Murchison River (Western Australia)

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Murchison River
Lage des Flusses in Western Australia

Lage des Flusses in Western Australia

DatenVorlage:Infobox Fluss/GKZ_fehlt
Lage Western Australia
Flusssystem Murchison River
Abfluss über Murchison River → Indischer Ozean
Quelle Robinson Ranges
25° 52′ 4″ S, 118° 52′ 2″ O-25.867777777778118.86722222222521
Quellhöhe 521 m[1]
Mündung in den Indischen Ozean bei Kalbarri-27.7075114.160Koordinaten: 27° 42′ 27″ S, 114° 9′ 36″ O
27° 42′ 27″ S, 114° 9′ 36″ O-27.7075114.160
Mündungshöhe m[2]
Höhenunterschied 521 m
Länge 1131 km[1][2]
Einzugsgebiet 82.000 km²Vorlage:Infobox Fluss/NACHWEISE_fehlen
Abfluss[3] MQ
193,5 Mio. m³/Jahrdep1
Linke Nebenflüsse Ord River, Whela Creek, Impey River, Roderick River, Sanford River, Coollarburloo Brook, Yalgamine Creek, Shenton Gully, Croton Creek
Rechte Nebenflüsse Millidie Creek, Mount Fraser Creek, Bedaburra Creek, Gould Creek, Murrum Creek, Melia Creek, Mary Springs Creek, Bungabandi Creek, Second Gully
Durchflossene Seen Oliba Pool, Colyeda Pool, Beringarra Pool, Chyrila Pool, Moolarah Pool, Indegardegarda Pool, Birrin Pool, Ten Mile Pool, Four Mile Pool, Mooliabatanya Pool, Wilgiamia Pool, Woonana Pool, Bully Pool
Kleinstädte Kalbarri
Gemeinden Mount Padbury, Moorarie, Manfred, Billabalong, Yallalong, Coolcalalya, Murchison House
Z Bend in der Murchison Gorge

Z Bend in der Murchison Gorge

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Der Murchison River ist ein Fluss im Westen des australischen Bundesstaates Western Australia.

Geografie[Bearbeiten]

Es ist der zweitlängste Fluss Westaustraliens. Der Murchison River entspringt auf der Südseite der Robinson Ranges in der Nähe von Peak Hill und rund 80 km nördlich der Stadt Meekatharra im trockenen Landesinneren. Im Kalbarri-Nationalpark am Unterlauf passiert er eine 80 km lange gewundene Schlucht namens Murchison Gorge, in der er fast das ganze Jahr über Wasser führt. Bei Kalbarri mündet der Murchison River in den Indischen Ozean.

Seine durchschnittliche jährliche Abflussmenge beläuft sich auf 193,5 Millionen Kubikmeter, etwas mehr als sechs Kubikmeter pro Sekunde. Nach Regenfällen oder Wirbelstürmen kann der Wasserstand bis zu sieben Meter ansteigen. Dann ergießt sich eine schmutzig-braune Flut kilometerweit sichtbar in den Indischen Ozean.

Murchison Gorge[Bearbeiten]

Am Unterlauf des Flusses, im Bereich des Kalbarri-Nationalparks, liegt die Murchison Gorge, eine enge Schlucht, die noch in fast naturbelassendem Zustand ist. Etliche Aussichtspunkte gewähren Ausblicke auf die Flussschleifen Z Bend und The Loop. Diese Schlucht ist nicht nur eine Attraktion für Touristen sondern auch geologisch interessant. Dort tritt der Tamblagooda-Sandstein zu Tage, der reich an ordovizischen Fossilien ist.

Ästuar und Mündung[Bearbeiten]

Die letzten 18 km des Unterlaufs unterliegen dem Gezeiteneinfluss, sind also ein Ästuar. Dieser Abschnitt ist durch lange Sandbänke und viele Pools gekennzeichnet. Die Pools sind oft weniger als 1 m tief. Bei geringem Abfluss dringt Meerwasser in das Ästuar ein und bringt Sediment mit, das sich in den Uferbereichen ablagert und den Flusskanal schmäler macht. Wegen der hohen Sedimentfracht und dem Aufwühlen durch Wind und Strömung ist das Wasser dort sehr trüb.[4]

Die Flussmündung ist ein kleines Delta, das durch eine Sandbank fast ganz – bis auf einen kleinen Kanal – verschlossen ist. Dieser Kanal ist zwar ganzjährig offen, aber sehr seicht und schmal. Daher wird er regelmäßig aufgebaggert, um den Fischerbooten die Durchfahrt zu ermöglichen.[4]

Nebenflüsse[1][2] mit Mündungshöhen[Bearbeiten]

  • Millidie Creek – 472 m
  • Mount Fraser Creek – 465 m
  • Ord River – 391 m
  • Bedaburra Creek – 379 m
  • Gould Creek – 372 m
  • Whela Creek – 319 m
  • Murrum Creek – 300 m
  • Impey River – 291 m
  • Roderick River – 283 m
  • Sanford River – 257 m
  • Coollarburloo Brook – 250 m
  • Melia Creek – 247 m
  • Yalgamine Creek – 215 m
  • Shenton Gully – 177 m
  • Mary Springs Creek – 177 m
  • Croton Creek – 171 m
  • Bungabandi Creek – 21 m
  • Second Gully – 9 m

Durchflossene Seen[1][2][Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Seinen Namen erhielt der Fluss 1839 vom britischen Entdecker George Edward Grey, der ihn nach dem schottischen Geologen Roderick Murchison benannte.

Ästuar und Flussmündung dienten in den 1920er- und 1930er-Jahren als Erholungsgebiet für die Familien der Bergleute in den Galenitminen und während des Zweiten Weltkrieges gab es dort ein Ferienlager für Soldaten. 1951 wurde die Kleinstadt Kalbarri an der Flussmündung gegründet, die um 1990 eine Bevölkerungszahl von 2000 erreichte. 1963 wurde der Kalbarri-Nationalpark ausgewiesen.[4] Seit 1994 überquert der North West Coastal Highway auf der Galena Bridge den Fluss.[5]

Weblinks[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • P.J. Curry u. a., An inventory and condition survey of the Murchison River catchment and surrounds, Western Australia. Department of Agriculture, Western Australia: Technical Bulletin Number 84. (1994) ISBN 0-7309-5998-8 (englisch)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Map of Murchison River, WA (521 m – 17 m). Bonzle.com
  2. a b c d Map of Murchison River, WA (17 m – 0 m). Bonzle.com
  3. Department of Water - Water Resources Data - Murchison River, WA. 2008. Abgerufen am 26. November 2008.
  4. a b c Anne Brearley: Ernest Hodgkin's Swanland: Estuaries and Coastal Lagoons od Southwestern Australia. University of Western Australia Press. Nedlands WA (2005). ISBN 1-920694-38-2. S. 262–271
  5. Leigh Edmonds. The Vital Link: A History of Main Roads Western Australia 1926–1996. University of Western Australia Press. Nedlands WA (1997). ISBN 1876268069. S. 452