Musterzulassung

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Die Musterzulassung (engl. type certificate - für das Dokument; type certification - für den Prozess) bzw. Einzelstückzulassung ist die offizielle Zulassung (Zertifizierung) eines Luftfahrzeugs zum Flugverkehr. Sie erfolgt durch die Luftfahrtbehörde des Staats, in dem das Luftfahrzeug später registriert wird. Im Rahmen der Zulassung wird überprüft, ob die zugrunde liegenden Bauvorschriften erfüllt wurden.[1]

In Deutschland werden Musterzulassungen für zivil eingesetzte Luftfahrzeuge vom Luftfahrt-Bundesamt, mit Genehmigung der EASA oder von dieser direkt, erteilt. Für die Musterzulassung militärischer Luftfahrzeuge und deren Ausrüstung ist die Wehrtechnische Dienststelle 61 zuständig.

Der Begriffsbestandteil Muster bezieht sich auf die Gültigkeit für Bau- oder Modellreihen (Flugzeugmuster/-typen).

Musterzulassungen sind auch erforderlich für Triebwerke, Propeller, Geräte und Ausrüstungen. Sie sollen die Sicherheit des Luftverkehrs gewährleisten. Die Luftverkehrszulassungsordnung (LuftVZO) regelt die Einzelheiten zur Musterzulassung, insbesondere, welche Luftfahrtgeräte eine Musterzulassung benötigen. Die Musterzulassung basiert auf den Lufttüchtigkeitsanforderungen.

Neben der Musterzulassung benötigt ein einzelnes Luftfahrzeug noch ein sogenanntes Luftttüchtigkeitszeugnis um am Luftverkehr teilnehmen zu dürfen.

Literatur[Bearbeiten]

  • Martin Hinsch: Industrielles Luftfahrtmanagement: Technik und Organisation luftfahrttechnischer Betriebe. Springer, Heidelberg Dordrecht London New York 2010, ISBN 978-3-642-12488-4, S. 55.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Website des Luftfahrt-Bundesamts; eingesehen am 22. Februar 2012