Mutabor
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Mutabor - 2010
v.l.n.r.: Uta Brandt, Pay Kohn, Daniel Hoffknecht, Axel Steinhagen, Ulf Jacobs, Anita Ratai |
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| Allgemeine Informationen | ||
| Genre(s) | Rock, Punk, Folk, Reggae, Pop, Ska | |
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| Gründung | 1991 | |
| Auflösung | 2006 | |
| Neugründung | 2009 | |
| Website | http://www.mutabornet.de | |
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| Axel Steinhagen | ||
| Tilmann Walter (bis 1996) | ||
| Helen Bauerfeind (bis 2009) | ||
| Katja Kühler (bis 1992) | ||
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| Axel Steinhagen | ||
| Anita Ratai (1992–2003, seit 2009) | ||
| Uta Brandt (seit 2010) | ||
| Pay Kohn (2000–2002, seit 2009) | ||
| Ulf Jacobs (seit 2005) | ||
| Daniel Hoffknecht (seit 2009) | ||
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| Markus Gerhards (1993–1996), Thomas Görsch (1996–1998), Burkhard Schlede (1998), Marco Frohn (1999–2002), Frank Helfer (2002–2004) | ||
| Markus Gerhards (1996-2002), Paul Schöne (2002–2004), Lars Cölln (2005-2006) | ||
| Jens-Uwe Zietz (1995–2000), Marcus Lauer (2002–2006) | ||
| Anniina Pulliainen (2003), Juliane Kissner (2003–2004), Diana Schmitz (2004–2006) | ||
| Helen Bauerfeind (1991-2009) | ||
Mutabor ist eine Band aus Berlin, die 1991 gegründet wurde.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Stil
Mit ihrem Stilmix aus Punkrock, und verschiedenen Folk-Einflüssen wurde Mutabor seit ihrer ersten Veröffentlichung Mutabor (1997) oft als deutscher Vertreter des Folk-Punk geführt. Ab der zweiten Veröffentlichung JaJa (2001) erweiterte die Band ihr musikalisches Spektrum in Richtung Pop, Reggae und Ska.
[Bearbeiten] Bandname
Der Name leitet sich aus dem Lateinischen ab („mutabor“, lat.: ich werde verwandelt werden). Der entsprechende Zauberspruch aus dem Märchen Kalif Storch von Wilhelm Hauff diente als Inspiration für die Namensgebung.
[Bearbeiten] Bandgeschichte
1990 trafen sich Axel Steinhagen, Sänger, Songschreiber und Kopf der Band, und Tilmann Walter in ihrer Heimatstadt Wismar und beschlossen zusammen mit einem Flöter und einer Akkordeonistin eine Band zu gründen. Das Programm umfasste alte Studenten- und Kneipenlieder aus dem Liederbuch Der schräge Turm. Die Band hatte ursprünglich keinen Namen und nannte sich aber schließlich „Bürgerwehr“. Es folgten Auftritte in Studentenklubs.
Im Herbst 1991 gingen Axel Steinhagen und Tilmann Walter nach Berlin, um dort zu studieren und auch weiterhin Musik zu machen. Per Schwarzem Brett in der Uni kam 1991 die Violinistin Helen Bauerfeind und die Flöterin Katja Kühler dazu. Zu dieser Zeit begann Axel Steinhagen auch eigene Musikstücke in deutscher Sprache zu schreiben. 1992 verließ Katja Kühler die Band und wurde durch Anita Ratai ersetzt.
1992 nennt sich die Band offiziell „Mutabor“.
1993 wurde die Band um Markus Gerhards, der zunächst auf einem eigens für die Band kreierten Schlagzeug spielte und nach dem Weggang von Tilmann Walter im Jahre 1996 zur E-Gitarre wechselte, erweitert. Es begann eine ausgedehnte Tourtätigkeit durch Deutschland, Österreich, die Schweiz und Tschechien, die bis heute anhält.
Zwischen 1993 und 1994 nahm die Band Stücke für ihre ersten Tonträger Homunkulus in einem Kreuzberger Studio auf. Diese mittlerweile in Sammlerkreisen sehr begehrten MCs wurden nie veröffentlicht, sondern lediglich bei Konzerten verkauft. Auf Homunkulus befinden sich einige Stücke, die drei Jahre später auf dem ersten regulären Mutabor-Album veröffentlicht wurden, unter anderem der Song Es gibt keine Liebe, der zum Markenzeichen der Band wurde. Die Versionen unterscheiden sich teilweise erheblich von den später regulär veröffentlichten Stücken, weil die Band zu dieser Zeit nach wie vor ohne Bass und ohne herkömmliches Schlagzeug spielte.
Ende 1994 wurde der Produzent David Bronner bei einem Konzert im Berliner Café Zapata auf die Band aufmerksam und produzierte mit ihnen auf eigene Faust und Kosten in Wien ein Album. Darauf folgte ein Plattenvertrag mit Virgin Deutschland, wo 1997 das erste offizielle Album Mutabor erschien. Viele der auf dem Album veröffentlichten Stücke wie Liebe, Lump und Amsterdam zählen bis heute zu absoluten Mutabor-Klassikern und fehlen bei keinem Konzert.
1995 kam der ebenfalls aus Wismar stammende Jens-Uwe Zietz als Bassist dazu. Mutabor spielen von da an und bis heute mit unveränderter Instrumentierung – Gesang, Flöte, Violine, Gitarre, Bass und Schlagzeug.
Während die ersten Produktionen gekennzeichnet sind durch den typischen „Blockflötenpunkrockfolk“-Stil, einem Begriff, der während ihrer Virgin-Zeit von einem Musik-Kritiker kreiert wurde und teilweise bis heute verwandt wird, um den ungewöhnlichen Musik-Stil der Band zu benennen, zeichnen sich alle späteren Produktionen durch Hinzunahme verschiedenster Musikrichtungen, wie z. B. Reggae, Ska und Pop, aus.
Nach der Trennung von Virgin produzierten Mutabor im Jahr 2000 auf ihrem eigenen Label MakanaBeatRecords das Mini-Album Das Eine, das ähnlich wie Homunkulus nur als Fan-Edition in limitierter Stückzahl erschien. Die meisten Stücke wurden 2001 in leicht veränderter Form auf dem zweiten regulären Album der Band mit dem Titel JaJa veröffentlicht. Es folgten 2003 das Doppelalbum Mutabor-Live - im selben Jahr verließ Anita Ratai wegen einer Baby-Pause vorübergehend die Band - 2004 das Album Individuum sowie 2005 die DVD Mutology. Unter dem Motto „Lieder werden wahr“ organisierte die Band im Jahr 2005 eine Reise mit 250 Fans nach Amsterdam. Mit der EP Willkommen in der Schablone (Rabazco Records) stellte die Band 2006 vorerst ihre Zusammenarbeit ein. Das Abschiedskonzert vom 7. Juli 2006 im Berliner Yaam erschien 2007 als DVD.
Axel Steinhagen veröffentlichte 2008 sein erstes Solo-Album Ich ist ein anderer (Stock&Stein) unter seinem Pseudonym Axl Makana. Bei den Konzerten, die Axl Makana regelmäßig zwischen 2007 und 2008 mit seiner Band „Ohrkesta“ gab, kam es immer wieder zu Gastauftritten von Helen Bauerfeind und Anita Ratai. Dies gab den Anstoß zur Wiedervereinigung Mutabors im Jahr 2009. Es folgte die Die Geister die ich rief-Tour durch ganz Deutschland. Nach der Tour verließ Helen Bauerfeind die Band.
Zwischen November 2009 und Mai 2010 wurde im Berliner Phlexton-Studio das bisher letzte Studio-Album aufgenommen: Das Blaue erschien am 1. Oktober 2010 bei Buschfunk. Im September 2011, nach Absolvierung der "Das Blaue" Tour hat die Band ihre Live-Aktivität bis auf Weiteres eingestellt.
[Bearbeiten] Diskografie
[Bearbeiten] Alben
- 1997: Mutabor (Virgin)
- 2000: Das E1ne (MakanaBeatRecords)
- 2001: JaJa (MakanaBeatRecords)
- 2003: Live (Doppelalbum; MakanaBeatRecords)
- 2004: Individuum (Rabazco Records/Soulfood)
- 2010: Das Blaue (Buschfunk)
[Bearbeiten] Sonstiges
- 1993: Homunkulus (MC)
- 1994: Homunculus (MC)
- 2005: Mutology (DVD; MakanaBeatRecords)
- 2006: Willkommen in der Schablone (EP; Rabazco Records)
- 2007: Amazegenalo (Live-DVD; MakanaBeatRecords)