Museo Bagatti Valsecchi

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Das Museo Bagatti Valsecchi ist ein Kunstmuseum in Mailand. Es befindet sich im Bezirk Montenapoleone Via Santo Spirito 10/ Via Gesú im Zentrum der Stadt. Das Gebäude stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist dem Stil der Neorenaissance zuzuordnen. In ihm werden Kunstwerke aus der Zeit der Renaissance ausgestellt.

Die Brüder Fausto (1843 bis 1914) und Giuseppe Bagatti Valsecchi (1865 bis 1934) studierten Rechtswissenschaften. Sie waren jedoch wohlhabend genug, dass sie nie arbeiten mussten. Sie sammelten zusätzlich zu dem bereits Ererbten.

Die Sammlung des Museums Bagatti Valsecchi wird in 17 Galerieräumen präsentiert, deren Einrichtung aus dem 19. Jahrhundert stammt. Der Stil des Hauses wurde in den zwei Wohnungen der Brüder dem der lombardischen Renaissance angepasst. Viele Kunstwerke stammen aus dem Trecento, Quattrocento und Cinquecento. Die italienische Malerei der Renaissance wird durch Künstler wie Giovanni Bellini, Gentile Bellini und Giampietrino repräsentiert, daneben werden Holzschnitzereien, Möbel, Waffen und Rüstungen, Keramik, Glaswaren, Tapeten und Kunstobjekte aus Metallen wie Gold und Elfenbein ausgestellt.

Das Haus ist seit 1994 der Öffentlichkeit zugänglich. Das Museum gehört zu den vier Gebäuden, die als Case Museo di Milano zusammengeschlossen sind. Es ist auch ein Zentrum für Forschung und Veranstaltungsort von Seminaren und Konferenzen.

Die anderen Häuser sind die Villa Necchi Campiglio, das Museo Poldi Pezzoli und die Casa Museo Boschi Di Stefano in Mailand. Träger ist die Stiftung Fondazione Bagatti Valsecchi.

Ausstellung[Bearbeiten]

  • 2010: Ospiti inaspettati - Case di ieri, Design di oggi, english: Unexpected Guests - Homes of Yesteryear, Design of Today auch in den anderen drei Museen des Verbundes; initiiert durch die Möbelmesse Mailand „Cosmit“.

Literatur[Bearbeiten]

  • "La Casa Bagatti Valsecchi. L'Ottocento, il Rinascimento, il Gusto dell'Abitare" R. Pavoni, ed. Firenze: Scala, 1994
  • "Milano fin de siècle e il caso Bagatti Valsecchi. Memoria e progetto per la metropoli italiana" Atti del congresso. Milano, Palazzo Bagatti Valsecchi, 24-26 maggio 1990. R. Pavoni, ed. Milano: Guerini, 1991
  • "Reviving the Renaissance. The Use and Abuse of the Past in Nineteenth-Century Italian Art and Decoration" R. Pavoni, ed. Cambridge Studies in Italian History and Culture. Cambridge: Cambridge University Press, 1997
  • Bagatti Valsecchi, Pier Fausto. "I Bagatti Valsecchi: presentazione di una famiglia e di due protagonisti". In "La Casa Bagatti Valsecchi. L'Ottocento, il Rinascimento, il Gusto dell'Abitare" R. Pavoni, ed. Firenze: Scala, 1994
  • Bagatti Valsecchi, Pier Fausto. "La Fondazione Bagatti Valsecchi. In "Capolavori da fondazioni artistiche italiane. Dalla casa al museo" Catalogo della mostra. Milano: Museo Poldi Pezzoli, 1981
  • Beppe Finessi (Hrsg.): Ospiti inaspettti - Case di ieri, Design di oggi in italienischer und englischer Sprache, Corriani Edizioni, Mantua 2010 ISBN 978-88-7570-243-4

Weblink[Bearbeiten]

45.469459.19495Koordinaten: 45° 28′ 10″ N, 9° 11′ 41,8″ O