Museum Europäischer Kulturen

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Das Museum Europäischer KulturenStaatliche Museen zu BerlinStiftung Preußischer Kulturbesitz ging im Jahr 1999 aus einer Vereinigung des Berliner Museums für Volkskunde mit der Sammlung der „Abteilung Europa“ des damaligen Berliner Museums für Völkerkunde hervor. Es beschäftigt sich mit den Lebenswelten in Europa und Deutschland, vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Zusammen mit dem Ethnologischen Museum sowie dem Museum für Asiatische Kunst befindet sich das Museum heute in dem nach dem Architekten benannten Bruno Paul-Bau in der Arnimallee in Berlin-Dahlem. Dort belegt es mit seinen Ausstellungsräumen das älteste Gebäude des Museumsquartiers Dahlem.[1]

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Geschichte[Bearbeiten]

Das heutige Museum Europäischer Kulturen baut auf der Entwicklung mehrerer Vorgängerinstitutionen auf, die seit Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden sind und sich teils privater Initiative, teils staatlichen Gründungen verdanken.

Der Schrank „Europa“[Bearbeiten]

„Europa“-Schrank, Rekonstruktion 1999

Ausgangspunkt der Sammlung waren zwei Schamanentrommeln der nordeuropäischen Sámi, die Anfang des 19. Jahrhunderts in die Königlich Preußische Kunstkammer kamen. 1859 eröffnete das Neue Museum, das unter anderem eine ethnologische Sammlung enthielt. Dazu zählte auch der Schrank „Europa“, der die „Urzelle“ des heutigen Museum Europäischer Kulturen darstellt.[2]

Museum für Völkerkunde[Bearbeiten]

Im Jahr 1873 erfolgt dann die institutionelle Gründung des Museums für Völkerkunde der Königlich Preußischen Museen, das 1886 in einem neuen Gebäude eröffnete. Es besitzt auch ca. 250 europäische Ethnographica. Die ursprünglich geplante gemeinsame Ausstellung von außereuropäischen und europäischen Objekten scheitert an Platzmangel, ebenso die Gründung eines „Nationalmuseums“, das die Geschichte der europäischen „Völker“ mit Schwerpunkt auf der „deutschen“ Kultur von der Urgeschichte bis zur Gegenwart darstellen soll.[3]

Museum für deutsche Volkstrachten und Erzeugnisse des Hausgewerbes[Bearbeiten]

Rudolf Virchow, Porträt, Kaltnadelradierung um 1900

Die private Initiative des Berliner Mediziners, Anthropologen und Politikers Rudolf Virchow (1821-1902) sowie von anderen Mitgliedern der Berliner Anthropologischen Gesellschaft führt 1889 zur Gründung und Förderung des deutschlandweit ersten zentralen „Museums für deutsche Volkstrachten und Erzeugnisse des Hausgewerbes“. Ab 1891 wird dieses Museum durch einen eigens zu diesem Zweck gegründeten Museumsverein getragen. Ziel des bis 1934 im Palais Creutz in der Klosterstraße 36 untergebrachten Museums ist es, den in der Völkerkunde ausgeklammerten Kulturzeugnissen des „eigenen Volkes“ sowie der angrenzenden Länder deutscher Sprache Raum zu geben. Zudem sollen aufgrund der Industrialisierung im Verschwinden begriffene bäuerlich-ländlichen Sachgüter aus Deutschland bewahrt werden.[4]

Königliche Sammlung für Deutsche Volkskunde[Bearbeiten]

Das private Museum für deutsche Volkstrachten und Erzeugnisse des Hausgewerbes wird mit Unterstützung des Mäzens James Simon (1851-1932, ab 1904 Vorsitzender des Museumsvereins) und unter der Leitung von Karl Brunner (1904-1928) 1904 als „Königliche Sammlung für Deutsche Volkskunde“ Teil der Königlich Preußischen Museen zu Berlin. Die Sammlung wird der Prähistorischen Abteilung des Museums für Völkerkunde administrativ unterstellt und von ihr betreut. Aufgrund der unzweckmäßigen Angliederung an diese Abteilung spielt die volkskundliche Sammlung dort jedoch nur eine marginale Rolle.[5]

Staatliches Museum für deutsche Volkskunde[Bearbeiten]

Erst 1929 erhält die Sammlung ihre Eigenständigkeit als „Staatliches Museum für deutsche Volkskunde“ im Gefüge der Staatlichen Museen zu Berlin. Insbesondere der Direktor Konrad Hahm (1928-1943) setzt sich mit Werbung, wechselnden Ausstellungen und zielgerichteter Vortragstätigkeit dafür ein, die Museumsbestände einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Darüber hinaus erarbeitet er in zahlreichen Denkschriften und Konzeptionen mögliche Formen volkskundlicher Präsentation in einem zentralen Volkskundemuseum. Damit verabschiedet er sich von dem traditionellen Ansatz einer Objektanordnung nach sog. Kulturlandschaften. Stattdessen entwickelt er eine Konzeption eines neuen nach sog. Sachgruppen geordneten Museumstypus.[6]

Im Zeitraum von 1934 bis 1945 erhält das Museum für Deutsche Volkskunde mit dem Schloss Bellevue ein eigenes Gebäude. 1938 folgt aber schon der Umzug der Ausstellungs- und Verwaltungsgebäude ins Prinzessinnenpalais neben der Staatsoper in der Straße Unter den Linden sowie der Sammlungen und Werkstätten in die ehemalige National-Mutterloge der Freimaurer in der Splittgerbergasse 3. Zeitweilig macht das Museum offene Zugeständnisse an die Herrschaftsideologie des Nationalsozialismus. Dies zeigt sich beispielsweise in Ausstellungen zu „national-landsmannschaftlicher Heimat- und Volkstumsarbeit“. Umfangreiche nationalsozialistisch geprägte Ausstellungen und groß angelegte Propagandaschauen kommen jedoch nicht zustande. Konrad Hahm widmet sich der Gründung eines „Instituts für Volkskunstforschung“, das 1940 unter seiner Leitung der Berliner Universität angeschlossen wird. Eine dem Museum angegliederte Abteilung „Schule und Museum“ wirkt seit 1939 bereits in museumspädagogischer Perspektive. Bis zu seiner Verhaftung und späteren Hinrichtung im Oktober 1944 übernimmt der progressive und humanistisch gesinnte Pädagoge und aktive Widerstandskämpfer im Kreisauer Kreis, Adolf Reichwein, die Leitung.

Mit der Etablierung einer Abteilung „Eurasien“ im Museum für Völkerkunde, deren Einrichtung im Einklang mit der NS-Ideologie steht, muss die volkskundliche Sammlung alle „nicht deutschen“ Objekte an das Museum für Völkerkunde abgeben, während dieses seine „deutschen“ Objekte an das Museum für Deutsche Volkskunde überstellt. Damit vollzieht sich eine neue institutionelle Trennung der Sammlungsbereiche. Im Zweiten Weltkrieg verlieren die Museen zahlreiche Objekte durch Zerstörung, Diebstahl und Verlagerung an andere Orte[7], darunter auch die Moorleiche des Mannes von Kreepen.

Volkskundliche Parallelmuseen in Ost und West (1945-1989)[Bearbeiten]

Blick in die Dauerausstellung der 1980er Jahre im Museum für Deutsche Volkskunde, Berlin/West

Obwohl die wertvollsten Museumsbestände in den letzten Kriegsjahren in Kellern, Bunkern und Gutshäusern an neun verschiedenen Orten in Berlin, Brandenburg und Vorpommern ausgelagert wurden, sind nach Kriegsende rund 80 % der volkskundlichen Museumsbestände vernichtet. Die vom Berliner Flakturm am Zoo in die Kalischächte nach Thüringen verbrachten Objekte werden nach Kriegsende von US-amerikanischer Besatzung nach Wiesbaden befördert, während die restlichen im Flakturm verbliebenen Teilbestände von der sowjetischen Besatzungsmacht im Sommer 1945 mit anderen hochkarätigen Museumsgütern in die Sowjetunion transportiert werden.[8]

Im Nachkriegsdeutschland hat die politische Teilung die Entstehung von volkskundlichen Parallelmuseen in Berlin zur Folge: Ein Teil der Sammlung wird im Ostteil der Stadt im „Museum für Volkskunde“ im Pergamonmuseum auf der Museumsinsel untergebracht, wo es sich nach inhaltlich-konzeptuellen Auseinandersetzungen 1957 endgültig mit einer neuen Schausammlung etabliert. Der andere Teil wird in West-Berlin kurzzeitig wieder dem Museum für Völkerkunde angegliedert, gewinnt aber 1963 im Rahmen der neu gegründeten Stiftung Preußischer Kulturbesitz seine Eigenständigkeit als „Museum für Deutsche Volkskunde“ zurück, wird allerdings erst 1976 im wiedereröffneten Magazinflügel des Geheimen Staatsarchivs in Berlin-Dahlem der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Eine ministerielle Weisung, die den Mitarbeitern der Staatlichen Museen zu Berlin (Ost) jeglichen Kontakt zu Einrichtungen des Preußischen Kulturbesitzes in Berlin/West untersagt, trägt wesentlich zur Entfremdung beider Einrichtungen bei.[9]

In den 1980er Jahren widmen sich beide Museen zunehmend dem Kulturwandel im Industriezeitalter bis hin zum Leben der städtischen Bewohner. Mit Sonderausstellungen wie „Großstadtproletariat“ (1980-87) oder „Dienstbare Geister“ (1981) überwinden sie die Beschränkung auf vorindustrielle bäuerlich-handwerkliche Kultur. Der Anspruch der Sammelpolitik, sich auch auf gegenwärtige Dynamiken zu richten, wird jedoch nur bedingt erfüllt.[10] Nachdem im Westteil Berlins bereits Kooperationen zwischen der Abteilung Europa des Museums für Völkerkunde und dem Museum für Deutsche Volkskunde stattgefunden hatten, wird 1988 erstmals die Idee zur Gründung eines „Europa-Museums“ als Reaktion auf die sozialen und kulturellen Wandlungsprozesse im Zuge der fortschreitenden politisch-ökonomischen europäischen Integration artikuliert.[11]

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 100-jährigen Jubiläum des seit fast 30 Jahren geteilten Museums für (Deutsche) Volkskunde beginnt 1989 eine Wiederaufnahme der beiderseits ruhenden Kontakte.

Museum für Volkskunde bei den Staatlichen Museen zu Berlin/Stiftung Preußischer Kulturbesitz[Bearbeiten]

Im Anschluss an die politische Wiedervereinigung Deutschlands werden die Sammlungen der Staatlichen Museen 1992 unter der Ägide der Stiftung Preußischer Kulturbesitz bei personeller Kontinuität zusammengeführt. Im Zuge der Neuorientierung werden die geteilten Museumsbestände zunächst in Dahlem zu einem „Museum für Volkskunde bei den Staatlichen Museen zu Berlin/Stiftung Preußischer Kulturbesitz“ vereint. Diese komplexe organisatorische Herausforderung löst viele kontroverse inhaltlich-konzeptionelle Diskussionen aus, die Abstimmungen und Kompromisse hinsichtlich der künftigen Gestaltung des Museums nach sich ziehen. Die ursprünglich Ende der 1980er Jahre vom Museum für Völkerkunde ausgehende Idee für eine Neukonzeption eines Museums mit europäischer Ausrichtung ausgearbeitet: Die Abteilung Europa soll mit dem Museum für Volkskunde zu einem neuen Museum zusammengelegt werden. [12]

Museum Europäischer Kulturen[Bearbeiten]

Blick in die neue Sammlungspräsentation: „Kulturkontakte - Leben in Europa“, Themenbereich: Mobilitäten/Migration

Im Ergebnis wird 1999 das „Museum Europäischer Kulturen“ mit neuer programmatischer Ausrichtung gegründet. Diese Neugründung trägt der gegenwärtigen gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Entwicklung in Europa Rechnung. Das Museum Europäischer Kulturen untersucht historische, kulturelle und nationalstaatliche Grenzen zwischen dem „Eigenen“ und dem vermeintlich fremden „Anderen“, es dokumentiert und sammelt im Rahmen europäischer wie internationaler Austauschprozesse das Alltagsleben europäischer Gesellschaften und begleitet deren Wandel. Gleichzeitig beschäftigt es sich auch mit Fragestellungen der pluralen Gesellschaft in Deutschland, wie migrantische Bewegungen, kulturelle Diversität, deren Ausdrucksformen und gesellschaftliche Auswirkungen, insbesondere in urbanen Lebensräumen.

Nach Umzug der Ausstellungen zum neuen Standort „Museen Dahlem“ präsentiert sich das Museum Europäischer Kulturen im Jahr 2011 im Bruno-Paul-Bau in der Arnimallee 25. In den ehemaligen Ausstellungsräumen des Museums, Im Winkel 6/8, befinden sich heute die Werkstätten und Magazine sowie Büros der Mitarbeiter.

Sammlung[Bearbeiten]

Restauratorin im Textilmagazin

Die Vorläuferinstitutionen des Museums widmeten sich der Alltagskultur der unteren und mittleren gesellschaftlichen Schichten und betrachteten die Objekte insbesondere als Belege vergangener ländlicher Lebenswelten. Seit den 1970er Jahren stehen Alltag und Lebenswelt des Industriezeitalters bis hin zur Gegenwart im Vordergrund. In diesem Sinne gehört auch das Thema der (transnationalen, postkolonialen bzw. postsozialistischen) Migration und Mobilität für das Museum Europäischer Kulturen zu den Grundbegriffen eines Verständnisses von Kulturzusammenhängen in Europa. Kulturhistorische und ethnografische Kenntnisse werden genutzt, um anhand von originalen Sachzeugnissen und deren Deutung gesellschaftliche Zusammenhänge von vergangenen und gegenwärtigen Lebenswelten in Europa verständlich zu machen.

Sammlungsbestände[Bearbeiten]

Mit rund 280.000 Ethnographica und Objekten zur Kulturgeschichte verfügt das Museum Europäischer Kulturen über eine der größten Sammlungen zur Alltagskultur und populären Kunst in Europa. Hierbei handelt es sich um materielles und immaterielles Kulturerbe vornehmlich aus Deutschland und anderen Ländern mit einem Schwerpunkt auf Ost- und Südosteuropa. Einzigartig sind die vor allem historischen Bestände von einigen ethnischen Minderheiten in Europa.

Die Sammlungen sind vorrangig nach ihrer Materialbeschaffenheit (Textilien, Keramik, Glas, Papier, Holz etc.) deponiert und bislang nach 74 Objekt- bzw. Sachgruppen klassifiziert. Sie umfassen nahezu alles, was die eigenen und fremden, vergangenen und gegenwärtigen Lebenswelten betrifft. Hervorzuheben sind dabei besonders die textilen, populargrafischen und fotografischen Bestände. Außergewöhnlich sind die thematisch angelegten Sammlungsbereiche zur naiven Kunst, zur Kindheits- und Jugendkultur, zu Ritualen und zu Formen von Religiosität. Dieser letzte umfangreiche Sammlungsbestand umfasst die drei monotheistischen Weltreligionen und wurde von der Berliner Sammlerin Gertrud Weinhold (1899-1992) über Europas Grenzen hinaus kulturvergleichend angelegt.

Sammlungsausrichtung[Bearbeiten]

Die objektorientierte Arbeit innerhalb verschiedener Sammlungsbereiche legt den Schwerpunkt auf die Disziplinen der Textil-, Bild-, Foto-, Religions- und Sozialwissenschaft. In engem Zusammenhang damit steht das forschende Sammeln der Gegenwart, aber nach wie vor auch der vergangenen Kultur im Sinne der Ergänzung vorhandener Sammlungslinien. Das Museum Europäischer Kulturen sieht eine seiner Hauptaufgaben in einer kontinuierlichen Sammlungsentwicklung als Reflexion vergangener und gegenwärtiger Lebenswelten in Europa und möchte einen grundlegenden Beitrag zum Erhalt und zur kritischen Reflexion des kulturellen Gedächtnisses der Menschheit leisten.

Venezianische Gondel in der Dauerausstellung

Förderkreis[Bearbeiten]

Seit 1978 fördert der Verein der Freunde des Museums Europäischer Kulturen, der aus Mitgliedern aller Alters- und Berufsgruppen besteht, das Museum mit Ankäufen von wichtigen Objekten. Er unterstützt – vor allem finanziell – Restaurierungen, Ausstellungen, Tagungen und Veranstaltungen. So richtet er zum Beispiel seit rund 20 Jahren einen Oster- und Kunsthandwerksmarkt in Berlin aus und beteiligt sich an der vom Museum organisierten Veranstaltungsreihe der Kulturtage im Museum Europäischer Kulturen. Neben der Mitfinanzierung von Veröffentlichungen gibt er eine eigene Publikationsreihe (Schriften der Freunde des Museums Europäischer Kulturen) heraus.

Ausstellungen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • „Comicleben_Comiclife“, 5. Mai - 28. Oktober 2012
  • Sammlungspräsentation: Kulturkontakte - Leben in Europa, seit 9. Dezember 2011
  • „Döner, Dienste und Design. Berliner UnternehmerInnen, 21. November 2009 - 28. Februar 2010 [im Rahmen des EU-Projekts „Entrepreneurial Cultures in European Cities“ (2008 - 2010)]
  • „Tuchintarsien in Europa von 1500 bis heute“, 19. März - 5. Juli 2009
  • „Europa entdecken!“, 18. April 2008 - 5. Juli 2009
  • „KinderMobil. Kleine Helfer für kleine Helden“, 1. April 2007 - 1. Januar 2008
  • „Die Stunde Null: ÜberLeben - Umbruchzeiten 1945“, 8. Mai 2005 - 6. Januar 2008
  • „Solidarność - Polenbegeisterung. Deutsche und Polen nach dem Novemberaufstand 1830“, Königliches Schloss in Warschau, 29. November 2005 - 31. Januar 2006
  • „Naive Kunst aus Polen: Die Sammlung Orth“, 3. Dezember 2004 - 3. April 2005
  • „Europa an der Grenze. West Oder Ost Odra“, 13. März - 16. Mai 2004

Veranstaltungsreihe: Kulturtage im Museum Europäischer Kulturen[Bearbeiten]

Die Kroatischen Kulturtage, 2006
  • Apulische Kulturtage: La Puglia a Berlino (mit Kooperationsausstellung „Erkundungen“), 5. August - 26. August 2012
  • Sardische Kulturtage: La Sardegna a Berlino (mit Kooperationsausstellung „La Sardegna. Der Blick von drinnen und draußen“), 1. - 30. August 2008
  • Rumänische Kulturtage: Rumänien - Blickwechsel (mit gleichnamiger Ausstellung), 1. November - 5. Dezember 2007
  • Kroatische Kulturtage: Musik und Identitäten (mit gleichnamiger Gastausstellung), 26. August -24. September 2006
  • Estnische Kulturtage: Bilder – Dinge – Klänge (Gastausstellung „Johannes Pääsuke (1892-1917): Mann mit zwei Kameras“), 6. März - 18. April 2004
  • Tatarische Kulturtage: Erinnerung als Inspiration (mit gleichnamiger Ausstellung), 30. August - 14. September 2003
  • Carnevale di Venezia - venezianische Kulturtage im Museum Europäischer Kulturen (mit gleichnamiger Ausstellung), 1. - 13. Februar 2002
  • Polnische Kulturtage: Das Museum: eine Brücke zwischen den Kulturen (Gastausstellung „Polnische Bildungszentren der Künstler-Konservatoren“), 5. - 20. Mai 2001
  • Sámische Kulturtage: Vergangenheit für die Gegenwart. Handwerkstraditionen der Sami in Nordeuropa (mit gleichnamiger Ausstellung), 21. - 29. Oktober 2000

Publikationen[Bearbeiten]

Schriftenreihe Museum Europäischer Kulturen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Band 11: Comicleben_Comiclife(Katalog zur gleichnamigen Ausstellung). Hrsg. von Jane Redlin und Judith Schühle. Bielefeld u.a. 2012.
  • Band 10: Kulturkontakte - Leben in Europa / Cultural Contacts - Living in Europe (Katalog zur gleichnamigen Ausstellung, deutsche und englische Ausgabe). Hrsg. von Elisabeth Tietmeyer und Irene Ziehe. Leipzig 2011.
  • Band 9: Die Sprache der Dinge. Kulturwissenschaftliche Perspektiven auf die materielle Kultur. Hrsg. von Elisabeth Tietmeyer, Claudia Hirschberger, Karoline Noack, Jane Redlin. Münster u. a. 2010.
  • Band 7: Adventskalender. Geschichte und Geschichten aus 100 Jahren. Hrsg. von Tina Peschel. (Mit Beiträgen von Gretel Bouchette u.a., Zusammenfassungen in Englisch). Dresden 2009.
  • Band 6: Tuchintarsien in Europa von 1500 bis heute. Inlaid Patchwork in Europe from 1500 to the Present. Hrsg. von Dagmar Neuland-Kitzerow, Salwa Joram, Erika Karasek. Regensburg 2009.
  • Band 3: Ort. Arbeit. Körper. Ethnografie Europäischer Modernen. 34. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Volkskunde. Hrsg. von Beate Binder, Silke Göttsch, Wolfgang Kaschuba, Konrad Vanja. Münster u. a. 2005.
  • Band 1: Faszination Bild. Kultur Kontakte Europa. Ausstellungskatalog zum Pilotprojekt. Autoren: Erika Karasek, Katharina Bieler, Uwe Claassen, Gisela Dombrowski, Annemarie Gronover, Robert Mettke, Dagmar Neuland-Kitzerow, Tina Peschel, Jane Redlin, Christine Riegelmann, Gesine Schulz-Berlekamp, Elisabeth Tietmeyer, Konrad Vanja, Irene Ziehe. Berlin 1999.

Schriften der Freunde des Museums Europäischer Kulturen (Auswahl)[Bearbeiten]

  • Heft 10: Klages, Rita/ Neuland-Kitzerow, Dagmar/ Tietmeyer, Elisabeth: Döner, Dienste und Design - Berliner UnternehmerInnen. Dokumentation einer Werkstattausstellung 2009-2010/Doner, Delivery and Design - Entrepreneurs in Berlin. Documentation of a 2009-2010 workshop exhibition, Berlin 2010.
  • Heft 9: Bernasconi, Gianenrico/ Dilger, Julia / Lohmann, Carsten: 'Pictures in our head’. Fremd- und Eigenbilder in Europa. Hrsg. von. Zusammenfassungen in Englisch, Berlin 2010.
  • Heft 8: Puddu, Gino/ Ziehe, Irene/ Borsato, Sonia: La Sardegna. Der Blick von Drinnen und von Draussen.Vista da dentro vista da fuori. Fotografien von Mario Arca, Luca Gabino, Salvatore Ligios und Massimo Mastrorillo. Zusammenfassungen in Englisch, Berlin 2008.
  • Heft 7: Tietmeyer, Elisabeth/ Ziehe, Irene: Europa entdecken! Discover Europe!', Berlin 2008.
  • Heft 6: Dilger, Julia/ Redlin, Jane: KinderMobil - Kleine Helfer für Kleine Helden, Berlin 2007.
  • Heft 5: Franke, Julia: Ein europäischer Freiheitskämpfer - Ludwik Mierosławski 1814-1878, Berlin 2006.

Visuelle Kultur – Studien und Materialien (Auswahl)[Bearbeiten]

Ziehe, Irene/ Hägele, Ulrich (Hg.): Visuelle Medien und Forschung. Über den wissenschaftlich-methodischen Umgang mit Fotografie und Film, Münster u.a. 2009.

Literatur[Bearbeiten]

  • Jacobeit, Wolfgang: „The genesis of Volkskunde in the German Democratic Republic“, in: Studying peoples in the people's democracies, Münster 2005. S. 183-190.
  • Jacobeit, Sigrid/ Jacobeit, Wolfgang: Illustrierte Alltags- und Sozialgeschichte Deutschlands: 1900 - 1945, Münster 1995.
  • Karasek, Erika/ Tietmeyer, Elisabeth: „Das Museum Europäischer Kulturen: Entstehung – Realität – Zukunft, in: Karasek, u.a. (Hg.): Faszination Bild. Kulturkontakte in Europa, Potsdam 1999. S. 7-19.
  • Karasek, Erika (1989): „Einhundert Jahre Engagement für die Volkskunde 1889-1989“, in: Staatliche Museen zu Berlin (Hg.): Kleidung zwischen Tracht und Mode. Aus der Geschichte des Museums 1889-1989, Berlin 1989. S.5-26.
  • Kaschuba, Wolfgang / Scholze, Thomas / Scholze-Irrlitz, Leonore: Alltagskultur im Umbruch. [Festschrift für Wolfgang Jacobeit zu seinem 75. Geburtstag], Köln u.a. 1996.
  • Kohlmann, Theodor: Wegweiser durch das Museum für Deutsche Volkskunde, Berlin 1977.
  • Kühnel-Kunze, Irene: Bergung – Evakuierung – Rückführung. Die Berliner Museen in den Jahren 1939-1959, Sonderband Jahrbuch Preußischer Kulturbesitz 1983, Berlin 1984.
  • Nixdorff, Heide/ Thomas Hauschild (Hg.): Europäische Ethnologie - Theorie- und Methodendiskussion aus ethnologischer und volkskundlicher Sicht. Tagungsband zum Workshop „Europäische Ethnologie“ vom 28. März bis 2. April 1982 in Berlin. Berlin 1983.
  • Steinmann, Ulrich: „Die Entwicklung des Museums für Volkskunde von 1889-1964“, in: Staatliche Museen zu Berlin (Hg.): 75 Jahre Museum für Volkskunde 1889-1964, Festschrift, Berlin 1964. S. 7-47.
  • Tietmeyer, Elisabeth/ Vanja, Konrad: „The Staatliche Museen zu Berlin’s Museum of European Cultures as a Platform of intercultural Dialogue”, The Centenary of the Estonian National Museum, Tartu, 13 April 2009. in: Journal of Ethnology and Folkloristics 3, 2009, S. 129-133.
  • Tietmeyer, Elisabeth: „Wie gegenwartsorientiert können ethnologische Museen Kulturen der Welt darstellen?“, in: Martina Krause, Dagmar Neuland-Kitzerow, Karoline Noack (Hg.): Ethnografisches Arbeiten in Berlin. Wissenschaftsgeschichtliche Annäherungen (Berliner Blätter. Ethnographische und ethnologische Beiträge, Heft 31), Münster u.a. 2003. S. 75-83.
  • Vanja, Konrad: „Europa vice versa und auf Augenhöhe. Netzwerke europäischer Museen“, in: Heidrun Alzheimer (Hg.): Europa. Kulturelle Netzwerke - lokal, regional, global. Festschrift zum 70. Geburtstag von Bärbel Kerkhoff-Hader, Würzburg 2012. S. 204-217.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leitbild des Museums Europäischer Kulturen (PDF; 46 kB) Abgerufen am 27. Juli 2012
  2. Alexander Meyen: Die Kunstkammer und Sammlung für Völkerkudne im Neuen Museum. Berlin 1860, S. 69.
  3. Karasek, Erika/Tietmeyer, Elisabeth (1999): „Das Museum Europäischer Kulturen: Entstehung – Realität – Zukunft, in: Karasek, u.a. (Hg.): Faszination Bild. Kulturkontakte in Europa, Potsdam S. 7-19, S. 8f.
  4. Tietmeyer, Elisabeth (2003): „Wie gegenwartsorientiert können ethnologische Museen Kulturen der Welt darstellen?“ In: Martina Krause, Dagmar Neuland-Kitzerow, Karoline Noack (Hg.), Ethnografisches Arbeiten in Berlin. Wissenschaftsgeschichtliche Annäherungen, Berliner Blätter. Ethnographische und ethnologische Beiträge, Heft 31, S. 75-83, S. 77.
  5. Tietmeyer, Elisabeth (2003): „Wie gegenwartsorientiert können ethnologische Museen Kulturen der Welt darstellen?“ In: Martina Krause, Dagmar Neuland-Kitzerow, Karoline Noack (Hg.), Ethnografisches Arbeiten in Berlin. Wissenschaftsgeschichtliche Annäherungen, Berliner Blätter. Ethnographische und ethnologische Beiträge, Heft 31, S. 75-83, S. 77.
  6. Karasek, Erika (1989): „Einhundert Jahre Engagement für die Volkskunde 1889-1989“, in: Staatliche Museen zu Berlin (Hg.): Kleidung zwischen Tracht und Mode. Aus der Geschichte des Museums 1889-1989. Berlin, S.5-26, S. 10.
  7. Tietmeyer, Elisabeth (2001): „Tarnung oder Opportunismus? Der Berliner Museumsethnologe Kunz Dittmer im Nationalsozialismus“, in: Berliner Blätter, Ethnographische und ethnologische Beiträge, 22, S. 31-41.
  8. Karasek, Erika (2010): „Vom Museum für Deutsche Volkskunde zum Museum Europäischer Kulturen“, in: Akteure, Praxen, Theorien. Der Ethnografin Ute Mohrmann zum siebzigsten Geburtstag, Berliner Blätter, Heft 52, S. 38-46, S. 38f.
  9. Karasek 1989, S. 45.
  10. Tietmeyer, Elisabeth (2003), S. 81
  11. Karasek 2010, S. 45
  12. Karasek 2010, S. 45

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Museum Europäischer Kulturen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

52.45583333333313.292777777778Koordinaten: 52° 27′ 21″ N, 13° 17′ 34″ O