Municipio Colquiri

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Municipio Colquiri
Basisdaten
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
20.295 Einw. (Fortschreibung 2010)[1]
20 Einw./km²
Telefonvorwahl (+591)
Fläche 1.029 km²
Höhe 4000 m
Koordinaten 17° 25′ S, 67° 0′ W-17.416666666667-674000Koordinaten: 17° 25′ S, 67° 0′ W
Municipio Colquiri (Bolivien)
Municipio Colquiri
Municipio Colquiri
Politik
Departamento La Paz
Provinz Provinz Inquisivi
Zentraler Ort Colquiri
Klima
Klimadiagramm Colquiri
Klimadiagramm Colquiri

Das Municipio Colquiri ist ein Landkreis im Departamento La Paz im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten]

Das Municipio Colquiri ist eines von sechs Municipios der Provinz Inquisivi und liegt im südwestlichen Teil der Provinz. Es grenzt im Nordwesten an das Municipio Ichoca, im Westen und Süden an das Departamento Oruro, im Osten an das Departamento Cochabamba, und im Nordosten an das Municipio Inquisivi.

Das Municipio hat 209 Ortschaften (localidades), Verwaltungssitz des Municipio ist Colquiri mit 4.004 Einwohnern im westlichen Teil des Municipio. (2001)

Geographie[Bearbeiten]

Das Municipio Colquiri liegt auf einer mittleren Höhe von 4000 m und reicht von den Gipfeln der Kordillere Quimsa Cruz in die östlich anschließenden Hochtäler, zwischen dem bolivianischen Altiplano im Westen und dem Amazonas-Tiefland im Osten. Die Region weist ein ausgeprägtes Tageszeitenklima auf, bei dem die Temperaturschwankungen im Tagesverlauf deutlicher ausfallen als im Jahresverlauf.

Die mittlere Durchschnittstemperatur der Hochtäler liegt bei 7 °C (siehe Klimadiagramm), die Monatswert schwanken nur unwesentlich zwischen 3 °C im Juni und Juli und 9 °C von November bis Februar. Der Jahresniederschlag beträgt 500 mm, die Monatsniederschläge liegen zwischen unter 10 mm in der Trockenzeit von Mai bis August und 100 bis 120 mm im Januar und Februar.

In den Zinnlagerstätten von Colquiri wird u.a. das seltene Colquiriit[2] gefunden, ein Fluorid-Mineral, das in Vergesellschaftung mit Zinkblende und Pyrit auftritt.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Einwohnerzahl des Municipio Colquiri hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa 20 Prozent zugenommen:

  • 1992: 17.052 Einwohner (Volkszählung)[3]
  • 2001: 18.351 Einwohner (Volkszählung)[4]
  • 2005: 19.874 Einwohner (Fortschreibung)[5]
  • 2010: 20.295 Einwohner (Fortschreibung)[6]

Das Municipio hatte bei der letzten Volkszählung 2001 eine Bevölkerungsdichte von 17,5 Einwohnern/km², die Lebenserwartung der Neugeborenen lag bei 55,1 Jahren, die Säuglingssterblichkeit war von 9,7 Prozent (1992) auf 9,4 Prozent im Jahr 2001 nahezu unverändert geblieben.

Der Alphabetisierungsgrad bei den über 15-jährigen beträgt 73,2 Prozent, und zwar 86,0 Prozent bei Männern und 59,4 Prozent bei Frauen (2001).

72,4 Prozent der Bevölkerung sprechen Spanisch, 82,9 Prozent sprechen Aymara, und 3,3 Prozent Quechua. (2001)

74,7 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 87,3 Prozent leben ohne sanitäre Einrichtung (2001).

73,3 Prozent der insgesamt 4.953 Haushalte besitzen ein Radio, 18,3 Prozent einen Fernseher, 19,9 Prozent ein Fahrrad, 4,0 Prozent ein Motorrad, 1,7 Prozent ein Auto, 3,4 Prozent einen Kühlschrank und 0,7 Prozent ein Telefon. (2001)

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Wahlen zum Gemeinderat (concejales del municipio) bei den Regionalwahlen vom 4. April 2010:[7]

Wahlberechtigte   Stimmen gültig   M.P.S. MAS-IPSP MSM
7.678   6.840 4.978   2.077 1.766 1.135
  100 % 72,8 %   41,7 % 35,5 % 22,8 %

Gliederung[Bearbeiten]

Das Municipio untergliedert sich in die folgenden acht Kantone (cantones)[8]:

  • Cantón Caluyo - 1.940 Einwohner (2001)
  • Cantón Colquiri - 5.495 Einwohner
  • Cantón Coriri - 1.606 Einwohner
  • Cantón Huayllamarca - 1.036 Einwohner
  • Cantón Lanza - 3.688 Einwohner
  • Cantón Pauca - 2.147 Einwohner
  • Cantón Villa Hancacota - 1.077 Einwohner
  • Cantón Uyuni - 1.690 Einwohner

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  2. Zeitschrift Mineralogy and Petrology, Dezember 1980
  3. Instituto Nacional de Estadística (INE) 1992
  4. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  5. Instituto Nacional de Estadística (PDF; 196 kB)
  6. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  7. Acta de Cómputo Nacional Elecciones Departamentales, Municipales y Regional 2010
  8. Instituto Nacional de Estadística

Weblinks[Bearbeiten]