Muffatwerk
| Muffatwerk | |||
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| Muffatwerk | |||
| Lage | |||
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| Koordinaten | 48° 7′ 58″ N, 11° 35′ 22″ O48.13277777777811.589444444444Koordinaten: 48° 7′ 58″ N, 11° 35′ 22″ O | ||
| Land | Deutschland | ||
| Gewässer | Isar | ||
| Daten | |||
| Primärenergie | Fossile Energie, Wasserkraft | ||
| Typ | Kombiniertes Dampf- und Wasserkraftwerk | ||
| Stilllegung | 1973 | ||
Das Muffatwerk ist ein Kulturzentrum in einem ehemaligen Elektrizitätswerk im Münchner Stadtteil Haidhausen. Geschäftsführer sind Dietmar Lupfer und Christian Waggershauser.
Inhaltsverzeichnis |
Veranstaltungen und Gastronomie [Bearbeiten]
Die Muffathalle bietet auf 644 Quadratmetern vor allem Konzertveranstaltungen, aber auch Theateraufführungen und Literaturlesungen. Im Club Ampere finden vor allem Clubabende und Partys statt, seltener Konzerte; Erdgeschoss, Galerie und Lounge umfassen zusammen 343 Quadratmeter.
Aufgrund der abgeschiedenen Lage abseits der Wohnbebauung kann im großen Biergarten mit 300 Plätzen bis ein Uhr nachts Hofbräu-Bier ausgeschenkt werden. Nur in Clubnächten und bei Veranstaltungen hat das Café Muffathalle geöffnet. Veranstalter können neben den festen gastronomischen Einrichtungen auch das hauseigene Catering buchen.
In der Muffathalle wurde 2006 von Evan Parkers Transatlantic Art Ensemble das Livealbum Boustrophedon aufgenommen.
Geschichte [Bearbeiten]
Der Münchner Stadtbaurat Franz Karl Muffat, neben seinem Bruder Karl August Namenspatron des Muffatwerkes, erbaute 1837 zur Wasserversorgung von Haidhausen ein Brunnhaus am Auer Mühlbach auf der damals so genannten Kalkofeninsel. 1867 wurde ein Maschinenhaus mit einer Dampfmaschine angebaut. Nach der Einrichtung der Wasserleitung aus dem Mangfalltal wurde das Wasserwerk 1883 geschlossen.[1] Der Wasserturm über dem Brunnhaus wurde abgebrochen. Sowohl das ältere Brunnhaus in klassizistischem Stil, als auch der nördlich anschließende spätere Teil von Carl Hocheder mit Halle und dem auf die Basis des Wasserturms gesetzten Schornstein im Jugendstil stehen unter Denkmalschutz.[2] Die Leistung des Elektrizitätswerks betrug zunächst 121 kW, nach Angliederung einer weiteren Dampfanlage 1905 220 kW; 1912 betrug die Leistung 1400 kW, von denen 1320 kW durch Dampf und 80 kW aus Wasserkraft erzeugt wurden. Das Kesselhaus wurde zuletzt 1936 vergrößert. Im Jahr 1973 wurde das Kraftwerk stillgelegt, ab 1992 für die jetzige kulturelle Nutzung umgebaut. Die Muffathalle eröffnete 1993, der Biergarten 2002. Der Club Ampere wurde zusammen mit einigen Backstage-Räumen und dem Umbau der Gesamtanlage 2005 fertig.[3]
Zusammen mit dem Muffatwerk errichtete Gebäude [Bearbeiten]
Für den Kraftwerksdirektor wurde unmittelbar nebenan eine Villa errichtet; der Entwurf stammt ebenfalls von Hocheder.[1] Der Kabelsteg, der vom Muffatwerk auf die Praterinsel in der Isar führt, wurde 1898 eigens erbaut, um mit den inneliegenden Kabeln die Stadtbeleuchtung zu versorgen.[4] Von der Praterinsel aus führt die Mariannenbrücke auf das dem Muffatwerk gegenüberliegende linke Isarufer.
Literatur [Bearbeiten]
- Peter Klimesch: Isarlust.. Entdeckungen in München. MünchenVerlag, München 2011, ISBN 978-3-937090-47-4.
- Thomas Münster: Münchner Oldtimer der Maschinentechnik: Muffat- und Maximilianswerk, Süddeutsche Zeitung vom 17. August 1983.
Weblinks [Bearbeiten]
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Muffat auf auer-muehlbach.de
- ↑ Das Muffatwerk (D-1-62-000-7715) in der Denkmalliste für München beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege
- ↑ Baureferat der Landeshauptstadt München: Cooler Club in alten Mauern. Jahresbericht 2006. April 2007, S. 23, abgerufen am 26. Dezember 2012.
- ↑ Christine Rädlinger, Baureferat der Landeshauptstadt München (Hrsg.): Geschichte der Münchner Brücken. Franz Schiermeier Verlag, München 2008, ISBN 978-3-9811425-2-5 (Brücken bauen von der Stadtgründung bis heute).