Mutze

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Dieser Artikel behandelt ein Gebäck. Zum Wasserfahrzeug siehe Plätte.
Eine Mutze aus St. Augustin
Mutzen vom Rostocker Weihnachtsmarkt 2012

Mutzen, auch Muuzen, Muze(n), sind ein rheinisches Siedegebäck, welches traditionell zu Karneval und Silvester hergestellt wird. [1]

Mutzen werden aus einem Teig aus Mehl, Eiern, Zucker und Aromen hergestellt. Der zähe Teig wird dünn ausgerollt in Rauten geschnitten und im heißen Öl goldgelb ausgebacken. Das Gebäck wird gewöhnlich mit Staubzucker („süßem Schnee“) bestäubt. Mutzen sind vorwiegend im Großraum Köln, am Mittleren Niederrhein, in Regionen des Bergischen Landes, am Mittelrhein und in der Eifel verbreitet.

In der Schweiz ist ein ähnliches Gebäck Fasnachtskiechli verbreitet, in Österreich ist eine ähnliche Variante unter gebackene Mäuse bekannt.

Auch Mutzenmandeln werden umgangssprachlich häufig als Mutzen bezeichnet. Es handelt sich dabei allerdings um zwei grundverschiedene Produkte. In Potsdam heißen die Schmalzkuchen "Mutzen" und sind wiederum ein vollkommen anderes Produkt.

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. IREKS-Arkady-Institut für Bäckereiwissenschaft (Hrsg.): IREKS-ABC der Bäckerei. 4. Auflage. Institut für Bäckereiwissenschaft, Kulmbach 1985

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Mutzen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien