes Thüringen.[6]

Bildung[Bearbeiten]

Am Rande des Ortes befinden sich das Geodynamische Observatorium Moxa der Friedrich-Schiller-Universität Jena sowie das Zentrum für die Ingenieuranalyse von Erdbebenschäden der Bauhaus-Universität Weimar. Hier werden Aufzeichnungen über Erdbeben auf der ganzen Welt geführt und ausgewertet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Thüringer Landesamt für Statistik – Bevölkerung der Gemeinden, erfüllenden Gemeinden und Verwaltungsgemeinschaften nach Geschlecht in Thüringen (Hilfe dazu)
  2. Wolfgang Kahl: Ersterwähnung Thüringer Städte und Dörfer bis 1300. Verlag Rockstuhl 2001, ISBN 3-934748-58-9, S. 43
  3. Michael Köhler: Thüringer Burgen und befestigte vor- und frühgeschichtliche Wohnplätzet. Jenzig-Verlag 2001, S. 235, ISBN 3-910141-43-9
  4. a b http://www.verwaltungsgeschichte.de/ziegenrueck.html
  5. Hauptsatzung der Gemeinde Moxa vom 12. August 2003 § 3 Abs. 1 (MS Word; 46 kB)
  6. Hauptsatzung der Gemeinde Moxa vom 12. August 2003 § 3 Abs. 2 (MS Word; 46 kB)

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Moxa – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien