Museum für Gegenwartskunst (Basel)

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Museum für Gegenwartskunst (hinten Mitte) und Medienkunstbetrieb [plug.in] (vorne links, 2011 ausgezogen).

Das Museum für Gegenwartskunst in Basel wurde 1980 als erster öffentlicher Ausstellungsbau in Europa eröffnet, der ausschliesslich zeitgenössischer Kunstproduktion und -praxis gewidmet ist. Das Museum ist keine selbständige Institution, sondern gehört administrativ zum Kunstmuseum Basel, das unter dem rechtlichen Oberbegriff Öffentliche Kunstsammlung Basel läuft. Es vereint Werke daraus und aus der Emanuel Hoffmann-Stiftung.

Das Museum geht ursprünglich auf eine Leihgabe des italienischen Kunstsammlers Giuseppe Panza di Biumo zurück, der Mitte der 1970er Jahre Basel anbot, zahlreiche seiner zeitgenössischen Werke leihweise zu überlassen, falls dafür geeignete Räumlichkeiten gefunden würden. In der Folge entstand im Basler St. Alban-Tal das Museum für Gegenwartskunst. Dabei baute die Christoph Merian Stiftung parallel zur umfassenden Sanierung dieses Quartiers 1978–1979 eine ehemalige Papierfabrik mit einem Neubau nach Plänen des Basler Architekturbüros Steib+Steib zum zweiteiligen Museum um. Finanziert wurde das Projekt zu wesentlichen Teilen durch die Mäzenin Maja Sacher-Stehlin mit der Auflage, dass die Öffentliche Kunstsammlung dort Kunstobjekte der Emanuel Hoffmann Stiftung ausstelle. Der Kanton Basel-Stadt wiederum brachte Grundstück samt unentgeltlichem Baurecht ein und kommt seit 1991 vollumfänglich für die Betriebskosten auf. 2005 wurde der Bau umfassend renoviert.

Das Museum präsentiert Kunst, die von den 1960er Jahren bis in die Gegenwart entstanden ist. Es sammelt bereits seit 1971 neben den klassischen Medien wie Malerei oder Plastik auch Videokunst. (In unmittelbarer Nachbarschaft des Museums befand sich 2000–2011 die Medienkunst-Institution plug.in.) Schwerpunkte der Sammlung bilden das Schaffen von Joseph Beuys, Bruce Nauman, Rosemarie Trockel, Jeff Wall und die aktuelle amerikanische Kunst (Robert Gober, Elizabeth Peyton, Matthew Barney). Nicht ausgestellte Werke der Emanuel Hoffmann-Stiftung werden seit 2003 im Schaulager in Münchenstein aufbewahrt.

Leiterin war bis 31. Oktober 2013 Nikola Dietrich, die am 1. November 2013 von Sören Grammel (Direktor des Kölnischen Kunstvereins) abgelöst wurde.[1]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) Kultur, abgerufen am 28. Februar 2013

47.5545737.601378Koordinaten: 47° 33′ 16″ N, 7° 36′ 5″ O; CH1903: 612251 / 267108