Nötsch im Gailtal
| Nötsch im Gailtal | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Kärnten | |
| Politischer Bezirk: | Villach-Land | |
| Kfz-Kennzeichen: | VL | |
| Fläche: | 42,72 km² | |
| Koordinaten: | 46° 35′ N, 13° 37′ O46.59006388888913.62275569Koordinaten: 46° 35′ 24″ N, 13° 37′ 22″ O | |
| Höhe: | 569 m ü. A. | |
| Einwohner: | 2.305 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 53,96 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 9611 | |
| Vorwahl: | 0 42 56 (teilw. 04283) | |
| Gemeindekennziffer: | 2 07 19 | |
| NUTS-Region | AT211 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Nr. 222 9611 Nötsch im Gailtal |
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| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Johann Müller (SPÖ) | |
| Gemeinderat: (2009) (19 Mitglieder) |
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| Lage der Marktgemeinde Nötsch im Gailtal im Bezirk Villach-Land | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Nötsch im Gailtal (slow. Čajna) ist eine Marktgemeinde mit 2305 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Villach-Land.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
[Bearbeiten] Geografische Lage
Die Gemeinde liegt im Gailtal im Süden Kärntens am Fuß der Villacher Alpe (Dobratsch).
[Bearbeiten] Gemeindegliederung
Die Gemeinde ist in die drei Katastralgemeinden Kerschdorf im Gailtal (Črešnje), Saak (Čače) und Sankt Georgen (Šentjurij) gegliedert. Das Gemeindegebiet umfasst folgende 17 Ortschaften (in Klammern Einwohnerzahl Stand 2001):
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[Bearbeiten] Geschichte
Erwähnt wurde der Ort Nötsch bereits im Jahre 1253.
In Nötsch im Gailtal gab es schon immer große Überschwemmungen, die häufig das gesamte Tal betrafen. Das Beben vom 25. Jänner 1348 löste am Dobratsch einen Bergsturz aus, der legendär überhöht, 17 kleine Dörfer zerstört und ein Hochwasser verursacht haben soll, das bis zum Wörthersee gereicht habe. Die Gailüberschwemmungen 1848 und 1851 hatten ebenfalls verheerende Folgen, unter anderem wurden viele Brücken zerstört.
1850 wurde die Ortsgemeinde Emmersdorf gebildet. Sie wurde 1960 in Nötsch im Gailtal umbenannt. 1999 erhielt die Gemeinde das Recht zur Führung der Bezeichnung „Marktgemeinde“.
Noch 1924 waren die Pfarren St. Paul an der Gail/Šentpavel na Zilji slowenisch, ebenso die Pfarre Vorderberg/Blače und in der zweisprachig ausgewiesenen Pfarre Sankt Georgen/Šentjurij wurden die Filialkirchen Emmersdorf/Smerče Kerschdorf/Črešnje und Tratten/Pešišče nur slowenisch geführt. Zweisprachig wurde die Pfarre Saak/Čače geführt. Lediglich die Filialkirche in Schloss Wasserleonburg wurde deutsch geführt.[1])
[Bearbeiten] Bevölkerung
Laut Volkszählung 2001 hat Nötsch 2.352 Einwohner, davon besitzen 96,9 % die österreichische Staatsbürgerschaft. 89,0 % der Bevölkerung bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche, 4,9 % zur evangelischen Kirche und 1,4 % sind islamischen Glaubens; 3,4 % sind ohne religiöses Bekenntnis.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
[Bearbeiten] Museen
- Museum des Nötscher Malerkreises
[Bearbeiten] Bauwerke
- Die Pfarrkirche Heiliger Kanzian in Saak ist ein im spätgotischen Stil in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts errichteter Kirchenbau. Die Vorhalle stammt aus dem 18. Jahrhundert. Langhaus und Chor liegen unter Stern- bzw. Netzrippengewölben. Auf dem barocken Hochaltar (um 1740) steht eine Figurengruppe Kanzius, heiliger Kanzianus und heiliger Kanzianilla (um 1600). Seitenaltar um 1690 mit spätgotischer Marienfigur. Kanzel datiert 1685, am Kanzelkorb Blumenbilder. Heiliggrabkapelle mit Golgothagruppe, 1768 errichtet. An der südlichen Außenwand Darstellung eines „Feiertags-Christus“, um 1500, umgeben von den Werkzeugen der an Sonn- und Feiertagen verbotenen Tätigkeiten. Ein weiteres Außenfresko stammt aus dem Jahr 1924. Im Kircheninneren befinden sich Fresken von 1465 und 1516.
- Friedhof in Saak: An der südlichen Kirchenfassade befindet sich das Grab der Familie Michor mit dem Fresko einer Madonna mit Kind, von musizierenden Engeln umgeben, das bedeutendste erhaltene Monumentalwerk von Anton Kolig, 1927 bis 1929 im Auftrag von Peter Michor gemalt. An der südlichen Außenwand des Presbyteriums das Grab von Anton Kolig mit einem kleinen Mosaiktondo nach dessen Entwurf (um 1927). In der südöstlichen Ecke des Friedhofes das Grab von Franz Wiegele, an der südlichen Friedhofsmauer das Grab von Hubert Isepp, Bruder des Malers Sebastian Isepp, auf dem westlichen Friedhofsteil das Grab von dessen Nichte Christine, der Frau des Malers Gerhart Frankl.
- Das Schloss Wasserleonburg in Saak wurde urkundlich erstmals 1253 erwähnt und wurde ursprünglich als Löwenburg bezeichnet. Bedeutend ist die spätmanieristische Hoffassade, die um 1650 errichtet wurde, ebenfalls bemerkenswert ist der Renaissancelaubenhof und die Schlosskapelle.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Jeden 19. März wird ein großer „Josefimarkt“ veranstaltet.
- Alljährlich findet im Juli und August der Gailtaler Kirchtag mit dem Kufenstechen und dem Lindentanz statt.
- Beim jährlich im Oktober stattfindenden Polentafest werden Polentagerichte und andere kulinarische Spezialitäten der Region kredenzt.
[Bearbeiten] Politik
[Bearbeiten] Gemeinderat
Der Gemeinderat von Nötsch hat 19 Mitglieder und setzt sich seit der Gemeinderatswahl 2009 wie folgt zusammen:
Direkt gewählter Bürgermeister ist seit 2009 Johann Müller (SPÖ).
[Bearbeiten] Wappen
Das Motiv des Wappens von Nötsch hat das älteste überlieferte Siegel eines Besitzers der Wasserleonburg zum Inhalt. Dabei handelt es sich um einen Cholo de Lewenburg (Löwenburg), der im Jahr 1250 erstmals urkundlich genannt wurde und dessen Siegel sich an einer Urkunde aus dem Jahr 1258 findet. Der aufrechte, nach rechts schreitende und hersehende Löwe steht sicher im Zusammenhang mit dem Namen der Burg, wobei zudem ein Bezug zum Hochstift Bamberg als ursprünglichen Lehnsherren als wahrscheinlich gilt.
Wappen und Fahne wurden der Gemeinde am 15. Juni 1960 verliehen, die Fahne ist Gelb-Blau mit eingearbeitetem Wappen.
[Bearbeiten] Persönlichkeiten
- Sebastian Isepp (1884 - 1954, Maler des Nötscher Kreises
- Vinzenz Schumy (1878-1962), Kärntner Landeshauptmann, österr. Innenminister (1. Republik)[2]
- Franz Wiegele (1887 - 1944), Maler des Nötscher Kreises
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Diözese Gurk (Hg.): Pfarrkarte der Diözese Gurk, 1924 (bearbeitet von Prof. Dr. Martin Wutte und Pfarrer Karl Streit)
- ↑ Slovenski biografski leksikon, Lemma Schumy Vincenc, Autor Lojze Ude: http://nl.ijs.si:8080/fedora/get/sbl:2855/VIEW/.
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