My Private Idaho

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Filmdaten
Deutscher Titel My Private Idaho – Das Ende der Unschuld
Originaltitel My Own Private Idaho
Produktionsland USA
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1991
Länge ca. 104 Minuten
Altersfreigabe FSK 16
Stab
Regie Gus Van Sant
Drehbuch Gus Van Sant
Produktion Laurie Parker
Musik Bill Stafford
Kamera John J. Campbell,
Eric Alan Edwards
Schnitt Curtiss Clayton
Besetzung

My Private Idaho – Das Ende der Unschuld ist ein Roadmovie aus dem Jahr 1991. Regie führte Gus Van Sant, die Hauptdarsteller sind Keanu Reeves und River Phoenix.

Handlung[Bearbeiten]

Mike und Scott verdienen sich ihr Geld als Stricher in den Straßen von Portland, Oregon. Scott stammt aus einer angesehenen Familie und rebelliert damit gegen seinen Vater, den Bürgermeister der Stadt. Mike dagegen ist ein Straßenkind und hat seine Familie seit Jahren nicht gesehen. Schwierigkeiten bereitet ihm auch seine Narkolepsie. Bei Stress fällt er plötzlich in einen tiefen Schlaf. Seine Träume oder Visionen führen ihn dabei zurück in die Kindheit. Aus diesen, besonders in Gegenwart von Freiern, hilflosen Situationen wird Mike oft durch Scott gerettet. Die beiden jungen Männer verbindet eine innige und intime Freundschaft. Mike ist heimlich in Scott verliebt, diese Liebe wird jedoch nicht erwidert, da Scott nicht homosexuell ist. Als Vaterersatz für beide fungiert der sogenannte „König der Aussätzigen“ namens Bob. Nach einem Streit mit diesem beschließen Mike und Scott, nach Idaho zu reisen, in der Hoffnung, dort Mikes Mutter zu finden.

In Idaho angekommen, finden sie Hinweise, dass Mikes Mutter mittlerweile in Italien leben soll. Mit dem Geld des exzentrischen, aus Deutschland stammenden Freiers Hans finanzieren sie die Reise nach Europa. Dort angekommen müssen sie feststellen, dass Mikes Mutter schon wieder weitergezogen ist. Die beiden Jungen verbringen einige Zeit in Italien, bis Scott sich in Carmella verliebt. Er wendet sich von Mike ab, der enttäuscht wieder zurück in die USA reist. Einige Zeit später – Mike lebt inzwischen wieder auf der Straße – sieht er Scott wieder: in einem schicken Restaurant in Begleitung Carmellas und seiner Familie.

Hintergrund[Bearbeiten]

Das Drehbuch des Films basiert lose auf dem Stück Henry IV. von William Shakespeare. In einer Nebenrolle ist Bassist Flea von der Band Red Hot Chili Peppers zu sehen. Produktionsassistent Matt Ebert erzählte, dass er selbst, Gus van Sant und ein Großteil der männlichen Hauptdarsteller während der Dreharbeiten in demselben Haus in Oregon lebten. In diesem Haus gab es keinerlei Möblierung, das Schlafen in Schlafsäcken sollte die Hauptdarsteller auf ihre Rollen als Obdachlose einstimmen. Einige der Mitwirkenden, wie beispielsweise Michael Parker, waren Laiendarsteller, die tatsächlich als Straßenkinder in Portland lebten. Parker war auch die Inspiration für die Figur des Mike Waters.

Der Hauptdarsteller River Phoenix starb am 31. Oktober 1993 im Alter von nur 23 Jahren an einem Drogencocktail. Rodney Harvey, der die Figur des Gary darstellte, kam am 11. April 1998 ebenfalls durch eine Überdosis Heroin und Kokain um. Beide Schauspieler sollen während der Dreharbeiten zu My Own Private Idaho erstmals mit Heroin in Kontakt gekommen sein.

Harvey war ursprünglich für die Rolle des Scott Favor vorgesehen, Investoren und Produzenten wollten allerdings einen bekannteren Schauspieler besetzen. Keanu Reeves wurde schließlich gecastet. Reeves war derjenige, der Phoenix überzeugte, den Film zu drehen. Er fuhr in den Weihnachtsferien mit seinem Motorrad von Kanada nach Micanopy, Florida, wo River Phoenix mit seiner Familie lebte, um seinem Kollegen das Drehbuch zu zeigen.

Die bewegungslosen Szenen während der Sex-Szenen – es sind keine Standbilder – sollten ursprünglich nicht so gedreht werden, Van Sant musste während des Filmens umdisponieren, da Reeves große Probleme mit diesen expliziten Momenten hatte. Die Szene am Lagerfeuer wurde von River Phoenix umgeschrieben und von drei Seiten auf acht Seiten erweitert.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]