Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg

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Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg
MKG Hamburg 01.JPG
Daten
Ort Hamburg
Art Kunstgewerbemuseum
Architekt Carl Johann Christian Zimmermann
Eröffnung 1874
Leitung Sabine Schulze
Website www.mkg-hamburg.de
ISIL DE-MUS-059918
Das Logo des MKG
Das MKG 1885 von Osten mit dem Haupteingang
Das MKG - Haupteingang mit umgebauten Fenstern der "Aula"
Das MKG - Westseite 1885 - noch ohne Bahnhof
Das MKG - Ansicht von der Bahnhofsseite
Das MKG von oben

Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg (MKG) gilt als eines der führenden Museen für angewandte Kunst in Europa und ist eines der großen Museen in Hamburg. Es befindet sich am Steintorplatz in der Nähe des Hauptbahnhofs im Stadtteil St. Georg.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Geschichte des Museums und des Hauses am Steintorplatz[Bearbeiten]

Das Museum für Kunst und Gewerbe wurde 1874 gegründet. Der Gründung vorausgegangen war die Initiative der Patriotischen Gesellschaft von 1765 in Hamburg. Diese hatte das Gewerbeschulwesen aufgebaut, das um 1860 als staatliche Einrichtung weitergeführt wurde, und sie betrieb als neues Projekt die Museumsgründung. Im Wesentlichen ist die Gründung dem Juristen und Kunstkritiker Justus Brinckmann zu verdanken. Vorbilder waren das South Kensington Museum (gegr. 1852, heute Victoria and Albert Museum, London), das Österreichische Museum für Kunst und Industrie (gegr. 1863, heute Museum für angewandte Kunst Wien) und das Deutsche Gewerbemuseum (gegr. 1867, heute Kunstgewerbemuseum Berlin). Brinckmann wollte den „Geschmack bilden und das künstlerische Niveau des Handwerks steigern”. Er wurde der erste Direktor des Hauses, das 1877 am Steintorplatz als Staatliches Technikum und Museum für Kunst und Gewerbe“ eröffnet wurde. Das Gebäude wurde 1873–1875 nach den Plänen von Carl Johann Christian Zimmermann erbaut. Das Museum nutzte zunächst nur Teile des Erdgeschosses. Bereits 1876 war die "Allgemeine Gewerbeschule" in Teilen der Obergeschosse eingezogen, zu der auch die "Staatliche Baugewerkschule" gehörte.[1]

Wenige Jahre Zeit später (Einweihung am 17. September 1891) entstand als Pendant zum Haus am Steintorplatz das Naturhistorische Museum[1] am Anfang der späteren Mönckebergstraße (heute „Saturn-Immobilie“). Architekten davon waren Semper & Krutisch. Dies ist eine ähnliche Konstellation wie in Wien. Das Naturhistorische Museum von Hamburg wurde 1943 zerstört.

Das große "Multifunktionsgebäude" am Steintorplatz hatte 100 Jahre neben dem zunächst kleinen Museum für Kunst und Gewerbe mit der Bibliothek eine Vielzahl von Nutzungen unter seinem Dach: Allgemeine Gewerbeschule mit der Schule für Bauhandwerker und gewerbliche Vorschulen, Abend- und Sonntagsschulen, Schule für Maschinenbauer und Techniker, Schule für Bauzeichen und Freihandzeichnen, Staatliche Hauptgewerbeschule mit Tages- und Abendunterricht, Kunstgewerbeschule (bis 1914) , Technische Lehranstalten (Schiff- und Maschinenbau, Elektrotechnik, Schiffsingenieurschule). Die Realschule (später Realgymnasium) des Johanneums (bis 1905), dann Realschule St. Georg (bis 1907). Wohnung des Direktors der Gewerbeschule. Botanisches Museum und Museum für Völkerkunde (bis 1894). Büro der Oberschulbehörde (bis 1887). In alten Adressbüchern finden sich außerdem: Die Schmiedeschule und die Fachschule der Dentisten, die Landwirtschaftliche Fortbildungsschule, Staatliche Fortbildungsschulen aber auch das Archäologisches Seminar. Später wurden im Keller Luftschutzeinrichtungen eingebaut und Reichsbahn-Dienststellen mit Wohnraum und Kantine (bis 1950). Nach dem 2. Weltkrieg waren noch die Bauschule und die Schule für Verfahrenstechnik im Haus. Erst 1976 konnte sich das Museum auf das ganze Haus ausbreiten. Es war für Justus Brinckmann ein ständiger Kampf gewesen um mehr Ausstellungsflächen für sein Museum. Er musste diesen Kampf an seine Nachfolger "vererben".

Nach dem Tod Brinckmanns 1915 wurde Max Sauerlandt 1919 neuer Direktor. Unter seiner Leitung wurde ein namhafter Bestand an Werken des Expressionismus aufgebaut. Im April 1933 wurde Sauerlandt nach dem Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums wegen seines Eintretens für die „Entartete Kunst“ als Museumsleiter entlassen.[2] Durch die Aktion Entartete Kunst der Nationalsozialisten gingen dem Museum zahlreiche zeitgenössische Werke verloren. 1943 wurde das Gebäude von Bomben teilweise zerstört. Der Wiederaufbau war 1959 beendet.

Das MKG wuchs mit seinen vielfach großzügig gestifteten Sammlungen immer weiter, selbst nachdem 1976 alle Schulen vom Steintorplatz einen neuen Standort gefunden hatten. In den Jahren seitdem war dies möglich durch intelligentes "Wachsen nach innen". Stiftungen ermöglichten den "Schümann-Flügel" und den "Hartog-Flügel".

Am 16. September 2000 wurde der nach Hans-Otto Schümann benannte Erweiterungsbau auf der Fläche des ehemaligen Schulhofs [3] und 2006 der "Hartog-Flügel" in der Mittelachse mit der Porzellan- und Fayencesammlung, gestiftet von Harold A. Hartog [4] eingeweiht. Das Museum verfügt über etwa 700.000 Objekte und gehört zu den großen europäischen Museen für Kunst, Kunsthandwerk und Design. Das Museum liegt in der Hamburger Innenstadt direkt am Hauptbahnhof.

Hauptportal
Zu Ehren des Stifters Harold A. Hartog

Direktoren[Bearbeiten]

Über den Gründungsdirektor Justus Brinckmann[Bearbeiten]

Zum Arbeits- und Führungsstil von Justus Brinckmann äußerten sich in ihren Reden auf der Trauerfeier am 12. Februar 1915 zwei seiner Weggenossen [10]

Gustav Pauli, der Direktor der Hamburger Kunsthalle:
"Diese beiden Männer (Alfred Lichtwark und Justus Brinckmann), die sich so merkwürdig ergänzten, nebeneinander lange Zeit zu besitzen, ist für Hamburg größtes Glück gewesen. Während Lichtwark, in seiner Kunsthalle verankert, auf den verschiedenen Gebieten der modernen Kultur über ganz Deutschland hin Anregungen verbreitete, hat Brinckmann durch die intensive fruchtbar kritische Bearbeitung seines Sammlungsgebietes in einem ebenso weiten Bereiche aufklärend und Leben weckend gewirkt. Darin waren sich beide gleich, dass Ihre Lebensarbeit in der Verherrlichung ihrer Heimat gipfelte, der sie mit vielen Zinsen heimgezahlt haben, was sie ihr schuldeten. Und wie Lichtwark, so hinterlässt auch Brinckmann als Summe seines Lebens uns weiter wirkenden Männern die in dieser Zeit doppelt gültige Mahnung: Wenn ihr herrschen wollt, so dienet eurem Ziel, wenn ihr gewinnen wollt, so opfert euch selbst. Dann werdet ihr erst wahrhaft leben – in eurem Werke."

Richard Stettiner, ein Mitarbeiter des MKG:
"Und weiter spreche ich im Namen der Mitarbeiter, aller, die hier, jeden nach seiner Begabung und Kraft, Justus Brinckmann zu seinem Lebenswerk als Helfer herangezogen hat. Mancher von ihnen hat länger als ein Lebensalter mitgeholfen. Und auch hier wieder keiner, aus dem Justus Brinckmann nicht das Beste hervorzulocken wusste, in dem er nicht das Gefühl des Wertes seiner Mitarbeit zu erwecken, dass Lebens- und Schaffensgefühl nicht zu erhöhen wusste. Und wenn nunmehr zum letzten Male Brinckmann das Haus verlassen wird, dass ein stolzes Lebenswerk beherbergt, – so wissen wir doch, dass er bei uns bleibt. Auf jeden von uns ist ein Teil seiner Seele übergegangen. Und nicht nur im Werke selbst, auch in den Hütern des Werkes muss er fortleben – von Generation zu Generation!"

Sammlungen[Bearbeiten]

Treppenaufgang

Erdgeschoss[Bearbeiten]

  • Historische Tasteninstrumente: In der Ausstellung von Cembali, Spinetten, Virginalen und Clavichorden sowie von Hammerflügeln und Tafelklavieren werden die Größenverhältnisse der Instrumente, die Anordnung der Klaviatur und die Klangtechnik (Zupfen, Schlagen) deutlich. An einigen Montagabenden werden Konzerte auf historischen Instrumenten gegeben.
  • Barock: Diese Sammlung umfasst Darstellungen und Figuren aus dem Barock, die nur aus Barockkirchen und -palästen stammen können.
  • Europäische Sammlung Byzanz bis Historismus
  • Fayence und Porzellan

Zur Porzellan- und Fayence-Sammlung des MKG[Bearbeiten]

Im erhöhten Zwischengeschoss befindet sich eine umfangreiche Fayence- und Porzellansammlung der meisten großen Manufakturen des 17. und 18. Jahrhunderts, die nach Herstellungsorten gruppiert sind. [11] Über mehrere Jahre engagierte sich Harold A. Hartog (1910-2007) mit insgesamt ca. 15 Millionen Euro für das Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe und ermöglichte u.a. die Einrichtung der Ostasiatischen Abteilung mit der Schenkung seiner bedeutenden chinesischen Porzellansammlung. Der Hartog-Flügel sowie die Hartog-Galerie wurden nach ihm benannt.
Der "Hartog-Flügel"[12] enthält in der Mittelachse des Hauses am Steintorplatz die äußerst kostbare Sammlung von Fayencen und Porzellanen. Sie genießt bei Keramikfreunden höchste Anerkennung. Diese Präsentation mit dezent eleganten Einbau-Vitrinen wurde 2006 [13] fertiggestellt, so dass Harold A. Hartog die Sammlung an diesem neuen Präsentationsort noch vor seinem Tod (mit 96 Jahren) erlebt hat. Harold A. Hartog ermöglichte es, dass die besonders qualitätvollen Spezialvitrinen der Fa. Reier aus Lauta/Sachsen [14] eingebaut werden konnten. In dem Buch "Leben und Nachleben - Harold A. und Ingeborg L. Hartog und ihre Stiftung" heißt es: "Unvergesslich seine Besuche auf der Baustelle, unvergesslich seine innere Freude, seine glücklichen Gesichtszüge, als das langwierige Werk endlich geschafft war. Er hat gehandelt, als ob er die Devise des Frankfurter Mäzens Carlo Giersch gekannt hätte: "Es bleibt einem nur das, was man verschenkt." [15]

1. Etage[Bearbeiten]

  • Ostasien. Buddhistische plastische Kunst; chinesische und japanische Keramiken; chinesische Ritualgefäße; Rollbilder; Hängebilder, u.a. von Huang Ding; japanische Schwertstichplatten und Waffen der Samurai.
  • Japanisches Teehaus
  • Islam: Das Prunkstück der Sammlung sind 71 Fliesenfragmente mit Ornamenten im magischen blau aus der usbekischen Stadt Buchara. Sie stammen vom Mausoleum des Buyan Kuli Chans (1348-1368), das beim schweren Erdbeben von 1894 stark beschädigt wurde. Die herunter gefallenen Fliesen wurden zur Finanzierung der Instandsetzung des Grabmals zur Hälfte an das Victoria and Albert Museum in London und an das Museum für Kunst und Gewerbe verkauft. Weiter fällt auf eine Standartenbekrönung, die geometrische Muster und eventuell Schriftzeichen in filigraner Arbeit aus Kupfer und Messing zeigt und aus dem Iran um 1700 stammt. Weiter gibt es Gefäße, Teppiche und Bücher.
  • Antike: Die Errungenschaften der Antike werden durch Vasen, Rüstungen und Statuen dokumentiert.
  • Art Nouveau/Jugendstil/Sezession: Im Westflügel sind aus der Jugendstilzeit viele Möbel und Exponate zu dem Gesamtkunstwerk "Pariser Zimmer" kombiniert worden, die auf der Weltausstellung 1900 in Paris erworben wurden. [16] Zu den Wohnzimmereinrichtungen gehören zwei überlebensgroße weiße Skulpturen von 1907, die Mädchendarstellungen in Fayence von Richard Luksch und der Schwanenteppich (1897) von Otto Eckmann.
  • Moderne 1914-1945: Bestandteil der Ausstellung im Nordflügel sind Werke expressionistischer Künstler, u. a. Tierplastiken von Richard Haizmann, die Frauen-Skulptur aus Ahornholz von Ernst Heckel (Stehende mit aufgestütztem Kinn von 1912), Werke von Karl Schmidt-Rottluff und Ewald Mataré sowie Gebrauchsgegenstände im Bauhausstil.
  • Mode

2. Etage[Bearbeiten]

  • Grafik und Plakate
  • Design
  • Buchkunst
  • Fotografie

Osterteppich aus dem Kloster Lüne[Bearbeiten]

Osterteppich aus dem Kloster Lüne

Zu den wertvollsten Stücken des Museums gehört der 20 Quadratmeter große Osterteppich aus dem Kloster Lüne. Nonnen des ehemaligen Benediktinerinnenklosters versahen den Wandteppich mit kunstvollen Stickereien in den Jahren 1504/1505, gedacht für die Ausgestaltung der Osterliturgie. Zur Finanzierung dringender Reparaturarbeiten verkaufte das Kloster nach der Währungsreform von 1948 seinen Osterteppich, an das Museum für Kunst und Gewerbe.[17] Die übrigen Textilarbeiten des Klosters Lüne verblieben dort und werden im Textilmuseum des Klosters ausgestellt.[18]

Spiegelsaal aus dem Budge-Palais[Bearbeiten]

Der Spiegelsaal wurde 1909 in den Budge-Palais (heutige Hochschule für Musik und Theater, kurz Musikhochschule) im Neorokoko-Stil eingebaut. Während des Nationalsozialismus wurde der Budge-Palais den jüdischen Erben entschädigungslos vorenthalten. Ende der 1970er-Jahre wurde der Spiegelsaal anlässlich des Umbaus der Musikhochschule vor dem Abriss gerettet. Er wurde vom Museum für Kunst und Gewerbe in den nördlichen Innenhof übernommen. Das Deckengemälde des Spiegelsaals stammt aus dem Jahr 2005 vom Maler Klaus Fußmann. Im Spiegelsaal finden jetzt Musikaufführungen statt. [19]

Galerieraum der Sammlung Hamburger Sparkasse[Bearbeiten]

In einem eigenen Galerieraum werden aus der Dauerleihgabe von 350 Ölgemälden, Aquarellen und Zeichnungen der Hamburger Sparkasse Ausstellungen in unterschiedlicher Thematik präsentiert. Es handelt sich um Werke von Künstlern der Hamburger Sezession. [20]

Justus Brinckmann Gesellschaft[Bearbeiten]

Das Logo der Justus-Brinckmann-Gesellschaft
  • 1886 - Gründung des Kunstgewerbe-Vereins durch Justus Brinckmann (1843-1915)
  • 1921 - Gründung der ersten Justus Brinckmann Gesellschaft durch Max Sauerlandt (1880-1934)
  • 1933 - Auflösung der Justus Brinckmann Gesellschaft und Gleichschaltung des Kunstgewerbe-Vereins unter nationalsozialistischer Herrschaft
  • 1945 - Neuwahl des Vorstandes und Wiederaufnahme der Tätigkeit des Kunstgewerbe-Vereins
  • 1969 - Umbenennung des Kunstgewerbe-Vereins in Justus Brinckmann Gesellschaft
  • 1996 bis heute - Museumserweiterung: Neubau des Schümann-Flügels und Neustrukturierung der JBG

Die Justus Brinckmann Gesellschaft unterstützt die Arbeit des Museums. Sie ist der älteste und mit zur Zeit 5.500 Mitgliedern der größte Förderkreis seiner Art in Deutschland.

Der Verein unterstützt das Museum sowohl ideell wie substantiell. Erwerbungen, Ausstellungsprojekte, Umbaumaßnahmen, die Herausgabe von Publikationen oder die Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Der Support der Freunde ist vielfältig – und nachhaltig. Ein besonderes Anliegen der Gesellschaft ist die Förderung zeitgenössischen Kunsthandwerks. Die jährlich organisierte Kunst und Handwerk Messe genießt überregionales Ansehen; der vom Verein vergebene Justus Brinckmann Preis ist eine der renommiertesten Auszeichnungen für das gestaltende Handwerk in Deutschland.

1996: Museumschef Axel von Saldern (rechts) und Oberkustos Bernhard Heitmann begleiteten eine Reise nach Perugia

Persönliches Engagement als Ausdruck einer lebendigen Verbundenheit mit dem Museum ist kennzeichnend für die Freunde des Hauses. Begegnung, Austausch und aktive Teilnahme – als Impulsgeber, Mitgestalter und Botschafter des Museums für Kunst und Gewerbe begleitet die Justus Brinckmann Gesellschaft auch Sie zur Kunst."[21]

"Für alle seine "Museums-Großtaten" war Harold A. Hartog schon 1984 mit der Ehrenmitgliedschaft der Justus Brinkmann Gesellschaft des Freundeskreises des Museums für Kunst und Gewerbe, ausgezeichnet worden. 1992 folgte eine selten vergebene bronzene Ehrenplakette mit dem Porträt von Justus Brinkmann, Nachguss eines Reliefs von Ernst Barlach aus dem Jahr 1902."[22]


Besonderen Anklang finden traditionelle Bildungsreisen für Mitglieder. Das Spektrum reicht von Stadtrundgängen und Werkstattbesuchen bis hin zu ausgedehnten Touren in ferne Kontinente. Kustoden des Museums und weitere Experten begleiten die Museumsfreunde.

Der Vorstand der Gesellschaft wird alle drei Jahre von der Mitgliederversammlung gewählt. Der Vorstand besteht aus dem Präsidenten, seinem Stellvertreter und drei bis fünf weiteren Vorstandsmitgliedern. Dabei gehören der Vorstand der Stiftung öffentlichen Rechts sowie der Kustos der modernen und Jugendstil Abteilung dem Vorstand der Gesellschaft kraft Amtes an. Der aktuelle Vorstand besteht aus:[23]
Antonia Aschendorf (Rechtsanwältin) Präsidentin der JBG,
Gert Hinnerk Behlmer (Staatsrat a.D.),
Wolf Mandt-Merck (Direktor a.D. der Bank MM Warburg & Co.), Schatzmeister,
Sabine Schulze (Direktorin des MKG),
Claudia Banz, (Leiterin der Abt. Jugendstil und Moderne im MKG),
Peter Rawert (Rechtsanwalt).

Ausstellungen[Bearbeiten]

  • 2014/2015: Raubkunst? Provenienzforschung zu den Sammlungen des MKG Hamburg. [24]

Literatur[Bearbeiten]

  • Prestel-Museumsführer Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Prestel-Verlag, München 2000, ISBN 3-7913-2206-0
  • David Klemm: Das Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg. Bd. 1: Von den Anfängen bis 1945. Wilhelm Hornbostel (Hg.). Hamburg: Museum für Kunst und Gewerbe, 2004, ISBN 3-923859-60-0
  • Museum für Kunst und Gewerbe (Hrsg.): Historische Tasteninstrumente, Hamburg, 2. Auflage, ca. 2007. (Faltblatt mit Abbildungen).
  • Museum für Kunst und Gewerbe (Hrsg.): Information. Hamburg, ca. 2007. (Faltblatt mit Lageplänen der Abteilungen).
  • Justus Brinckmann: Führer des Hamburgischen Museum für Kunst und Gewerbe. Hamburg 1894

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Museum für Kunst und Gewerbe – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Daniel Schreiber: Höger als Erzieher in: Claudia Turtenwald (Hrsg.): Fritz Höger (1877–1949). Moderne Monumente. – Katalog zur Ausstellung „Fritz Höger – Architekt des Chilehauses. Moderne Monumente.“ Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-935549-56-3
  2. Marlis Roß: Der Ausschluss der jüdischen Mitglieder 1935. Die Patriotische Gesellschaft im Nationalsozialismus. Hamburg 2007, S. 30. (PDF; 1,7 MB)
  3. Eröffnung des Schümann-Flügels im Museum für Kunst und Gewerbe in Hamburg
  4. M. Gretzschel im Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/ratgeber/extra-journal/article540769/Warum-es-den-Hartog-Fluegel-gibt.html
  5. David Klemm: Das Museum für Kunst und Gewerbe. Band 1 von den Anfängen bis 1945, 2004 (Seite 327)
  6. David Klemm: Das Museum für Kunst und Gewerbe. Band 1 von den Anfängen bis 1945, 2004 (Seite 327f)
  7. David Klemm: Das Museum für Kunst und Gewerbe. Band 1 von den Anfängen bis 1945, 2004 (Seite 328f) mit Foto
  8. Erich Meyer, in: Internationales Biographisches Archiv 11/1975 vom 3. März 1975, im Munzinger-Archiv (Artikelanfang frei abrufbar)
  9. Hamburger Abendblatt vom 11. Januar 1962
  10. "Trauerfeier für Justus Brinckmann" - Broschüre der Druckerei Lütcke & Wulff, Hamburg, 1915
  11. Siehe Faience im Museum für Kunst und Gewerbe Hamburg unter dem Weblink Commons (Collections)
  12. M. Gretzschel im Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/ratgeber/extra-journal/article540769/Warum-es-den-Hartog-Fluegel-gibt.html
  13. M. Gretzschel im Hamburger Abendblatt: http://www.abendblatt.de/kultur-live/article424306/Kunst-und-Gewerbe-in-neuem-Glanz.html
  14. Vitrinen- und Glasbau REIER GmbH http://www.reier.de/portal.html
  15. "Leben und Nachleben - Harold A. und Ingeborg L. Hartog und ihre Stiftung", Hamburg 2010, Seite 61
  16. Matthias Gretzschel: Als der Senat noch shoppen ging. Das Pariser Zimmer in Hamburg. In: Hamburger Abendblatt vom 31. Oktober 2009, S. 18
  17. Anne Bahrs: Kostbare Textilien erhalten. In: Preußische Allgemeine Zeitung vom 15. Mai 2010, S. 21
  18. Matthias Gretzschel: Ein Bilderbuch mittelalterlicher Frömmigkeit. In: Hamburger Abendblatt vom 22. August 2014, S. 15.
  19. Matthias Gretzschel: Die zweite Schuld. In: Hamburger Abendblatt vom 19. Januar 2011, S. 17
  20. Blicke auf Watt und Meer. In: Hamburger Abendblatt vom 24. Mai 2011, Beilage Museumswelt, Sommer 2011, S. 5
  21. Justus Brinckmann Gesellschaft
  22. Leben und Nachleben. Harold A. und Ingeborg L. Hartog und ihre Stiftung. Hamburg 2012, S. 61
  23. Justus Brinckmann Gesellschaft
  24. Kann ein Museum zeigen, wie es den Kunstraub erforscht? in FAZ vom 31. Oktober 2014, Seite 14

53.55111111111110.009444444444Koordinaten: 53° 33′ 4″ N, 10° 0′ 34″ O