Musashimaru Kōyō

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
武蔵丸 光洋
Musashimaru Kōyō
Musashimaru beim Dohyō-iri im Mai 2002
Persönliche Daten
Wirklicher Name Fiamalu Penitani
Geboren 2. Mai 1971
Geburtsort Samoa
Größe 1,92 m
Gewicht 235 kg
Karriere
Heya Musashigawa
Rekord 779-294-115
Debüt September 1989
Höchster Rang Yokozuna (Juli 1999)
Turniersiege 12 (Makuuchi)
je 1 in Jūryō, Sandanme und Jonokuchi
Rücktritt November 2003

Musashimaru Kōyō (* 2. Mai 1971 auf Samoa), japanisch 武蔵丸 光洋, eigentlich Fiamalu Penitani, war der zweite Ausländer, der jemals im japanischen Sumōringen den Rang eines Yokozuna erreichte.

Der junge Penitani gelangte im Alter von 10 nach Hawaii, wo er an der High School als Ringer im griechisch-römischen Stil so erfolgreich war, dass er eine Profikarriere ins Auge fasste. Er ging nach Japan, nahm einen japanischen Namen an und begann 1989 mit dem Sumōringen. 1991 wurde er Profisportler im Ringerstall Musashigawa-beya des ehemaligen Yokozuna Mienoumi. 1996 nahm er die japanische Staatsbürgerschaft an.

Musashimarus Kampfgewicht von 223 kg und zum Schluss 230 kg, kombiniert mit seiner insbesondere für japanische Verhältnisse überragenden Körperlänge von 191 cm, machten ihn zu einem gefürchteten Gegner. Musashimarus Ähnlichkeit mit dem Samurai und als Held bewunderten Krieger Saigō Takamori tat ihr Übriges, um die Anzahl seiner Fans zu vermehren. Musashimaru stieg schnell in der Hierarchie des Sumō auf und stellte mit 52 aufeinander folgenden Turnieren mit kachi-koshi (mehr Siege als Niederlagen) einen Rekord auf. Dies reichte jedoch nicht aus, um den Titel eines Yokozuna zu verdienen, und so erhielt im Jahr 1993 der Hawaiier Akebono als erster Nicht-Japaner diese Auszeichnung und machte damit Geschichte. Erst 1999 konnte Musashimaru nachziehen und wurde zum 67. Yokozuna ernannt.

Im Laufe seiner Karriere gewann Musashimaru insgesamt zwölf Meistertitel der obersten Division (und somit einen mehr als Akebono). Mit über 700 gewonnenen Kämpfen gehört er zu den fünf Kämpfern mit den meisten Siegen.

Im November 2003 kündigte Musashimaru wegen einer chronischen Verletzung seines linken Handgelenks seinen Rücktritt an. Am 2. Oktober 2004 beendete er offiziell seine Karriere. Er war seitdem als Trainer im Musashigawa-beya tätig. Kurz vor Auslaufen seiner Sondererlaubnis, seinen bisherigen Ringernamen als Oyakatatitel weiterzuführen, lieh er sich den Furiwake-Anteil, welcher Eigentum des damals noch aktiven Ringers Takamisakari war, sodass er weiterhin dem Sumōverband angehören konnte. Ab Oktober 2009 hatte er den Namen Furiwake inne, dann ab August 2012 den Namen Oshima, bis er schließlich ab Februar 2013 den berühmten Namen Musashigawa seines früheren Stallmeisters annahm, unter dem er wieder ein Heya eröffnete. Das vormalige Musashigawa-beya war 2010 mit der Übernahme durch Musōyama zum Fujishima-beya umbenannt worden.

Musashimaru Kōyō und seine Sumō-Kollegen Akebono Tarō und Konishiki Yasokichi werden in Israel Kamakawiwoʻoles Lied "Tengoku Kara Kaminari (Gentle Giants)" besungen.

Kampfstil[Bearbeiten]

Musashimaru kämpfte anfangs häufiger mit Schlag- und Stoßtechniken wie Oshi-dashi und Tsuki-dashi. Mit der Zeit ist er auch ein versierter Anwender des Yotsu-Sumō geworden und konnte beide Richtungen gleichermaßen anwenden.

Kampfstatistik[Bearbeiten]

Jahr Hatsu (Januar) Haru (März) Natsu (Mai) Nagoya (Juli) Aki (September) Kyushu (November) Gew. / Verl. Durchschnitt
1991 -- Makushita 4 West
4-3
Makushita 1 Ost
5-2
Juryo 11 Ost
11-4
Juryo Yusho (1)
Juryo 3 Ost
10-5
Maegashira 12 Ost
11-4
Kanto-sho (1)
41-18 69,4 %
1992 Maegashira 3 Ost
9-6
Maegashira 1 West
9-6
Komusubi 2 West
8-7
Komusubi 1 Ost
11-4
Gino-sho (1)
Sekiwake 1 West
10-5
Sekiwake 1 Ost
9-6
56-34 62,2 %
1993 Sekiwake 2 Ost
10-5
Sekiwake 1 Ost
10-5
Sekiwake 1 Ost
9-6
Sekiwake 1 West
8-7
Sekiwake 1 Ost
8-7
Sekiwake 2 West
13-2
Shukun-sho (1)
58-32 64,4 %
1994 Sekiwake 1 Ost
12-3
Gino-sho (2)
Ozeki 2 West
9-6
Ozeki 2 Ost
12-3
Ozeki 1 West
15-0
Yusho (1)
Ozeki 1 Ost
11-4
Ozeki 2 West
12-3
71-19 78,8 %
1995 Ozeki 1 West
13-2
Ozeki 1 Ost
12-3
Ozeki 1 Ost
12-3
Ozeki 1 Ost
12-3
Ozeki 1 Ost
10-5
Ozeki 1 Ost
10-5
69-21 76,6 %
1996 Ozeki 1 West
9-6
Ozeki 1 West
9-6
Ozeki 2 Ost
9-6
Ozeki 2 Ost
10-5
Ozeki 2 Ost
11-4
Ozeki 1 West
11-4
Yusho (2)
59-31 65,5 %
1997 Ozeki 1 West
12-3
Ozeki 1 West
12-3
Ozeki 1 Ost
9-6
Ozeki 1 West
10-5
Ozeki 1 Ost
13-2
Ozeki 1 Ost
12-3
68-22 75,5 %
1998 Ozeki 1 West
12-3
Yusho (3)
Ozeki 1 Ost
8-7
Ozeki 1 West
10-5
Ozeki 1 West
12-3
Ozeki 1 Ost
11-4
Ozeki 1 Ost
11-4
64-26 71,1 %
1999 Ozeki 1 Ost
8-7
Ozeki 1 Ost
13-2
Yusho (4)
Ozeki 1 Ost
13-2
Yusho (5)
Yokozuna 1 West
12-3
Yokozuna 1 West
12-3
Yusho (6)
Yokozuna 1 Ost
12-3
Yusho (7)
70-20 77,7 %
2000 Yokozuna 1 Ost
2-2-11
Yokozuna 2 Ost
11-4
-- Yokozuna 2 Ost
10-5
Yokozuna 1 West
14-1
Yusho (8)
Yokozuna Ost
11-4
48-16-11 75,0 %
2001 Yokozuna West
14-1
Yokozuna West
12-3
Yokozuna West
13-2
Yokozuna West
12-3
Yokozuna Ost
9-6
Yokozuna Ost
13-2
Yusho (9)
73-17 81,1 %
2002 Yokozuna Ost
1-3-11
Yokozuna Ost
13-2
Yusho (10)
Yokozuna Ost
13-2
Yusho (11)
Yokozuna Ost, 10-5 Yokozuna Ost
13-2
Yusho (12)
Yokozuna Ost
4-2-9
54-36 60,0 %
2003 -- -- -- Yokozuna West
2-4-9
-- Yokozuna West
3-5-(Verletzt)
Rücktritt
5-9-9 35,7 %

Aktualisiert im Februar 2013.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Kampfstatistik Musashimaru Kōyō