Mutaib ibn Abd al-Aziz

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Mutaib ibn Abd al-Aziz (arabisch ‏متعب بن عبد العزيز آل سعود‎, DMG Mutʿib b. ʿAbd al-ʿAzīz Āl Saʿūd; * 1931 in Riad) ist ein Prinz aus dem Hause Saud und der 21. Sohn des Staatengründers Saudi-Arabiens Abd al-Aziz ibn Saud. Seine Mutter hieß Prinzessin Shahida, sie war eine armenische Libanesin. Seine leiblichen Brüder sind Prinz Mansur (* 1922 oder 1923, starb am 2. Mai 1951), Prinz Mischal (* 1926) und Prinz Talal (* 1930, 1931 gestorben).

Am 2. Mai 1951 wurde er zum Stellvertretenden Verteidigungsminister ernannt. Im November 1963 erhielt er das Amt des Stellvertretenden Gouverneurs von Mekka, das er bis Juni 1971 bekleidete. Am 13. Oktober 1975 erhielt er das Amt des Ministers für Stadtangelegenheiten und Öffentlichkeitsarbeiten. Am 2. November 2009 trat Prinz Mutaib zu Gunsten seines Sohnes Prinz Mansour ibn Mutaib ibn Abdul Aziz Al-Saud zurück, des bisherigen stellvertretenden Ministers für Stadtverwaltung und ländliche Angelegenheiten, welcher von König Abdullah zum neuen Minister für Stadtverwaltung und ländliche Angelegenheiten ernannt wurde.[1]

Nach Angaben von internationalen Beobachtern zählt er zu den drei wichtigsten Söhnen seines Vaters, welche politisch als liberal denkend, nach saudi-arabischen Maßstäben, eingestuft werden. Neben ihm zählen zu diesen noch seine beiden jüngeren Halbbrüder Prinz Talal und Prinz Muqrin.

Dass ihm bis in die heutige Zeit ein Ministerposten zugestanden wurde, ist in dem Sinne interessant, da seine Mutter aus keinem wichtigen Stamm der arabischen Halbinsel entstammte, sondern eine armenische Libanesin war. Er galt als hart arbeitender Regierungsbeamter und nur aufgrund dieser Tatsache gestand man ihm höchstwahrscheinlich das Ministeramt zu, das eigentlich als unbedeutend in der Machtausübung gilt. Als Minister wurde er insbesondere von seinem älteren leiblichen Bruder Prinz Mischal unterstützt. Prinz Mutaib wird zur Familienfraktion von König Abdullah gezählt. Prinz Mutaib und sein Sohn Mansur galten als Architekten der ersten Kommunalratswahlen von 2005.

Prinz Mutaib war mit Prinzessin Nura bint Mohammed Al Schaich verheiratet. Sie starb am 17. April 2010 nach langer Krankheit im Alter von 75 Jahren in der Hafenstadt Dschidda. Mit ihr zusammen hatte er acht Töchter und zwei Söhne.

Literatur[Bearbeiten]

  • Mordechai Abir: Saudi Arabia. Government, Society and the Gulf Crisis. Routledge, London u. a. 1993, ISBN 0-415-09325-2.
  • Said K. Aburish: Der märchenhafte Aufstieg und Verfall des Hauses Saud. Ist Saudi-Arabien als Partner des Westens noch tragbar? Knesebeck, München 1994, ISBN 3-926901-66-7.
  • Sharaf Sabri: The house of Saud in commerce. A study of royal entrepreneurship in Saudi Arabia. I. S. Publications, New Delhi 2001, ISBN 81-9012540-0.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Steffen Hertog: Princes, Brokers, and Bureaucrats. Oil and the State in Saudi Arabia. Cornell University Press u. a., Ithaca NY u. a. 2010, ISBN 978-0-8014-4781-5, online.