Muaskar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
معسكر
Muaskar
Muaskar (Algerien)
Red pog.svg
Koordinaten 35° 24′ N, 0° 8′ O35.3994444444440.14027777777778Koordinaten: 35° 24′ N, 0° 8′ O
Basisdaten
Staat Algerien

Provinz

Muaskar
Einwohner 108.587 (2008)
Denkmal für Abd el-Kader
Denkmal für Abd el-Kader

Muaskar, arabisch ‏معسكر‎, DMG Muʿaskar, früherer Name Mascara, ist eine Stadt in Algerien in der gleichnamigen Provinz am Hobra-Fluss gelegen. Die Stadt hat 108.587 Einwohner (Census 2008).[1]

Geschichte[Bearbeiten]

20 Kilometer östlich von Muaskar wurden die bislang ältesten in Nordafrika entdeckten Fossilien der Gattung Homo geborgen. Sie stammen aus einer Sandgrube in der Nähe von Tighénif (früher: Ternifine), wo sie zwischen 1954 und 1956 freigelegt wurden. Es handelt sich um drei Unterkiefer (Archivnummer Tighénif 1 bis 3) sowie mehrere einzelne Zähne, die Homo erectus zugeschrieben werden und anfangs Atlanthropus mauritanicus genannt worden waren.[2]

Im 19. Jahrhundert war Muaskar Hauptstadt Algeriens unter Abd el-Kader. Von 1848 bis zur Unabhängigkeit Algeriens 1962 war Mascara Hauptstadt des gleichnamigen Arrondissements im Département Oran. Am 18. August 1994 wurde Muaskar von einem Erdbeben der Stärke 5,6 auf der Richterskala erschüttert. Es wurden 171 Bewohner getötet.

Partnerstädte[Bearbeiten]

Partnerstädte von Muaskar sind[3]

In Muaskar geboren[Bearbeiten]

  • Abd el-Kader (1808–1883), algerischer Freiheitskämpfer
  • Mahi Khennane (* 1936), ehemaliger algerisch-französischer Fußballspieler und -trainer
  • Lakhdar Belloumi (* 1958), ehemaliger algerischer Fußballspieler und Fußballtrainer

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Muaskar – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Citypopulation
  2. Jean-Jacques Hublin: Northwestern African Middle Pleistocene hominids and their bearing on the emergence of Homo sapiens. In: Lawrence Barham, Kate Kate Robson-Brown: Africa and Asia in the Middle Pleistocene. Western Academic & Specialist Press Ltd, Bristol 2001, S. 104–105. ISBN 978-0953541843, Volltext (PDF; 2,4 MB)
  3. Algerisches Innenministerium