Néstor Cerpa Cartolini

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel oder nachfolgende Abschnitt ist nicht hinreichend mit Belegen (beispielsweise Einzelnachweisen) ausgestattet. Die fraglichen Angaben werden daher möglicherweise demnächst entfernt. Bitte hilf der Wikipedia, indem du die Angaben recherchierst und gute Belege einfügst. Näheres ist eventuell auf der Diskussionsseite oder in der Versionsgeschichte angegeben. Bitte entferne zuletzt diese Warnmarkierung.

Néstor Cerpa Cartolini (* 14. August 1953 in Lima; † 22. April 1997 ebenda) war Mitglied und später Kommandant des Movimiento Revolucionario Túpac Amaru (MRTA) in Peru. Sein Spitzname war „Evaristo“.

Cerpa wurde in La Victoria, einem Arbeiterstadtteil von Lima, geboren. Als Gewerkschaftsführer war er an der Besetzung und Übernahme der Cromotex Textilfabrik durch deren Arbeiter im Dezember 1978 beteiligt. Der Arbeitskampf wurde durch das Militär im Februar 1979 blutig beendet: fünf Arbeiter wurden dabei erschossen, ein Polizist kam ums Leben. Als Anführer der Überlebenden organisierte Cerpa einen sit-in im Communications-Office der Vereinten Nationen in Lima.

Die Erfahrung der gewaltsamen Niederschlagung des Arbeitskampfes führte zur Radikalisierung von Cerpa. Er schloss sich der MRTA an und war in den 1980er Jahren an zahlreichen Aktionen beteiligt. 1996 besetze er mit 13 weiteren Genossen der MRTA die Japanische Botschaft in Lima um MRTA Kämpfer aus den Gefängnissen frei zu pressen und soziale Verbesserungen für die ländliche Bevölkerung Perus zu erzwingen. Am 22. April 1997 stürmte das peruanische Militär, unterstützt durch Logistik der US-amerikanischen Delta Force, des britischen SAS und israelische Strategen die Botschaft und erschoss alle MRTA-Kämpfer, darunter Néstor Cerpa Cartolini.