Muotathal
| Muotathal | |
|---|---|
| Basisdaten | |
| Staat: | Schweiz |
| Kanton: | Schwyz (SZ) |
| Bezirk: | Schwyz |
| BFS-Nr.: | 1367 |
| Postleitzahl: | 6436 |
| UN/LOCODE: | CH STO (Stoos) |
| Koordinaten: | 700393 / 20347046.9747138.75805606Koordinaten: 46° 58′ 29″ N, 8° 45′ 29″ O; CH1903: 700393 / 203470 |
| Höhe: | 606 m ü. M. |
| Fläche: | 172.15 km² |
| Einwohner: | 3527 (31. Dezember 2011)[1] |
| Einwohnerdichte: | 20 Einw. pro km² |
| Website: | www.muotathal.ch |
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Muotathal, Blick vom Grossen Band |
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| Karte | |
Muotathal ist eine politische Gemeinde im Bezirk Schwyz des Kantons Schwyz in der Schweiz.
Inhaltsverzeichnis |
Name [Bearbeiten]
Der Ort ist nach dem Tal Muotatal benannt, das wiederum seinen Namen von dem Fluss Muota hat. Zur Namensherkunft siehe dort.
Geographie [Bearbeiten]
Die Gemeinde bildet den südöstlichen Teil des Kantons Schwyz, grenzt im Süden an den Kanton Uri und im Osten an den Kanton Glarus. Mit 172,152192 km² zählt Muotathal zu den zehn flächenmässig grössten Gemeinden der Schweiz und ist fast so gross wie der Kanton Zug. Muotathal besteht aus den Ortschaften Muotathal, Hinterthal, Bisisthal und Ried [2]. Die grösste Länge, Klingentobel – Eggstock, beträgt 29 km und die grösste Breite, Glatten – Fläschenspitz, 16 km.
Auf dem Gemeindegebiet liegt eine der längsten Höhlen der Welt: Das Hölloch erstreckt sich nach aktuellem Kenntnisstand über 196,9 km (Stand: 5. Mai 2010) unter dem Karstgebiet Silberen.
Brauchtum und Kultur [Bearbeiten]
Im Dorf Muotathal (610 m ü. M.) findet jedes Jahr ein bekannter Käse- und Älplermarkt statt, der aufgrund des Besucherandrangs das kleine Talsträsschen stark fordert. Die Muotathaler gelten als urchige (urtümliche) Schweizer.
Das Theater Muotathal ist weit über die Kantongrenzen hinaus bekannt. Gespielt werden hauptsächlich volkstümliche Stücke im urchigen Muotathaler Dialekt. Saison ist von Mitte Oktober bis Anfang Dezember.
Jedes Jahr Ende August findet das Mountains of Death Open Air statt, welches mittlerweile in der Death Metal Szene über die Schweizer Grenzen hinaus bekannt ist.
1974 gewann die Mannschaft aus Muotathal für die Schweiz in Leiden das internationale Finale im Spiel ohne Grenzen.
Bevölkerung [Bearbeiten]
| Bevölkerungsentwicklung | |
|---|---|
| Jahr | Einwohner |
| 1850 | 1680 |
| 1900 | 2220 |
| 1950 | 2475 |
| 1980 | 2896 |
| 1999 | 3578 |
| 2010 | 3561 |
Schulwesen [Bearbeiten]
Im Jahr 1798 besuchten 60 Kinder die Schule, 30 im Sigristenhaus, 20 im Kaplanenhaus Ried, 10 im Frauenkloster. 1820 wurde das erste Schulhaus im Wil erbaut. Im Jahr 1849 wurde der Schulbesuch obligatorisch. Im selben Jahr brachte man die Mädchenschule im Frauenkloster unter. 1880 wurde das zweite Schulhaus im Wil erbaut («altes Schulhaus»). 1896 folgte der Bau des Kaplanenhauses im Bisisthal mit Schulzimmer und 1899 der Bau des Schulhauses im Ried.
Im Jahr 1954 wurde das Mädchenschulhaus Sankt Josef errichtet. 1962 entstand das zweite Schulhaus im Ried. 1972 wurde die Schulanlage Muota erbaut. 1973 erfolgte die Eröffnung dieser Schulanlage, die neben dem Schulhaus aus Turnhalle, Schwimmbad und Aussensportanlage besteht. Im Jahr 1974 stellte man die Schule im Bisisthal ein.
Im Jahr 1993 wurde das dritte Schulhaus im Ried gebaut. 1993 entstand die Mehrzweckanlage Stumpenmatt und 1994 das Oberstufenschulhaus.
Sport [Bearbeiten]
Muotathal ist eine schweizerische Handballhochburg. Der bekannteste Verein des Ortes ist die Handballer-Riege des KTV Muotathal. In der Saison 06/07 ist sie nach einem Jahr in der 1. Liga (dritthöchste Liga der Schweiz) wieder in die Nationalliga (zweithöchste Liga der Schweiz) aufgestiegen. Daneben hat der Schwingklub Muotathal in den letzten Jahren auch immer wieder bekannte Schwinger hervorgebracht, die im urschweizerischen Sport zu den besten des Landes gehörten. Das Dorf hat auch einen Fussballklub (3. Liga) und eine Unihockeyriege (höchste Amateur-Kleinfeldliga).
Musik [Bearbeiten]
Muotathal ist auch eine Hochburg der traditionellen Ländlermusik, genauer des urchigen und des konzertanten Innerschweizerstils. Vor Allem Franz Schmidig senior (* 1917, † 2008) entwickelte als Akkordeonist eine Stilrichtung, die noch heute weitverbreitet ist.
Mit dem Argentinier Domingo Rey lebt in Muotathal ein Interpret südamerikanischer Volksmusik.
Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Sehenswert ist die barocke Pfarrkirche St. Sigismund und St. Waldburga.[3]
Weblinks [Bearbeiten]
- Offizielle Website der Gemeinde Muotathal
- Erwin Horat: Muotathal im Historischen Lexikon der Schweiz
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter
- ↑ Muothatal auf der Webseite des Kantons Schwyz. Abgerufen am 09.Januar 2011.
- ↑ Pfarrkirche St. Sigismund und St. Waldburga
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