Municipio Viacha

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Municipio Viacha
Basisdaten
Einwohner (Stand)
- Bevölkerungsdichte
54.717 Einw. (Fortschreibung 2010)[1]
65 Einw./km²
Fläche 845 km²
Höhe 3900 m
Koordinaten 16° 45′ S, 68° 20′ W-16.75-68.3333333333333900Koordinaten: 16° 45′ S, 68° 20′ W
Municipio Viacha (Bolivien)
Municipio Viacha
Municipio Viacha
Politik
Departamento La Paz
Provinz Provinz Ingavi
Zentraler Ort Viacha
Klima
Klimadiagramm Viacha
Klimadiagramm Viacha

Das Municipio Viacha ist ein Landkreis im Departamento La Paz im südamerikanischen Anden-Staat Bolivien.

Lage im Nahraum[Bearbeiten]

Das Municipio Viacha ist eines von sieben Municipios der Provinz Ingavi und liegt im östlichen Teil der Provinz. Es grenzt im Norden und Nordwesten an die Provinz Los Andes und an das Municipio Taraco, im Südwesten an das Municipio Jesús de Machaca und die Provinz Pacajes, im Südosten an die Provinz Aroma, und im Osten an die Provinz Murillo.

Das Municipio hat 311 Ortschaften (localidades), zentraler Ort des Municipio ist Viacha mit 29.108 Einwohnern im nördlichen Teil des Municipio. Einzige nennenswerte Ortschaft im Municipio neben Viacha ist Villa Remedios mit 673 Einwohnern. (2001)

Geographie[Bearbeiten]

Das Municipio Viacha liegt auf einer mittleren Höhe von 3900 m südöstlich des Titicaca-See auf dem bolivianischen Altiplano zwischen den Anden-Gebirgsketten der Cordillera Occidental im Westen und der Cordillera Central im Osten.

Die mittlere Durchschnittstemperatur der Region liegt bei 9 °C, der Jahresniederschlag beträgt 500–600 mm (siehe Klimadiagramm Viacha). Die Region weist ein ausgeprägtes Tageszeitenklima auf, die Monatsdurchschnittstemperaturen schwanken nur unwesentlich zwischen 7 °C im Juli und 11 °C im Dezember. die Monatsniederschläge liegen zwischen unter 10 mm in den Monaten Juni und Juli und nahe 100 mm von Dezember bis Februar.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Das Municipio hat eine Fläche von 845 km² und eine Bevölkerungsdichte von 34,4 Einwohnern/km² (2001).

Die Einwohnerzahl des Municipio Viacha hat in den vergangenen beiden Jahrzehnten um etwa 50 % zugenommen:

  • 1992: 36.412 Einwohner (Volkszählung)[2]
  • 2001: 46.596 Einwohner (Volkszählung)[3]
  • 2005: 51.540 Einwohner (Fortschreibung)[4]
  • 2010: 54.717 Einwohner (Fortschreibung)[5]

Die Lebenserwartung der Neugeborenen lag im Jahr 2001 bei 63,8 Jahren, die Säuglingssterblichkeit ist von 7,6 Prozent (1992) auf 5,7 Prozent im Jahr 2001 gesunken.

Der Alphabetisierungsgrad bei den über 19-jährigen beträgt 83,4 Prozent, und zwar 94,3 Prozent bei Männern und 73,3 Prozent bei Frauen (2001).

87,1 Prozent der Bevölkerung sprechen Spanisch, 70,8 Prozent sprechen Aymara, und 1,3 Prozent Quechua. (2001)

47,3 Prozent der Bevölkerung haben keinen Zugang zu Elektrizität, 48,6 Prozent leben ohne sanitäre Einrichtung (2001).

73,8 Prozent der insgesamt 12.793 Haushalte besitzen ein Radio, 41,9 Prozent einen Fernseher, 42,7 Prozent ein Fahrrad, 0,7 Prozent ein Motorrad, 5,8 Prozent ein Auto, 6,6 Prozent einen Kühlschrank, und 9,5 Prozent ein Telefon. (2001)

Politik[Bearbeiten]

Ergebnisse der Wahlen zum Gemeinderat (concejales del municipio) bei den Regionalwahlen vom 4. April 2010:[6]

Wahl-
berechtigte
Wahl-
beteiligung
gültige Stimmen MAS-IPSP UN MSM M.P.S.
33.762   29.926 18.959   10.251 3.197 3.032 2.479
  88,6 % 63,4 %   54,1 % 16,9 % 16,0 % 13,1 %

Gliederung[Bearbeiten]

Das Municipio untergliedert sich in die folgenden sieben Kantone (cantones)[7]:

  • Kanton Chacoma Irpa Grande - 1.247 Einwohner (2001)
  • Kanton General José Ballivian - 452 Einwohner
  • Kanton Ichuraya Grande - 332 Einwohner
  • Kanton Irpuma Irpa Grande - 1.078 Einwohner
  • Kanton Viacha - 46.596 Einwohner
  • Kanton Villa Remedios - 1449 Einwohner
  • Kanton Villa Santiago de Chacoma - 438 Einwohner

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  2. Instituto Nacional de Estadística (INE) 1992
  3. Instituto Nacional de Estadística (INE) 2001
  4. Instituto Nacional de Estadística (PDF; 196 kB)
  5. Instituto Nacional de Estadística - Proyecciones (PDF; 2,19 MB)
  6. Acta de Cómputo Nacional Elecciones Departamentales, Municipales y Regional 2010
  7. Instituto Nacional de Estadística

Weblinks[Bearbeiten]