Musikinstrumenten-Museum Berlin

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Musikinstrumenten-Museum in Berlin
Innenansicht vom Musikinstrumenten-Museum

Das Musikinstrumenten-Museum Berlin umfasst mit rund 3.500 Instrumenten eine der größten und repräsentativsten Musikinstrumenten-Sammlungen Deutschlands.

Geschichte[Bearbeiten]

Das Museum wurde 1888 als „Sammlung alter Musikinstrumente“ von Philipp Spitta und Joseph Joachim an der Königlichen akademischen Hochschule für Musik in Berlin gegründet. Die ersten Exponate stammten aus dem Kunstgewerbemuseum. Heute gehört das Museum zum Staatlichen Institut für Musikforschung und ist damit Teil der Stiftung Preußischer Kulturbesitz. Seit 1984 ist das Museum in einem von Edgar Wisniewski entworfenen Haus am Kemperplatz, direkt neben der Berliner Philharmonie am Kulturforum Berlin beheimatet. Dort werden rund 800 Exponate in einer Dauerausstellung präsentiert und – soweit bespielbar – regelmäßig auch vorgeführt.

Das Musikinstrumenten-Museum (MIM) und das Staatliche Institut für Musikforschung (SIM) bilden in Berlin eine Einheit. Ihr Bau wurde 1979–1984 von Edgar Wisniewski nach dem Entwurf des 1972 verstorbenen Architekten Hans Scharoun neben der Berliner Philharmonie errichtet. Details der Fassaden und der Gebäudezuschnitt auf dem Grundstück bezeugen diese gedachte Einheit von Darbietung und Forschung. Die Präsentation historischer Musikinstrumente erfolgt in einem auch für Vorführungen geeigneten großen Raum, um den eine Empore läuft. Das Museum ist einer der wenigen Orte, in dem eine Kinoorgel vorgeführt werden kann. Dieses als Mighty Wurlitzer bezeichnete Instrument ging 1982 als „unentgeltliche Übereignung der Bundesrepublik Deutschland“ in den Besitz des Museums über. Sie stand bis dahin im Konzertsaal der Villa von Werner Ferdinand von Siemens, dem Enkel des Firmengründers der Firma Siemens, in Berlin-Lankwitz. Jeden Donnerstag nach der Museumsführung um 18:00 Uhr und jeden Sonnabend um 12:00 Uhr wird das Instrument gespielt. Die Instrumentenkunde (Organologie) als Disziplin der Musikwissenschaft kann hier bei vielen Demonstrationen erlebt werden.

Seit 1994 leitet Conny Restle das Museum.

Sammlung[Bearbeiten]

Sammlungsschwerpunkte liegen bei den Cembali der flämischen Instrumentenbauerfamilie Ruckers, Möckel-Geigen, Italienische Meistergeigen von Amati, Guarneri und Antonio Stradivari, Hammerflügel, Kielklavieren und Clavichorden, Bechstein-Klavieren und -Flügeln, Blasinstrumenten des Barock, Moritz-Blechblasinstrumenten und automatischen Musikinstrumenten (Spieldosen, Orchestrion). In der Historischen Abteilung des SIM wird eine „Geschichte der Musiktheorie“ erarbeitet und im Auftrag des Instituts als Buchreihe herausgegeben.

Das Museum besitzt einen eigenen Konzertsaal, den Curt-Sachs-Saal, in dem regelmäßig Kammerkonzerte stattfinden. Seine Ausstattung verdeutlicht die Nähe zur Philharmonie und zum Kammermusiksaal.

Ausstellung[Bearbeiten]

  • 2012: Friedrichs „Montezuma“ Macht und Sinne der Preußischen Hofoper.[1]

Literatur[Bearbeiten]

  • Staatliches Institut für Musikforschung Preußischer Kulturbesitz, Berlin, Dagmar Droysen-Reber (Hrsg.), Wege zur Musik. Herausgegeben anläßlich der Eröffnung des neuen Hauses. Berlin, 1984. ISBN 3-922378-04-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Musikinstrumentenmuseum (Berlin) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website der Ausstellung

52.51027777777813.370888888889Koordinaten: 52° 30′ 37″ N, 13° 22′ 15,2″ O