Mureck

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Mureck
Wappen von Mureck
Mureck (Österreich)
Mureck
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Steiermark
Politischer Bezirk: Südoststeiermark
Kfz-Kennzeichen: SO (ab 1.7.2013; alt: RA)
Fläche: 38,72 km²
Koordinaten: 46° 43′ N, 15° 46′ O46.70944444444415.769444444444237Koordinaten: 46° 42′ 34″ N, 15° 46′ 10″ O
Höhe: 237 m ü. A.
Einwohner: 3.578 (1. Jän. 2015)
Postleitzahlen: 8480, 8482
Vorwahl: 03472
Gemeindekennziffer: 6 23 83
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptplatz 30
8480, 8482 Mureck
Website: www.mureck.gv.at
Politik
Bürgermeister: Anton Vukan (SPÖ)
Gemeinderat: (2015)
(21 Mitglieder)
11
8
1
1
11 
Von 21 Sitzen entfallen auf:
Lage der Stadt Mureck im Bezirk Südoststeiermark
Bad Gleichenberg Bad Radkersburg Deutsch Goritz Edelsbach bei Feldbach Eichkögl Fehring Feldbach Gnas Halbenrain Jagerberg Kapfenstein Kirchbach in der Steiermark Kirchberg an der Raab Klöch Mettersdorf am Saßbach Mureck Murfeld Paldau Pirching am Traubenberg Riegersburg Sankt Anna am Aigen Sankt Peter am Ottersbach Sankt Stefan im Rosental Straden Tieschen Unterlamm SteiermarkLage der Gemeinde Mureck im Bezirk Südoststeiermark (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

Mureck (slow.: Cmurek) ist eine Gemeinde und Stadt im Bezirk Südoststeiermark im Bundesland Steiermark in Österreich mit 3578 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2015). Sie liegt im Gerichtsbezirk Feldbach. Mit 1. Jänner 2015 wurden im Rahmen der Gemeindestrukturreform in der Steiermark die ehemaligen Gemeinden Eichfeld und Gosdorf eingemeindet.

Geografie[Bearbeiten]

Mureck liegt im Süden der Steiermark an der slowenischen Grenze. Unmittelbar zur Stadt befinden sich die Murauen mit nahezu unberührter Natur.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Das Gemeindegebiet umfasst folgende acht Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 31. Oktober 2011[1]):

  • Diepersdorf (138)
  • Eichfeld (349)
  • Fluttendorf (59)
  • Gosdorf (574)
  • Hainsdorf-Brunnsee (209)
  • Misselsdorf (388)
  • Mureck (1570)
  • Oberrakitsch (334)

Die Gemeinde besteht aus den Katastralgemeinden Diepersdorf, Eichfeld, Fluttendorf, Gosdorf, Hainsdorf, Mureck und Oberrakitsch.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Sankt Veit in der Südsteiermark
Bez. Leibnitz
Sankt Peter am Ottersbach Deutsch Goritz
Murfeld Nachbargemeinden Halbenrain
Šentilj (Slowenien) Apače (Slowenien)

Geschichte[Bearbeiten]

Mureck um 1830, Wonsidler
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Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten]


Politik[Bearbeiten]

Gemeinderatswahlen
 %
60
50
40
30
20
10
0
51,83 %
(+17,65 %p)
35,07 %
(-24,01 %p)
4,95 %
(+1,51 %p)
8,15 %
(+4,84 %p)
2010

2015

Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
j Werte für 2010 ergeben sich aus der Summe der Einzelergebnisse der jetzt fusionierten Gemeinden bei der Wahl 2010.[2]

Gemeindevorstandsmitglieder[3][Bearbeiten]

  • Bürgermeisterin ist Anton Vukan von der SPÖ.
  • 1. Vizebürgermeister ist Ernst Walisch von der SPÖ.
  • 2. Vizebürgermeister ist Klaus Strein von der ÖVP.
  • Gemeindekassier ist MMag. Josef Kaufmann von der SPÖ.
  • weiteres Vorstandsmitglied ist Ing. Josef Krenn von der ÖVP.

Der Gemeinderat besteht seit der letzten Wahl aus folgenden Mitgliedern: 11 SPÖ, 8 ÖVP, 1 Grüne, 1 FPÖ.

Die Fusion der Stadtgemeinde Mureck mit den Nachbargemeinden Eichfeld und Gosdorf zur neuen Stadtgemeinde Mureck mit rund 3.500 Einwohnern beruht auf einem Beschluss des Gemeinderates vom 27. Juni 2013. Sie gilt ab dem 1. Jänner 2015. Die neue Gemeinde wird als „Stadtgemeinde Mureck“ bezeichnet.[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Die Verleihung des Gemeindewappens erfolgte am 14. Februar 1567 durch Erzherzog Karl II. von Innerösterreich.
Blasonierung: „Ainen Rotten oder Rubinfarben Schildt im grundt dessen zwischen zwaien griennen Pergen oder Leytten ain wasser Stram vber dasselb vnnd von ainer Leytten zu der anndern ain Pruggen von weissen Quadratstainen vnd erhebten Zynnen, in der mitte des Wassers auf ainer gefiertten Seull oder Phailler steenndt an yedem ort derselben Prukhen ain weisser runder Thurn mit Zynnen wie die Pruggen, offnen Thorn, vnnd Schoßgatern erscheinendt.“[5]

Bildung[Bearbeiten]

Mureck ist eine Schulstadt, deren Aus- und Weiterbildungseinrichtungen täglich von rund 1000 Schülern frequentiert werden und den Einwohnern verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten eröffnen.

  • Volksschule
  • Hauptschule
  • Polytechnische Schule
  • Landesberufschule Mureck
  • Bundesanstalt für Kindergartenpädagogik
  • Höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe
  • Städtische Musik- und Kunstschule: Musik- und Kunstschule für elementare, mittlere und höhere Musik- und Kunsterziehung mit Öffentlichkeitsrecht
  • Sonderpädagogisches Zentrum
Pfarrkirche St. Bartholomäus in Mureck

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Mureck
  • Pfarrkirche St. Bartholomäus: Daten bisher zurückreichend auf das Jahr 1187; bei Renovierungsarbeiten stieß man im Frühjahr 1998 jedoch auf Reste einer im 11. Jhdt. errichteten romanischen Kirche. Um 1500 Bau einer gotischen Kirche. Zerstörung durch die Türken (1532) und durch Brände in den Jahren 1756 und 1768. Das heutige Kirchengebäude geht auf einen barocken Bau von 1780 zurück. Zur Pfarrkirche gehört ein Friedhof mit dem Mausoleum von Maria Karolina von Neapel-Sizilien (1798–1870) (siehe Literatur)
  • Rathaus Mureck: Das Rathaus ist das Wahrzeichen Murecks, und im Gegensatz zu den anderen Bauten dreigeschossig und mit einem sechsgeschossigen Turm.
Die Schiffsmühle auf der Mur
  • Rathausglocke: Das Rathaus verfügt über eine denkmalpflegerisch interessante barocke Glocke aus dem Jahr 1737. Die Glocke weist Heiligenreliefs, ein Wappenmedaiilon, und eine Inschrift, die auf die Herstellung verweist, auf. Es ist eine seltene vollständig erhalte Glocke der Barockzeit.
  • Mariensäule: 1665 von den Bürgern der Stadt auf dem Platz vor dem Rathaus (bis 1938 mit Blickrichtung nach Osten) wurde auf Grund eines Pestgelöbnisses ein Marienstandbild errichtet. Die Skulptur der Hl. Maria mit dem Kind stammt noch aus dieser Zeit. Um 1740 wurden der geschmückte Obelisk und die Skulpturen der Schutzheiligen Florian (Feuer) und des Donatus (Wetter) hinzugefügt.
  • Schiffmühle auf der Mur (siehe Weblinks)
  • Auerlebnisweg Mureck: Der Auerlebnisweg führt durch die Murecker Auen, die das zweitgrößte Auwaldgebiet Österreichs sind. Die Grenzmurauen bieten einen natürlichen Hochwasserschutz, sind ein wichtiger Grundwasserspeicher und beherbergen eine Artenvielfalt an seltenen Pflanzen und Tieren.

Musik[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

  • Einzug des Heiligen Nikolaus mit Gefolge: Seit 1977 zieht alljährlich der Nikolaus mit seinem finsteren Gefolge in die Stadt Mureck ein. 16 aus Holz geschnitzte Masken, welche in den vergangenen Jahren nach und nach angefertigt wurden, sorgen für ein "Höllenspektakel" vor dem Murecker Rathaus.
Weckruf der Grenzlandtrachtenkapelle Mureck am 1. Mai auf einem restaurierten LKW.
  • Weckruf: Seit 1954 pflegt die Grenzlandtrachtenkapelle Mureck den Weckruf zum 1. Mai und erfreut die Murecker Bevölkerung sowie die Nachbargemeinden mit klingendem Spiel in den frühen Morgenstunden. Bis 1964 war man zu Fuß unterwegs und stieg dann auf einen LKW um.[6]

Vereine und Organisationen[7][Bearbeiten]

Musikvereine[Bearbeiten]

Feuerwehren[Bearbeiten]

  • FF Eichfeld
  • FF Gosdorf
  • FF Hainsdorf-Brunnsee
  • FF Misselsdorf
  • FF Mureck
  • FF Oberrakitsch

Sportvereine[Bearbeiten]

  • Beachvolleyballclub
  • ESV Mureck
  • TUS Mureck

Service Clubs[Bearbeiten]

Freizeit und Sport[Bearbeiten]

  • Murradweg
  • Freibad: großes Erlebnisbad mit drei Becken, 56 m Riesenrutsche, Strömungskanal, Kinderspielbach. Sport beim Freibad: In unmittelbarer Nähe befinden sich
    • Tennisplätze
    • Tennishalle mit Squashbox
    • Beachvolleyballanlage
    • Fußballplatz
    • Minigolfanlage
    • Volleyballfelder
    • Tischtennistische
  • Campingplatz: grenzt direkt an das Freibad
  • Radler- und Jugendherberge: unmittelbar neben dem Freibad
  • Jugendzentrum JUZ House: mit kostenlosem Internetanschluss
  • Kletterturm des Alpenvereins Mureck
  • Bootstouren auf der Mur mit dem Alpenverein
  • Speedway-Mureck: Seit 1949 werden auf der 427 m langen Sandbahn spektakuläre Rennen ausgetragen. 2012 sogar das EM - Finale.

Verkehr[Bearbeiten]

Bahn[Bearbeiten]

Mureck liegt an der Radkersburger Bahn, heute Teil der S-Bahn Graz. Vom Bahnhof Mureck erreicht man in etwa 15 Minuten Spielfeld-Straß, wo Anschluss an den internationalen Eisenbahnverkehr mit InterCity und EuroCity-Zügen besteht. Von Mureck verkehren alle ein bis zwei Stunden Züge nach Graz, meistens mit Umsteigen in Spielfeld-Straß. Die Fahrt nach Graz dauert derzeit rund 50 bis 70 Minuten.

Straße[Bearbeiten]

Mureck liegt an der Südsteirische Grenz Straße B 69. In Spielfeld, rund zwölf Kilometer vom Ortszentrum Murecks entfernt, besteht Anschluss an die Pyhrn Autobahn A 9.

In Mureck besteht über eine Straßenbrücke eine Verbindung nach Slowenien.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Ehrenbürger[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Heima Kaindl, Franz Kügerl (Hrsg.): Die Pfarrkirche Mureck. Geschichte - Architektur - Kunst, Verlag Diözesanmuseum Graz, Graz, ISBN 3-901810-05-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mureck – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Austria, Registerzählung vom 31. Oktober 2011
  2. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWahlergebnisse der Gemeinderatswahl 2015 und errechnete Werte der jetzt fusionierten Gemeinden bei der Wahl 2010. Abgerufen am 2. Mai 2015.
  3. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatWahlkundmachung - Ergebnis der Wahl des Gemeindevorstandes 2015. Abgerufen am 30. April 2015 (PDF; 231 kB).
  4. Kundmachung der Steiermärkischen Landesregierung vom 12. September 2013 über die Vereinigung der Stadtgemeinde Mureck und der Gemeinden Eichfeld und Gosdorf, alle politischer Bezirk Südoststeiermark. Steiermärkisches Landesgesetzblatt vom 14. Oktober 2013. Nr. 99, 28. Stück. S. 555.
  5. Mitteilungen des Steiermärkischen Landesarchivs 13, 1963, S. 80
  6. Chronik der Grenzlandtrachtenkapelle Mureck
  7. Vereinsverzeichnis der Stadt Mureck