Muriel Baumeister

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Muriel Baumeister (* 24. Januar 1972 in Salzburg) ist eine deutsch-österreichische Schauspielerin.

Leben und Karriere[Bearbeiten]

Muriel Baumeister stammt aus einer Schauspielerfamilie.[1] Sie ist die Tochter des Schauspielers Edwin Noël und der Tanzpädagogin Barbara Haselbach. Baumeister hat eine jüngere Schwester namens Peri, die ebenfalls Schauspielerin ist, und einen jüngeren Bruder.

Bereits als Schülerin stand Baumeister vor der Fernsehkamera. Bekannt wurde sie als Bea Donner in der Familienserie Ein Haus in der Toscana (1990–94), für die sie 1991 mit dem Telestar ausgezeichnet wurde. Ebenfalls für diese Rolle sowie für die Hauptrolle im Fernsehfilm Schuld war nur der Bossa Nova erhielt sie 1994 die Lilli-Palmer-Gedächtniskamera der Goldenen Kamera als beste Nachwuchsdarstellerin.[2] Nach dem Abitur begann sie zunächst ein Fachhochschulstudium der Sozialpädagogik, das sie abbrach, um ganz zur Schauspielerei zu wechseln.

Neben wenigen Kinoauftritten ist sie vorwiegend in Fernsehfilmen und -serien aktiv. 1992 und 1993 trug eine durchgehende Rolle in der ZDF-Serie Der Landarzt zu ihrer Popularität bei. In der ARD-Krimiserie Einsatz Hamburg Süd bildete sie von 1997 bis 1999 gemeinsam mit Meral Perin das Ermittlerduo. 2004 war Baumeister in Das Bernstein-Amulett, 2005 in Eine Prinzessin zum Verlieben und 2008 in Der Besuch der alten Dame zu sehen. Des Weiteren spielte sie eine der Hauptrollen in der Fernsehserie Bis in die Spitzen und hatte zahlreiche Gastauftritte in Reihen wie Derrick, Tatort, Polizeiruf 110 oder Das Traumschiff. 2009 spielte sie unter anderem in Faktor 8 – Der Tag ist gekommen und Kreuzfahrt ins Glück mit. 2013 war sie als Berta Drews in dem Doku-Drama George an der Seite von Götz George zu sehen.

Bis 1998 war sie mit ihrem Schauspielkollegen Rainer Strecker verheiratet. Aus dieser Ehe stammt ein Sohn, der 1993 geboren wurde. Nachdem ihr Vater 2004 Suizid begangen hatte, zog sich Baumeister vorübergehend aus der Öffentlichkeit zurück. 2006 wurde ihre Tochter geboren, deren Vater ist Schauspieler Pierre Besson. Baumeister lebte einige Jahre in Hamburg, inzwischen hat sie eine Wohnung in Berlin.[3]

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

Hörbücher[Bearbeiten]

  • Indigosommer
  • 2014: Tage wie Salz und Zucker von Shari Shattuck, Argon Verlag

Theater[Bearbeiten]

  • 2008: Der Menschenfeind (Moliere), Regie: Philippe Besson, Schloßtheater im Neuen Palais, Potsdam, Rolle: Celimene[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Rüdiger Sturm: Wir Schauspieler müssen Hartz IV beantragen. Interview, welt.de, 17. Juni 2013, abgerufen am 17. Juni 2013
  2. Goldene Kamera 1993, abgerufen am 30. Juni 2013
  3. http://www.rtv.de/artikel/18802/muriel-baumeister.html
  4. morgenpost.de: Muriel Baumeister spielt in Molières "Menschenfeind"