Municipio Guanay

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Municipio Guanay
Basisdaten
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
11.433 Einw. (Fortschreibung 2010)[1]
2 Einw./km²
Telefonvorwahl (+591)
Fläche 6.706 km²
Höhe 1000 m
Koordinaten 15° 41′ S, 67° 54′ W-15.683333333333-67.91000Koordinaten: 15° 41′ S, 67° 54′ W
Municipio Guanay (Bolivien)
Municipio Guanay
Municipio Guanay
Politik
Departamento La Paz
Provinz Provinz Larecaja
Zentraler Ort Guanay
Klima
Klimadiagramm Guanay
Klimadiagramm Guanay

Das Municipio Guanay ist ein Landkreis im Departamento La Paz im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten]

Das Municipio Guanay ist eines von acht Municipios der Provinz Larecaja und liegt im östlichen Teil der Provinz. Es grenzt im Norden an die Provinz Franz Tamayo, im Nordwesten an das Municipio Mapiri, im Westen an das Municipio Tipuani und das Municipio Sorata, im Südwesten an die Provinz Omasuyos, im Süden an die Provinz Los Andes, im Südosten an die Provinz Murillo, im Osten an die Provinz Caranavi, und im Nordosten an das Municipio Teoponte.

Das Municipio misst von Norden nach Süden bis zu 90 km, von Westen nach Osten bis zu 75 km. Das Municipio hat 59 Ortschaften (localidades), zentraler Ort des Municipio ist die Stadt Guanay mit 3.890 Einwohnern (Volkszählung 2001) im zentralen Teil des Landkreises, zweitgrößte Ortschaft ist Carura mit 934 Einwohnern.

Geographie[Bearbeiten]

Das Municipio Guanay liegt nordöstlich des Titicaca-Sees am Ostrand der Anden-Gebirgskette der Cordillera Real im bolivianischen Yungas-Tiefland im Einzugsbereich des Río Beni, eines der wichtigen Flüsse des Amazonas-Tieflandes.

Die mittlere Durchschnittstemperatur der Region liegt bei knapp 26 °C (siehe Klimadiagramm), der Jahresniederschlag beträgt etwa 1600 mm. Die Region weist keinen ausgeprägten Temperaturverlauf auf, die Monatsdurchschnittstemperaturen schwanken nur unwesentlich zwischen 23 °C im Juni und Juli und 27 °C von November bis Januar, und auch die Tages- und Nachttemperaturen weisen nur geringe Schwankungen auf. Die Monatsniederschläge liegen zwischen unter 50 mm in den Monaten Juni und Juli und über 200 mm von Dezember bis Februar.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Die Bevölkerungszahl des Municipio Guanay ist in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa 15 Prozent zurückgegangen:

  • 1992: 13.629 Einwohner (Volkszählung)[2]
  • 2001: 11.528 Einwohner (Volkszählung)[3]
  • 2005: 11.909 Einwohner (Fortschreibung)[4]
  • 2010: 11.433 Einwohner (Fortschreibung)[5]

Das Municipio hatte bei der letzten Volkszählung von 2001 eine Bevölkerungsdichte von 1,7 Einwohnern/km², die Lebenserwartung der Neugeborenen lag bei 59,0 Jahren, die Säuglingssterblichkeit war von 9,0 Prozent (1992) auf 7,8 Prozent im Jahr 2001 gesunken, der Alphabetisierungsgrad bei den über 6-jährigen betrug 88,6 Prozent.

93,4 Prozent der Bevölkerung sprechen Spanisch, 32,0 Prozent sprechen Aymara, und 14,7 Prozent Quechua. (2001)

54,2 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 43,3 Prozent leben ohne sanitäre Einrichtung (2001).

70,5 Prozent der 2.828 Haushalte besitzen ein Radio, 26,1 Prozent einen Fernseher, 13,1 Prozent ein Fahrrad, 1,0 Prozent ein Motorrad, 2,5 Prozent ein Auto, 13,6 Prozent einen Kühlschrank, 1,1 Prozent ein Telefon. (2001)

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Wahlen zum Gemeinderat (concejales del municipio) bei den Regionalwahlen vom 4. April 2010:[6]

Wahl-
berechtigte
Wahl-
beteiligung
gültige Stimmen MAS-IPSP MSM ASP M.P.S.
5.232   4.407 3.024   1.318 764 654 288
  84,2 % 68,6 %   43,6 % 25,3 % 21,6 % 9,5 %

Gliederung[Bearbeiten]

Das Municipio untergliedert sich in die folgenden sechs Kantone (cantones):

  • Cantón Guanay[7] - 21 Gemeinden - 6.881 Einwohner (2001)
  • Cantón Mariapu[8] - 8 Gemeinden - 667 Einwohner
  • Cantón Pajonal Vilaque[9] - 1 Gemeinde - 111 Einwohner
  • Cantón San Juan de Challana[10] - 10 Gemeinden - 1.453 Einwohner
  • Cantón Santa Rosa de Challana[11] - 17 Gemeinden - 2.289 Einwohner
  • Cantón Sapucuni[12] - 2 Gemeinden - 27 Einwohner

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  2. Instituto Nacional de Estadística (INE) 1992
  3. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  4. Instituto Nacional de Estadística (PDF; 196 kB)
  5. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  6. Acta de Cómputo Nacional Elecciones Departamentales, Municipales y Regional 2010
  7. Ministerio de Educación (Ubicación 2060201)
  8. Ministerio de Educación (Ubicación 2060207)
  9. Ministerio de Educación (Ubicación 2060208)
  10. Ministerio de Educación (Ubicación 2060202)
  11. Ministerio de Educación (Ubicación 2060205)
  12. Ministerio de Educación (Ubicación 2060209)

Weblinks[Bearbeiten]