Mumias

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Mumias
Basisdaten
Einwohner 23.000 Einw.
Telefonvorwahl 056
Höhe 1268 m
Koordinaten 0° 20′ N, 34° 29′ O0.3333333333333334.4833333333331268Koordinaten: 0° 20′ N, 34° 29′ O
Mumias (Kenia)
Mumias
Mumias
Politik
Provinz Western
County Butere/Mumias
Division Mumias

Mumias ist eine mittelgroße Stadt in der Western Province von Kenia, zwischen Mount Elgon und dem Victoria-See gelegen. Es hat eine Bevölkerung von ca. 23.000 Einwohnern.[1] Sie ist Hauptstadt der Mumias Division im Butere/Mumias District.

Die Stadt ist über Straßenverbindungen mit Kakamega im Osten, Busia im Westen, Bungoma im Norden und Butere im Süden verbunden. Außerdem befindet sich hier ein kleiner Flughafen.

Wirtschaft[Bearbeiten]

Mumias Wirtschaft basiert in erster Linie auf der Zuckerproduktion, die Mumias Sugar Company ist Hauptarbeitgeber der Region und mit einem Marktanteil von 60 % führender Zuckerhersteller Kenias.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Mumias entstand in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts als Sitz von nabongo Mumia, einem chief der Wanga. Mumia hatte sich unter den luhyasprachigen Gruppen eine besondere Position errungen. Durch die strategisch geschickte Lage seiner Hauptstadt knüpfte er diplomatische Kontakte mit Karawanenhändlern von der Küste und wurde zum Anlaufpunkt für Elfenbein- und Sklavenkarawanen, die hier rasteten und sich vor der Weiterreise mit Lebensmitteln versorgten. Auch zu den britischen Missionaren und Reisenden, die gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf den Routen der Karawanen nach Mumias gelangten, knüpfte Mumia lohnende Allianzen. Mumias wurde zum zentralen Basislager der den ersten Weißen nachfolgenden britischen Administratoren. Mumia versorgte sie mit Lebensmitteln und stellte ortskundige Führer und Krieger zur Verfügung, die Briten wiederum trugen mit militärischer Unterstützung zum Ausbau seiner Territorien, seiner Macht und seines Ansehens bei.[3]

1895 errichtete Charles William Hobley in Mumias den ersten festen Verwaltungsposten der kolonialen Administration in Westkenia. Mumia stellte Krieger für Strafexpeditionen gegen benachbarte Völker zur Verfügung und wurde dafür von den Briten zum Paramount Chief ernannt.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kenya National Bureau of Statistics, Population and Housing Census 2009, Volume 1A-Population Distribution by Administrative Units, S. 185, abgerufen am 28. Oktober 2014.
  2. mumias-sugar.com, abgerufen am 6. März 2010.
  3. Gideon S. Were: A History of the Abaluyia of Western Kenya c. 1500–1930, Nairobi 1967.
  4. Charles William Hobley: Kenya From Chartered Company to Crown Colony, London 1929, S. 82–88.