MusicXML

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MusicXML
Dateiendung: .xml , .mxl
Entwickelt von: Michael Good
Erstveröffentlichung: September 2001
Aktuelle Version: 3.0 (Stand: August 2011)
Art: Public License
Container für: Digitale Noten-Dateien
Erweitert von: MuseData, Humdrum
Standard(s): XML
Website: www.makemusic.com

MusicXML ist ein von Michael Good entworfenes, offenes Dateiformat zum Austausch von Musiknoten in westlicher Musiknotation (nach dem 17. Jahrhundert). Die Firma Recordare LLC pflegte und publizierte das Austauschformat seit 2004. Ebenso entwickelte und vertrieb sie als Dolet betitelte Plug-ins für die Notensatzprogramme Sibelius und Finale. Im November 2011 wurden Recordare und damit auch die Rechte an MusicXML von Make Music Inc. aufgekauft.

MusicXML wurde komplett in einem offiziellen Standard-Format, der Extensible Markup Language (XML), realisiert und ist dadurch sehr flexibel und erweiterbar. Das ursprüngliche Design ist im Wesentlichen eine XML-Umsetzung des MuseData-Formates, ergänzt um wesentliche Konzepte des Humdrum-Formates (beides akademische Formate) und weitere Wichtigkeiten.

Die Dokumenttypdefinition (DTD) des Formates ist frei zugänglich und steht unter einer eigenen, denen des World Wide Web Consortium (W3C) nachempfundenen Lizenz, die jedem die gebührenfreie Nutzung ermöglicht.

MusicXML löste das bis dahin verwendete Notation Interchange File Format ab. Mittlerweile unterstützen alle gängigen Notensatzprogramme den Im- und Export dieses Formates, so lassen sich Noten besser austauschen und verbreiten.[1]

Zulässige Suffixe für MusicXML-Dateien sind *.xml (unkomprimiert) und *.mxl (komprimiert mittels ZIP).

Inhaltsverzeichnis

Beispiel [Bearbeiten]

Um einen Takt (measure) im Violinschlüssel (clef), 4/4-Takt (time) und in C-Dur (key) mit einer Note (note) – dem eingestrichenen C als ganze Note – darzustellen, wird folgender Markup benötigt:

<?xml version="1.0" encoding="UTF-8" standalone="no"?>
<!DOCTYPE score-partwise PUBLIC
    "-//Recordare//DTD MusicXML 2.0 Partwise//EN"
    "http://www.musicxml.org/dtds/partwise.dtd">
<score-partwise version="2.0">
  <part-list>
    <score-part id="P1">
      <part-name>Test</part-name>
    </score-part>
  </part-list>
  <part id="P1">
    <measure number="1">
      <attributes>
        <divisions>1</divisions>
        <clef>
          <sign>G</sign>
          <line>2</line>
        </clef>
        <time>
          <beats>4</beats>
          <beat-type>4</beat-type>
        </time>
        <key>
          <fifths>0</fifths>
        </key>
      </attributes>
      <note>
        <pitch>
          <step>C</step>
          <octave>4</octave>
        </pitch>
        <duration>4</duration>
        <type>whole</type>
      </note>
    </measure>
  </part>
</score-partwise>

In Standard-Notation umgesetzt ergibt das:

MusicXML-example.png

Anhang [Bearbeiten]

Siehe auch [Bearbeiten]

Literatur [Bearbeiten]

  •  Jacques Steyn (Hrsg.): Structuring Music through Markup Language. Designs and Architectures (Premier Reference Source). 1. Auflage. IGI Global, 30. November 2012, ISBN 978-1-46-662498-6, 9. MusicXML: The First Decade.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Make Music: MusicXML-Software. Abgerufen am 5. Mai 2012: „(...)Informationen zu den Herstellern und Projekten, die MusicXML in ihre Software einbinden: (...)“