Mrągowo
| Mrągowo | ||||
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| Basisdaten | ||||
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| Staat: | Polen | |||
| Woiwodschaft: | Ermland-Masuren | |||
| Landkreis: | Mrągowo | |||
| Fläche: | 14,8 km² | |||
| Geographische Lage: | 53° 52′ N, 21° 18′ O53.86666666666721.3Koordinaten: 53° 52′ 0″ N, 21° 18′ 0″ O | |||
| Einwohner: | 22.251 (31. Dez. 2012)[1] |
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| Postleitzahl: | 11-700 bis 11-709 | |||
| Telefonvorwahl: | (+48) 89 | |||
| Kfz-Kennzeichen: | NMR | |||
| Wirtschaft und Verkehr | ||||
| Straße: | DK 16: (Litauen–) Poćkuny–Ełk ↔ Olsztyn–Grudziądz–Dolna Grupa | |||
| DK 59: Giżycko ↔ Rozogi | ||||
| DW 591: Michałkowo–Kętrzyn → Mrągowo DW 600: Szczytno–Rybno → Mrągowo |
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| Nächster int. Flughafen: | Warschau | |||
| Gemeinde | ||||
| Gemeindeart: | Stadtgemeinde | |||
| Fläche: | 14,8 km² | |||
| Einwohner: | 22.251 (31. Dez. 2012)[2] |
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| Bevölkerungsdichte: | 1503 Einw./km² | |||
| Gemeindenummer (GUS): | 2810011 | |||
| Verwaltung (Stand: 2013) | ||||
| Bürgermeisterin: | Otolia Siemieniec | |||
| Adresse: | ul. Królewiecka 60 A 11-700 Mrągowo |
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| Webpräsenz: | www.mragowo.um.gov.pl | |||
Mrągowo [mrɔŋˈgɔvɔ] (bis 1947 Ządźbork, deutsch Sensburg, masurisch Ządźbork) ist eine Stadt in Polen in der Woiwodschaft Ermland-Masuren.
Inhaltsverzeichnis |
Geographische Lage[Bearbeiten]
Die Stadt liegt etwa 60 km östlich von Olsztyn (Allenstein) am Rand der Masurischen Seenplatte in Ostpreußen. Das Stadtgebiet ist umgeben von der Landgemeinde Mrągowo.
Geschichte[Bearbeiten]
Um 1348 errichtete der Deutsche Orden eine hölzerne Burg, die Sensburg in der Gegend des heutigen Mrągowo. Ihr Name weist jedoch auf eine vorherige ältere Siedlung (prußisch „sena“, „senas“: alt, altertümlich) hin. Durch diese Burg entwickelte sich eine Siedlung, die 1397 erstmals urkundlich erwähnt wurde und möglicherweise bereits 1404 bis 1407 das Stadtrecht nach Kulmer Recht erhielt. Gesichert ist die (erneute) Vergabe des Stadtrechtes 1444 vom Hochmeister Konrad von Jungingen. Der Name des Ortes war damals bereits Sensburg. Die Lebensgrundlage für den Ort lieferten vor allem die umliegenden Wälder sowie die Landwirtschaft.
Während des 16. und 17. Jahrhundert zerstören mehrfach Brände die Stadt, so 1568, 1693 und 1698. 1657 wütete die Pest, von 1708 bis 1711 eine Cholera-Epidemie in der Stadt. Auch während der Napoleonischen Kriege mit Russland wurde der Ort abermals zerstört.
1818 wurde Sensburg Sitz des Landkreises Sensburg und 1897 erhielt der Ort Anschluss an das Eisenbahnnetz. Bei der Abstimmung am 11. Juli 1920 im Abstimmungsgebiet Allenstein wurden in Stadt und Kreis Sensburg 34.334 Stimmen für den Verbleib bei Deutschland und nur 25 für den Anschluss an das wiedergegründete Polen abgegeben (bei der Volkszählung 1890 waren dagegen noch 65 % der Bevölkerung des Kreises der polnischen Nationalität zugerechnet worden).
Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde die Stadt am 26. Januar 1945 von der Roten Armee eingenommen und dabei zu etwa 20 % zerstört. Am 28. Mai 1945 wurde die Stadt polnischer Verwaltung unterstellt. Es begann die Zuwanderung von Polen und Ukrainern aus Gebieten östlich der Curzon-Linie, die an ihren Heimatorten von der zuständigen Sowjetkommandantur vor die Wahl gestellt worden waren, entweder eine andere Staatsangehörigkeit anzunehmen oder auszuwandern. Der Großteil der verbliebenen deutschen Bevölkerung, soweit nicht bereits geflohen, wurde aufgrund der Bierut-Dekrete vertrieben. Die Stadt erhielt zunächst den polnischen Namen Ządźbork, 1947 wurde sie dann zu Ehren des Sprachforschers Christoph Cölestin Mrongovius (1764–1855) in Mrągowo umbenannt.
Die Stadt und ihre Umgebung sind heute ein beliebtes touristisches Reiseziel.
Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]
- 1875: 3.321
- 1890: 3.562, davon 250 Katholiken und 115 Juden
- 1939: 9.880
- 2007: 21.663[3]
Partnerstädte[Bearbeiten]
- Grünberg, Hessen, Deutschland – seit 1993
- Limanowa, Polen – seit 2006
- Selenogradsk, Russland
Ansichten[Bearbeiten]
Das Wappen[Bearbeiten]
Um die Entstehung des Wappens rankt sich eine Sage. Als im 15. Jahrhundert die Stadt wuchs, waren die Viehherden der Einwohner durch wilde Tiere aus den umliegenden Wäldern gefährdet. Unter diesen befand sich auch ein Bär, der regelmäßig Vieh riss oder Honig stahl. Nach erfolglosen Versuchen, das Tier zu erlegen, wurde es schließlich durch Militäreinheiten verfolgt. Diese verwundeten das Tier nur durch einen Schuss an der Tatze und der Bär konnte fliehen. Nach einer Verfolgung wurde das Tier bei Rastenburg erlegt. Um zu beweisen, dass es sich wirklich um das fragliche Tier handelte, wurde seine Tatze nach Sensburg gebracht.
Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]
- die gut erhaltene Altstadt
- die evangelische Kirche aus dem 18. Jahrhundert
- die St.-Adalbert-Kirche (kościół św. Wojciecha) aus dem 19. Jahrhundert
- das Rathaus von 1825
- der alte Deutsche Friedhof
- der Bismarckturm
Bekannte Persönlichkeiten[Bearbeiten]
Nach Geburtsjahr geordnet
- Georg Riedel (* 1676; † 1738), Komponist
- Friedrich Krosta (1839–1914), Philologe
- Otto Krosta (1844–1925), Generalarzt der Preußischen Armee
- Arthur Titius (* 1864; † 1936), ev. Theologe
- Hans Hallervorden (* 1872; † 1968), Garteninspektor
- Bernhard Pawelcik (* 1880; † 1970), Verwaltungsjurist, Bürgermeister der Ordensstadt Marienburg
- Ernst Wiechert (* 1887; † 1950 in Stäfa am Zürichsee in der Schweiz), Dichter
- Richard von Hegener (* 1905; † 1981), hochrangiger NS-Beamter
- Johannes Dudda (* 1927; † 1989 in Weimar), Wissenschaftler u. Museologe
- Udo Lattek (* 1935), Fußballspieler und -trainer
- Barbara Ahrons (* 1944), Hamburger Bürgerschaftsabgeordnete
- Joachim Philipkowski (* 1961), Fußballspieler beim 1. FC Nürnberg
- Wojciech Malajkat (* 1963), Schauspieler und Regisseur
- Marta Golota (* 1988), Spielerin in der Deutschen Tischtennis-Bundesliga
Verweise[Bearbeiten]
Weblinks[Bearbeiten]
- Offizielle Website der Stadt (mehrsprachig)
- Informationen über die Stadt (deutsch)
Fußnoten[Bearbeiten]
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2012. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Juni 2013.
- ↑ Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2012. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF), abgerufen am 14. Juni 2013.
- ↑ Główny Urząd Statystyczny, „LUDNOŚĆ - STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYM“, Stand vom 30. Juni 2007