HSH Nordbank Arena
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| Daten | |
|---|---|
| Klassifikation | |
| Ort | |
| Eigentümer | Hamburger SV |
| Verein | Hamburger SV |
| Kapazität | 57.000 Plätze |
| Kapazität (internat.) | 51.500 Plätze |
| Spielfläche | 68 m × 105 m |
| Oberfläche | Naturrasen |
| Kosten | 64 Millionen Euro (Umbau) |
| Veranstaltungen | |
Die HSH Nordbank Arena ist das Stadion des Fußball-Bundesligisten Hamburger SV in Hamburg, das gelegentlich auch für Konzerte und andere Sportveranstaltungen genutzt wird. Bis einschließlich 30. Juni 2001 trug es den Namen Volksparkstadion, bis einschließlich 3. Juli 2007 hieß es AOL Arena. Zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hieß es FIFA WM-Stadion Hamburg, zu den Europapokal-Spielen lautet die offizielle Bezeichnung Arena Hamburg. Die Namensrechte wird die HSH Nordbank im Jahr 2010 vorzeitig abgeben[1].
Die mit Stehplätzen insgesamt 57.000 Zuschauer fassende HSH Nordbank Arena ist ein offizielles Fünf-Sterne-Stadion. Für internationale Spiele, bei denen eine reine Sitzplatzbestuhlung vorgeschrieben ist, werden die unter den Stehplätzen verborgenen Klappsitze benutzt, wodurch sich die Kapazität des Stadions auf etwa 51.750 Plätze verringert.
2010 wird hier das Finale der UEFA Europa League stattfinden; den Ausschlag dafür, dass Hamburg gegen mehrere Mitbewerber den Zuschlag erhielt, gaben Zuschauerkapazität, Infrastruktur, Übernachtungsmöglichkeiten und Sicherheitsbedingungen.[2]
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Geschichte bis 1998
Das erste Stadion im Bahrenfelder Volkspark war das städtische „Altonaer Stadion“, dessen Hochbauten von Gustav Oelsner stammten. Eingeweiht wurde es am 11. September 1925 vor gut 50.000 Zuschauern; ab 1927 fanden hier auch Länderspiele sowie 1928 das Endspiel um die deutsche Meisterschaft (HSV – Hertha BSC 5:2) statt.
1953 wurde es auf Trümmerschutt wiedererrichtet. Das neue Volksparkstadion war Austragungsort zahlreicher weiterer Länderspiele, u. a. auch bei der Fußball-Weltmeisterschaft 1974: hier erzielte Jürgen Sparwasser das Tor zum 1:0 der Deutschen Demokratischen Republik gegen die Bundesrepublik.
[Bearbeiten] Umbau 1998
Bis zum Umbau, der im Juni 1998 begonnen wurde und über zwei Jahre dauerte, gehörte die alte Betonschüssel unter den Fußball-Fans zu den unbeliebtesten Stadien Deutschlands, weil in ihrem weiten Rund kaum Stimmung aufkam. Der Neubau wurde um 90° gedreht, so dass seither die berühmt-berüchtigte Westkurve nicht mehr existiert. Neue Heimat der HSV-Fans ist die Nordtribüne. Es bedurfte einer Ausnahmegenehmigung des Luftfahrt-Bundesamtes, weil der Bau in der Haupteinflugschneise des Hamburger Flughafens liegt. Im Zuge dessen wurde 1998 das Stadion auch für eine symbolische Mark vom HSV aus dem Besitz der Stadt Hamburg erworben, es befindet sich seitdem in Vereinseigentum, genauer im Besitz der hundertprozentigen Tochtergesellschaft HSV-Arena GmbH & CO. KG.
AOL erhielt für damals 30 Millionen DM (15,3 Millionen Euro) das Recht, das umgebaute Volksparkstadion ab dem 1. Juli 2001 in AOL Arena umzubenennen. Dieser Vertrag mit dem HSV wurde im Dezember 2005 bis zum Juni 2007 verlängert.
Die damalige AOL Arena gehörte als FIFA WM-Stadion Hamburg zu den Austragungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Während der WM wurden dort vier Vorrundenspiele und das Viertelfinale zwischen Italien und der Ukraine ausgetragen.
[Bearbeiten] Umbau 2009/2010
Ab Juli 2009 soll das Stadion für etwa 13 Millionen Euro umgebaut werden. Dabei soll es auf eine Zuschauerkapazität von 61.322 Zuschauern aufgestockt werden.[1] Bei den Umbaumaßnahmen wird der Stehplatzbereich der Nordtribüne um 3.000 Plätze erweitert und ein zusätzlicher Business-Bereich mit etwa 17 Logen im Südbereich der Arena geschaffen. Eine weitere Maßnahme ist der Bau einer Kinder- und Service-Welt mit 2.500 Quadratmetern direkt am Stadion. Zu Saisonbeginn 2010/11 sollen die Bauarbeiten an den Stehplätzen sowie des VIP-Bereichs abgeschlossen sein. Die Eröffnung der Kinder- und Service-Welt ist für Herbst 2010 geplant. [2]
[Bearbeiten] Namenswechsel 2007
Für die Zeit ab Juli 2007 hat die HSH Nordbank die Namensrechte am Stadion erworben. Demzufolge wurde die Arena zum 4. Juli 2007 in „HSH Nordbank Arena“ umbenannt. Damit wechselte zum ersten Mal der Sponsorenname eines Stadions der deutschen Fußball-Bundesliga.[3]
Die HSH Nordbank wird aufgrund der Finanzkrise die Namensrechte, die ursprünglich bis 2013 vertraglich vereinbart waren, im Jahr 2010 vorzeitig abgeben.
Der Stadionname musste auch zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 und außerdem zu den UEFA-Cup-Spielen geändert werden (es sind keine Sponsorennamen erlaubt). Aufgrund der häufigen Namenswechsel wird in Hamburg und in zahlreichen Medien oft einfach nur noch von der HSV-Arena oder vom Volksparkstadion gesprochen.
[Bearbeiten] Museum des Hamburger SV
Der Hamburger SV zeigt in einem Museum innerhalb des Stadions die Geschichte und die Erfolge des Vereins.
Das HSV-Museum hat täglich von 10 bis 20 Uhr geöffnet. An Heimspieltagen hat das HSV-Museum von Stadionöffnung bis Spielende nur für Stadionbesucher mit einer gültigen Eintrittskarte für das Heimspiel geöffnet.
Außerdem bietet der HSV, außer bei Heimspielen, fast täglich Stadionführungen an.
[Bearbeiten] Literatur
- Werner Skrentny: Orte der Leidenschaft. Der HSV und seine Stadien. Verlag Die Werkstatt, Göttingen 2006, ISBN 3-895-33502-9
- Siegfried Kühl (Hrsg. & Fotograf): Volksparkstadion Hamburg. Abriss, Neubau. Dokumentarisches Porträt. ISBN 3-00-006915-1
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Meldung auf NDR 90,3 am 25. März 2009
- ↑ hsv.de: UEFA-Cup-Endspiel 2010 in Hamburg
- ↑ hsv.de: HSV spielt künftig in der HSH Nordbank Arena
Allianz Arena (Bayern München) | AWD-Arena (Hannover 96) | Badenova-Stadion (SC Freiburg) | BayArena (Bayer 04 Leverkusen) | Stadion im Borussia-Park (Borussia Mönchengladbach) | Bruchwegstadion (FSV Mainz 05) | Commerzbank-Arena (Eintracht Frankfurt) | Easycredit-Stadion (1. FC Nürnberg) | HSH Nordbank Arena (Hamburger SV) | Mercedes-Benz Arena (VfB Stuttgart) | Olympiastadion (Hertha BSC) | Rewirpowerstadion (VfL Bochum) | RheinEnergieStadion (1. FC Köln) | Rhein-Neckar-Arena (1899 Hoffenheim) | Signal Iduna Park (Borussia Dortmund) | Veltins-Arena (FC Schalke 04) | Volkswagen-Arena (VfL Wolfsburg) | Weserstadion (Werder Bremen) |
53.5869444444449.8986111111111Koordinaten: 53° 35′ 13″ N, 9° 53′ 55″ O

