Murter

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Dieser Artikel behandelt eine kroatische Adriainsel. Für die gleichnamige Ortschaft, siehe Murter (Ortschaft).
Insel Murter
Murter (Kroatien)
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43.79786111111115.615691666667Koordinaten: 43° 47′ 52″ N, 15° 36′ 56″ O
Basisdaten
Meer: Adriatisches Meer
Lage: Mittlere Adria
Staat: Kroatische Flagge Kroatien
Gespanschaft: Wappen der Gespanschaft Šibenik-Knin Šibenik-Knin
Fläche: 17,577 km²
Länge: 11,200 km
Breite: 0,6 - 3,1 km
Küstenlänge: 42,605 km
Einwohner: 5.192
Bevölkerungsdichte: 295 Einwohner je km²
Größte Ortschaft: Murter (2.010 Einwohner)
Höchster Punkt: Raduč (125 m)
Webpräsenz:
Croatia - Murter.PNG

Murter ist der Name einer kroatischen Insel in der mittleren Adria in Dalmatien. Der Hauptort Murter im Norden der Insel trägt denselben Namen.

Im Nordosten unmittelbar an Murter angrenzend liegt das Dorf Betina, während die Orte Jezera und Tisno an der Südostküste liegen. Die gesamte Insel hat 5.192 Einwohner. Davon sind 97,59 % Kroaten.

Geographie[Bearbeiten]

Die Insel liegt im nordwestlichen Teil des Šibenik-Archipels, 20 m vom Festland durch einen Kanal bei Tisno entfernt, welcher durch eine 37 m lange Brücke überspannt wird. Die Inselfläche beträgt 17,5 km². Die Anhöhe Raduč stellt mit 125 m den höchsten Punkt der Insel dar.

Der südwestliche Teil weist zumeist Felsküsten auf, die von Sandbuchten unterbrochen sind. Insgesamt sind auf der Insel viele Steinstrände und einige wenige Sandstrände vorzufinden.

Geschichte[Bearbeiten]

Blick auf den Hafen von Murter

Die Insel ist seit etwa 2.000 Jahren bewohnt. In der Nähe von Betina wurden die Überreste einer illyrischen Siedlung gefunden, die einst den Namen Colentum trug. Dokumenten zufolge wurde Murter 1293 als „Villa Magna“ (Großes Dorf) bezeichnet. Belege weisen ebenfalls darauf hin, dass es im 13. Jahrhundert zwei Siedlungen auf der Insel gab - Jezera und Veliko Selo, Srimač (heute Murter). Eine Aufzeichnung aus dem Jahre 1318 führt die Bezeichnung Mortari für Murter auf. Die Orte Betina und Tisno wurden zum größten Teil im 15. Jahrhundert zur Zeit der osmanischen Eroberungen erbaut. Durch einen erheblichen Flüchtlingszustrom vom Festland auf die Insel stieg damals die Bevölkerungszahl der Insel.

Kulturerbe[Bearbeiten]

  • Zahlreiche Funde christlicher Texte in der glagolitischen Schrift (statt der lateinischen Schrift). Diese werden heutzutage auf der Insel und in den Museen des Vatikan aufbewahrt.
  • Die Kirche des Hl. Michael, die Heiligenfels-Kapelle und die „Kirche der Madonna von Gradina“ gehören zu den ältesten Kirchen der Insel.
  • Zu den traditionellen Beschäftigungen der Inselbewohner gehört die Fischerei und Landwirtschaft: Die Insel Murter ist für ausgezeichnetes Olivenöl bekannt.
  • Der nautische Tourismus gilt als bedeutender ganzjähriger Wirtschaftszweig. Dadurch wird ein Großteil des touristischen Zustroms generiert.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Island of Murter – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien