Nördlicher Pfeifhase

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Nördlicher Pfeifhase
Nördlicher Pfeifhase

Nördlicher Pfeifhase

Systematik
Unterklasse: Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung: Euarchontoglires
Ordnung: Hasenartige (Lagomorpha)
Familie: Pfeifhasen (Ochotonidae)
Gattung: Ochotona
Art: Nördlicher Pfeifhase
Wissenschaftlicher Name
Ochotona hyperborea
Peter Simon Pallas, 1811
Verbreitungskarte des Nördlichen Pfeifhasen

Der Nördliche Pfeifhase (Ochotona hyperborea) gehört zur Familie der Pfeifhasen. Es handelt sich um eine paläarktische Art, für die mehrere Unterarten unterschieden werden.

Aussehen[Bearbeiten]

Ein erwachsenes Tier hat eine Körperlänge von 12 bis 18 Zentimeter und einen kleinen 0,5 bis 1,2 Zentimeter langen Schwanz. Das Gewicht variiert zwischen 55 und 200 Gramm.[1] Der Nördliche Pfeifhase trägt im Sommer einen rötlichbraunen Mantel und einen gräulich-braunen im Winter. Die Füße sind etwas dunkler als das Körperfäll. Der Schwanz ist unauffällig, die Barthaare sind sehr lang und können bis zu 5,5 Zentimeter messen, was ein wesentliches Unterscheidungsmerkmal gegenüber den anderen Ochotona-Arten darstellt. [2]

Vorkommen[Bearbeiten]

Das Verbreitungsgebiet reicht in Asien von den Bergen des Urals, über die Mongolei und Mandschurei bis nach Nordjapan und Nordkorea. Der Nördliche Pfeifhase fehlt auf der Taimyrhalbinsel, kommt dagegen auf der Tschuktschenhalbinsel und Kamtschatka vor.

Lebensweise[Bearbeiten]

Nördliche Pfeifhasen fressen überwiegend Gräser, Kräuter und Pflanzenstängel. Während der Nahrungsaufnahme werden die Kiefer seitlich bewegt, was an die Kieferbewegungen von fressenden Hasen erinnert. Es gibt keine andere Art, die außer Hasen eine vergleichbare Kieferbewegung aufweisen.[3] Für die Winterzeit legen sie Nahrungsvorräte aus Heu an.

Der Nördliche Pfeifhase lebt in Kolonien, die gelegentlich eine sehr große Zahl von Individuen umfassen können. Sie graben Baue, nutzen jedoch auch gelegentlich natürliche Höhlen unter Steinen oder gestürzten Bäumen.[4]

Die Paarungszeit beginnt im Mai. Zwei- oder dreimal oder öfter im Jahr bringt das Weibchen bis zu zwölf Jungtiere zur Welt. Die Tragzeit dauert etwa 30 Tage. Bereits nach drei bis vier Wochen werden die Jungen entwöhnt. Sie erreichen die Größe eines erwachsenen Tiere etwa im Alter von vierzig bis fünfzig Tagen. Geschlechtsreife erreichen die Jungtiere häufig schon im ersten Lebensjahr.

Belege[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Richard Sale: A Complete Guide to Arctic Wildlife, Verlag Christopher Helm, London 2006, ISBN 0-7136-7039-8

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nördlicher Pfeifhase – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Nördlicher Pfeifhase – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelbelege[Bearbeiten]

  1. Sale, S. 367
  2. Sale, S. 367
  3. Sale, S. 367
  4. Sale, S. 368