Mutter Armenien

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Das Denkmal Mutter Armenien

Mutter Armenien (armenisch Մայր Հայաստան Majr Hajastan, russisch Мать-Армения) ist ein Monument, das sich im Siegespark in der armenischen Hauptstadt Jerewan befindet und aus einem Militärmuseum, einem Grabmal des unbekannten Soldaten sowie einer Statue besteht.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Unter der blutigen Gewaltherrschaft Josef Stalins in der Sowjetunion errichteten Grigor Haroutounian, Erster Sekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Armeniens sowie Mitglieder der Regierung ein riesiges und glorifizierendes Denkmal für den Diktator. Die Statue wurde von Sergueï Merkurov skulpturiert,[1] während die Meißelung des Sockels auf den Architekten Raphaël Israëlian zurückgeht. Letzterer, welcher dachte dass die Statue nur eine vorübergehende Ehre ausmachte, entwarf als Sockel ein Monument, welches ebenso wichtig ist wie die Statue, die sie trägt. Der Sockelinnenraum ist wie eine Kirche erbaut und wurde inspiriert von der Sankt-Hripsime-Kirche in Etschmiadsin.[1] Das Monument wurde am 29. November 1950 eingeweiht. Die Stalin-Statue wurde im Frühling 1962 abgebaut und im Jahre 1967 ersetzt durch die noch heute stehende, ein Werk von Ara Haroutyounian.[2].

Charakteristika[Bearbeiten]

Die symbolische Standortwahl des Monuments im Siegespark auf einem der Hügel von Jerewan, soll ein Gefühl vermitteln, dass Mutter Armenien über die gesamte Stadt wacht. Es nimmt eine Fläche von 3.000 m² im Herzen des großen Jerewaner Parks ein. Der 36 Meter hohe Sockel beherbergt ein Museum auf fünf Etagen, das militärische Museum des Verteidigungsministeriums.[3] Es ist vor allem dem Heldentum der 650.000 Armenier gewidmet, die im Zweiten Weltkrieg teilnahmen, sowie den Soldaten des Bergkarabachkonfliktes.[1] Die Statue drüber, welche viel kleiner ist, macht weitere 24 Meter aus. Zusammen sind es ganze 51 Meter.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Rick Ney: « Yerevan ». In: Tour Armenia. ArmeniaNow.com, 2007, S. 56, abgerufen am 16. März 2009 (PDF; 6,8 MB, englisch).
  2. Razmik Panossian, The Armenians: From Kings and Priests to Merchants and Commissars, Hurst & Co., Londres, 2006, ISBN 978-1850657880, S. 349.
  3. Sèda Mavian, Arménie, coll. « Guides Évasion », Hachette, Paris, 2006, ISBN 978-2-01-240509-7, S. 84.

40.1952544.524817Koordinaten: 40° 11′ 43″ N, 44° 31′ 29″ O