Musée Rath

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Eingang des Musée Rath

Das Musée Rath ist ein Kunstmuseum in Genf. Seit 1910 präsentiert es ausschliesslich Sonderausstellungen.

Es liegt am Place Neuve (Neuer Platz), gerade vor den alten Stadtmauern und neben dem Grand Théâtre (Genfer Oper) und dem Conservatoire de Musique (Musikhochschule).

Es wurde 1824–1826 von dem Architekten Samuel Vaucher erbaut. Der General Simon Rath (1766–1819) hatte eine grosse Summe seinen Schwestern Jeanne und Henriette Rath vermacht „um etwas nützliches für sein Land zu schaffen, das seinen Namen tragen würde“. Die Schwestern Rath entschieden sich für ein Museum, und die Société des arts (Kunstgesellschaft) baute dies mit ihrer Spende und der Beihilfe des Genfer Staats. Samuel Vaucher hat das Gebäude als Tempel der Musen entworfen, inspiriert von Altgriechischen Tempeln.

Das Musée Rath war das erste eigens gebaute Kunstmuseum der Schweiz. Am Anfang diente das Museum sowohl für Dauerausstellungen, Sonderausstellungen, Kulturtreffen und der Kunstausbildung. Ab 1880 war das Museum zu klein für die Kollektionen. Seit der Einweihung des Musée d'art et d’histoire (kunsthistorisches Museum) in 1910 ist das Musée Rath den Sonderausstellungen gewidmet.

Zwischen 1916 und 1919 wurde das Museum geschlossen und das Gebäude für die Internationale Zentralstelle für Kriegsgefangene des IKRK benützt.

Seit 1851 ist das Museum im Besitz der Stadt Genf. Das Gebäude steht seit 1921 unter Denkmalschutz.

Quellen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

46.2017396.143544Koordinaten: 46° 12′ 6,3″ N, 6° 8′ 36,8″ O; CH1903: 500038 / 117525